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WWM und Corona Jauch spielt ab April nach neuen Regeln

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Noch ist bei "Wer wird Millionär?" alles wie gehabt.

(Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius)

"Wer wird Millionär?" bekommt neue Corona-Regeln. Vorher räumt eine Studentin zwischen Bambi und Immobilienhai ab. Und ein Kandidat erzählt, wie er sich bei Tinder einen Ex-Kandidaten geangelt hat.

Eben hat Günther Jauch noch live mit Thomas Gottschalk und Oliver Pocher die "Quarantäne-WG" aus der Taufe gehoben. Die Drei schalteten sich aus ihren Wohnzimmern per Webcam zusammen, um über das Coronavirus zu debattieren. Dann ging es um 21.15 Uhr schlagartig zurück in die Zeit vor Ausgangssperren und "Social Distancing". Die "Wer wird Millionär"-Sendungen im März waren noch vor der Verschärfung der Krise aufgezeichnet worden. Darauf weist RTL nun per Einblendung hin. Ab April aber hält auch hier die Realität Einzug. Wie genau das aussehen wird, hat der Sender nun mitgeteilt.

Da vorerst ohne Publikum gedreht wird, muss es Ersatz für zwei Joker geben. Der Zusatzjoker wird durch den "Millionärsjoker" ersetzt. Drei ehemalige WWM-Millionäre stehen im Studio zur Verfügung. Wer meint, die richtige Antwort zu kennen, meldet sich. Der Kandidat kann sich dann aussuchen, wem er vertrauen möchte. Keine Wahl gibt es beim "Begleitpersonenjoker". Hier dient die Begleitung quasi als Publikumsjoker in Personalunion und darf dem Kandidaten bei der Beantwortung helfen.

Corona-Regeln bei WWM

Außerdem wird die Auswahlrunde von acht auf sechs potenzielle Kandidaten verkleinert. Interessenten aus Köln und Umgebung haben womöglich erst mal besonders gute Chancen, in die Sendung zu kommen. RTL will den Kreis weitestgehend auf Kandidaten beschränken, "die am Aufzeichnungstag ins Studio und wieder nach Hause fahren können. Hotelübernachtungen sollen durch diese Maßnahme vermieden werden." Das Produktionsteam werde so weit wie möglich reduziert und seine Interaktionen mit den Kandidaten minimiert.

In der Doppelfolge am Montag war zwar noch "Business as usual" angesagt. An BWL-Studentin Lydia Hutter aber dürfte sich Jauch noch länger erinnern. Auf den ersten Blick fiel die 23-Jährige aus Leipzig in die Schublade der kichernden Unschuld, die von dem Moderator gern zusammen mit Wollmützen tragenden Dauerstudenten umgehend abgeschrieben wird. Hutter machte aber schnell klar, dass hinter dem süßen Äußeren mehr steckte.

Bei der 16.000-Euro-Frage wusste die Kandidatin sofort, dass Sanna Marin quasi das finnische Pendant zu Angela Merkel ist. "Soll ich jetzt lieber noch einen Joker nehmen, damit das nicht so überheblich klingt?", war die Studentin um Imagepflege besorgt. Sie hätte sich mit der Million übrigens ein gewinnbringendes Parkhaus oder eine Tiefgarage zugelegt. Am Ende wurden es 64.000 Euro. "Ich glaube, erst mal kaufe ich mir eine schöne Handtasche", verkündete Hutter, während Jauch irgendwo zwischen Verzückung und instinktiver Skepsis zu schwanken schien.

WWM-Kandidaten finden sich bei Tinder

*Datenschutz

Vollends herzerwärmend wurde es beim nächsten Kandidaten. Lars Fumic aus München hatte seinen Lebensgefährten Raphael Brecht mitgebracht. Der hätte bereits einen erstklassigen Begleitpersonenjoker abgegeben. Denn Brecht war am 11. Januar 2019 selbst schon Kandidat bei Jauch. "Ich hab die Sendung im Fernsehen gesehen und gedacht: Boah, steiler Zahn", erinnerte sich Glatzkopf Fumic. Für einen Frisör hatte er zwar leider keine Verwendung. Zum Glück lebte Brecht wie er in München und war auf Tinder zu finden. Brecht war sogar sofort zum Date bereit, der ältere Fumic brauchte hingegen noch etwas Bedenkzeit. Dann aber gab er sich einen Ruck. "Seitdem verliebe ich mich jeden Tag aufs Neue in ihn", meinte der Privatkoch.

Er ging am Ende wie sein Liebster mit 16.000 Euro nach Hause. Das war für den 41-Jährigen wirklich ein gutes Ergebnis. Denn er hatte bis zur 8000-Euro-Frage alle vier Joker verbraten. Gastronom Ronald Arnhold aus Erlangen hingegen kam ohne Hilfe bis zu dieser Runde. Er kehrt am Dienstag um 21.15 Uhr zurück. Vorher meldet sich Jauch erneut in der "Quarantäne-WG" aus der Corona-Gegenwart zu Wort.

*Datenschutz

 

Quelle: ntv.de