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"Polizeiruf 110" im Schnellcheck In the Ghetto

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Bessie Eyckhoff (Verena Altenberger, r.) ermittelt in der Eishalle.

(Foto: BR / Bavaria Fiction GmbH / Hendrik Heiden)

Ein ermordetes Mädchen, ein komisches Pärchen und eine Mutter, deren Tochter vor zwei Jahren verschwand, stehen im Mittelpunkt von "Das Licht, das die Toten sehen". Kriminaloberkommissarin Bessie Eyckhoff muss mal wieder ganz viel zuhören, verstehen und Nachsicht zeigen. Die Zuschauer leider auch.

Ein ermordetes Mädchen, ein komisches Pärchen und eine Mutter, deren Tochter vor zwei Jahren verschwand, stehen im Mittelpunkt von "Das Licht, das die Toten sehen". Kriminaloberkommissarin Bessie Eyckhoff muss mal wieder ganz viel zuhören, verstehen und Nachsicht zeigen. Die Zuschauer leider auch.

Was passiert?

Die 16-jährige Laura Schmidt wird tot aufgefunden, in Plastikfolie gewickelt, an den Folgen erheblicher Stichwunden gestorben. Zuletzt wurde das Mädchen auf der Eislaufbahn gesehen, stieg am Abend in einen weißen Transporter. Kriminaloberkommissarin Elisabeth "Bessie" Eyckhoff (Verena Altenberger) bekommt beim Lösen des Falles überraschend Unterstützung, ihr neuer Kollege ist ein alter Bekannter: Dennis Eden (Stephan Zinner), der nun auch für die Mordkommission im Einsatz ist.

Besonders rätselhaft wird es, als Caroline Ludwig (Anna Grisebach) im Kommissariat auftaucht. Die latent verwirrte Frau will wissen, ob es sich bei der Toten womöglich um ihre Tochter handeln könnte. Zwei Jahre zuvor war Anna spurlos verschwunden, auch sie 16 Jahre alt, auch sie erst auf der Eislaufbahn unterwegs, dann in Verbindung mit einem weißen Transporter zum letzten Mal gesehen. Der Verdacht fällt zunächst auf die Mutter, die ebenfalls rund um die Eislaufbahn gesichtet wurde. Dann aber kommen eine jugendliche Drogendealerin und ihr abgehalfterter Mitbewohner ins Spiel. Die beiden bewohnen eine heruntergekommene Bude in einer Hochhaus-Siedlung, führen eine etwas undurchsichtige Beziehung und rücken zunehmend in den Mittelpunkt der Ermittlungen.

Worum geht es wirklich?

Wieder einmal sind Verlust und Trauer die großen Themen. Wie schon zwei Wochen zuvor, als es sich im "Tatort: Warum" vornehmlich um die Hinterbliebenen eines ermordeten jungen Mannes drehte, bestimmt auch diesmal großäugige Tragik das Geschehen. Stefanie (Zoë Valks) und Patrick (Aniol Kirberg) als mysteriös angelegte Amour fou sind dabei zwar durchaus schmucke Antagonisten, allzu viel Motiv, Logik und Tiefe sollten man von diesem Fall jedoch besser nicht erwarten.

Wegzapp-Moment?

Da muss man sich wohl früh entscheiden. Wer den Sonntagabend gern mit Spannung und Kurzweil verbringen möchte, ist womöglich bei "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", "Le Mans 66" oder "Ninja Warrior" besser aufgehoben.

Wow-Faktor?

Wo Verena Altenberger draufsteht, ist natürlich erstmal "Wow" drin, so richtig in die Gänge kommt das Ganze nach ihrem gelungenem Start in den "Polizeiruf 110" jedoch nicht. All ihrer Ausstrahlung, ihres schauspielerischen Könnens zum Trotz verharrt die Figur Bessie Eyckhoff in einem zunehmend diffusen Phantom-Zustand. Ach ja, um den Wow-Faktor ging es hier ja. Also, ganz ehrlich: nicht so arg hoch.

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Wie war’s?

3 von 10 Punkten - eine empathische Kommissarin allein macht keinen guten Krimi.

Quelle: ntv.de

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