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Whodunit auf höchstem Niveau Der Wiener "Tatort" im Schnellcheck

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Hat gerade Frau und Tochter verloren: Raoul Ladurner (Cornelius Obonya, r.)

(Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican)

Der letzte Wiener "Tatort" der laufenden Saison inszeniert die Kommissare Eisner und Fellner mal wieder als Kämpfer gegen ein korrumpiertes System. Und das macht beim Zuschauen verdammt viel Spaß.

Das Szenario

Im Haus von Raoul Ladurner (Cornelius Obonya) hat sich ein blutiges Drama abgespielt: Die Frau und die zehnjährige Tochter des österreichischen Politikers wurden mit einem Küchenmesser erstochen. Weil auch Wertgegenstände fehlen, tippt die Polizei zunächst auf einen aus dem Ruder gelaufenen Raubüberfall - doch die Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) spüren, dass mehr hinter dem Fall steckt, als es der erste Blick vermuten lässt.

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Glaubt der ukrainischen Geschäftsfrau Natalia Petrenko (Dorka Gryllus) kein Wort: Kommissar Moritz Eisner (Harald Krassnitzer).

(Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican)

Angeheizt wird das Misstrauen der beiden Kommissare ausgerechnet durch den Innenminister, der persönlich dafür sorgen will, dass die Ermittler durch die reichlich inkompetente Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) ausgetauscht werden. Schnell stellt sich heraus: Die von allen nur Jule genannte Polizistin hat ein Verhältnis mit dem frisch verwitweten Ladurner und ist ihm regelrecht hörig. Und das ist nicht die einzige Überraschung, die noch auf Eisner und Fellner wartet.

Die eigentliche Botschaft

Macht macht kaputt. Das ist nun zwar nichts wirklich Neues - aber das muss es ja auch nicht immer sein.

Darüber wird in der Mittagspause geredet

Über die Szene, in der das zehnjährige Mädchen auf dem Tisch des Pathologen liegt und der den Kommissaren eröffnet, dass die Tote schwerst drogenabhängig war.

Der Plausibilitätsfaktor

Hoch. Wer weiß schon, was sich sonst noch alles hinter verschlossenen Türen verbirgt?

Die Bewertung

8 von 10 Punkten. "Glück allein" ist ein klassischer Whodunit-Krimi, der das Rad nicht neu erfindet, aber seine Kernkompetenzen fast perfekt auf den Bildschirm bringt.

Quelle: n-tv.de

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