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"Eine gruselige Sendung" Jauch verzweifelt an Kicher-Kandidatinnen

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Hat bei der Frage nach "Hochzeitsblockaden" eine - Blockade: Kandidatin Chantal Weindorf.

(Foto: TVNOW)

Glucksen, Händeflattern, ach herrje - zwei Frauen rauben Günther Jauch den letzten Nerv. Der WWM-Moderator rettet sich in Apathie, zieht dann aber doch andere Saiten auf, denn: "Wenn das so weiter geht, wird das eine gruselige Sendung."

20.53 Uhr, für Günther Jauch ist die Sendung gelaufen. Was ist für den "Wer wird Millionär?"-Moderator noch schlimmer als Nesthocker und Klugscheißer? Hilflose Kicher-Frauen. Davon bekam er am Montag gleich die doppelte Ladung. Nach Kandidatin Nummer eins hatte der Gastgeber eigentlich schon sichtbar keine Lust mehr. Dann kam es noch dicker. Bis Jauch düster verkündete: "Wenn das so weiter geht, wird das eine gruselige Sendung." Am Ende aber konnte er erleichtert feststellen: "Endlich wieder ein Mann."

Chantal Weindorf war aus der Sendung vom 16. September übrig geblieben. Die Managementassistentin aus Ingelheim stieg bei der 2000-Euro-Frage ein und war völlig ahnungslos. "Hochzeitsblockaden" auf Autobahnen, Popstar Billie Eilish, Finanzminister Olaf Scholz - Weindorf hatte von nichts und niemandem je etwas gehört und nahm in jeder Runde einen Joker. Dann hatte sie auch noch mehr Glück als Verstand. Bei der Frage für 16.000 Euro rief sie eine falsche Antwort heraus, die sie umgehend kassierte. Die nette Regie loggte das nicht ein und ließ die Kandidatin ("ich bin wahrscheinlich gleich weg") mit vergleichsweise fürstlichen 8000 Euro ziehen.

Jauch ist genervt - oder gereizt

Bianka Römhild war zwar brünett statt blond und weniger kicherintensiv als die Vorgängerin. Doch die Kandidatin aus dem thüringischen Brotterode-Trusetal sorgte mit ihrer Flatterhände-Zögerlichkeit dafür, dass Jauch endgültig die Lust verlor. Bei 300 Euro zauderte die Rezeptionistin einer Reha-Klinik, ob ein Wurmfortsatz am Blinddarm denn nun gereizt oder genervt sein kann. Auf den Moderator traf da beides durchaus zu.

"Also, ich vermute ja wieder... ganz schwierig", seufzte Römhild einige Runden später hilflos gestikulierend. Jauch blieb nur noch der leere Blick in die Kamera. Nach seiner "wenn das so weiter geht, wird das eine gruselige Sendung"-Prognose schaltete der Moderator dann doch lieber in den strengen Autopilot-Modus. Römhild hatte keine Ahnung, ob Federica Mogherini nun eine Art Außenministerin der EU ist oder vielleicht nicht doch den Mozzarella erfunden hat. Jauch fasste die unvermeidlichen nächsten Minuten zusammen: "keine Ahnung, lieber keinen Joker verschwenden, aber hilft ja alles nichts, also Publikumsjoker, bitte schön". Die Kandidatin wagte keine Widerworte.

Kandidat zockt für die Hochzeit

Am Ende freute sich auch Römhild über einen erstaunlich hohen Gewinn (32.000 Euro). Diese Doppelsendung bewies mal wieder, dass es bei "Wer wird Millionär?" nicht unbedingt gerecht zugeht. Denn die nächste Kandidatin hauchte Jauch glücklicherweise wieder Leben ein. Sibylle Blötscher aus Schwäbisch Gmünd spielte selbstsicher und klug. Trotzdem reichte es "nur" für 16.000 Euro.

Oliver Krauss beschloss die Sendung dann souverän. Der Produktentwickler aus Schleswig-Holstein gewann mit etwas Zocken und vor allem dank der Hilfe seines ehemaligen Professors 32.000 Euro für die Hochzeit im nächsten Jahr. Da war auch Jauch wieder versöhnlich gestimmt.

Der Moderator kann jetzt erst mal neue Kraft tanken. "Wer wird Millionär?" macht in den nächsten Wochen Pause, unter anderem wegen "Bauer sucht Frau". Die nächste Ausgabe gibt es erst wieder im November.

Quelle: n-tv.de

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