TV

"Ich finde keine Worte" Puschmann macht "Let's Dance"-Jury sprachlos

1761277.jpg

Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov tanzen den besten Tanz des Abends (Foto: RTL)

Es gibt sie nicht oft, diese magischen Momente, die man immer dann fühlt, wenn gerade etwas ganz Besonderes passiert. Nicolas Puschmann verzaubert in der sechsten Live-Show von "Let's Dance" das Publikum. Motsi ringt nach Worten, die seinem Langsamen Walzer gerecht werden. Man muss es schlicht – gesehen haben!

Es gibt sie, diese magischen Momente, die man immer dann fühlt, wenn gerade etwas ganz Besonderes passiert. Oft lässt sich das nur schwer beschreiben, man fühlt es einfach. Einer dieser Augenblicke entsteht, als Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov über das Parkett schweben. Es ist ein Langsamer Walzer, dem ein solcher Zauber innewohnt, dass selbst Motsi betont, "keine Worte zu finden, die gerecht sind für diesen Tanz". Die beiden werden für ihre Darbietung - wie kann es anders sein - mit 30 Punkten belohnt. Doch es sind gar nicht unbedingt die Punkte, die begeistern, sondern vor allem die vielen kleinen Details, oder wie Chef-Juror Llambi treffend formuliert: "Das war der beste Tanz des Abends - ein ganz toller Moment, den wir hier erleben durften."

In Show Nummer 6 gebührt aber auch ihm ein Wort: unserem Jorge. Sein extravaganter Stil ist hinlänglich bekannt, aber vielleicht sollte man an dieser Stelle auch mal die Kreativität seines Stylisten loben. Einfach von Tante Trude die gute Wachstischdecke geklaut und als sexy Leibchen umfunktioniert. Es gibt sie auch nicht so oft, diese Leute, die selbst in einer Wachstischdecke eine solche Grandezza versprühen, dass man kurz überlegt, sich beim Baumarkt mal nach Meterware umzugucken.

Worauf es im Unterhaltungsfernsehen ankommt

Eine, die dem geneigten TV-Zuschauer auch oft das Herz vor Rührung streichelt, ist Ilse DeLange. Diesmal wagt sie sich an einen Quickstepp und meistert ihn wunderbar. Lob gibt es von der Jury für ihre "zauberhafte Unbeschwertheit". Kritik muss es an dieser Stelle aber für Moderatorin Swarovski geben. Fragt diese Ilse, die nach ihrem schnellen Tanz vollkommen außer Puste ist, allen Ernstes, ob sie nicht mal eben was vorsingen möchte. Gut, womöglich nur ein der Aufregung geschuldeter Lapsus.

Unheimlich schwer in dieser Woche hatte es Auma Obama. Innerhalb kürzester Zeit verlor sie erst die Großmutter, jetzt auch noch ihre Mutter. Sich nicht verkriechen und das Training abbrechen, sondern die Trauer in den Tanz fließen lassen: Wie schwer das sein muss! Aber die Soziologin gibt ihr Bestes und legt einen Charleston aufs Parkett, dass man sich fragt: Moment, wie alt ist die Frau nochmal? 62 oder 26? Hut ab vor dieser starken Frau!

An seine Grenzen indes kommt Jan Hofer. Der Jive, den er vertanzt, ist einfach zu schnell. Llambi bemängelt die nicht vorhandene Agilität, aber Hofer sagt selbst, er wisse um seine magere Leistung: "Ich weiß das. Aber dann merke ich doch, dass ich ein paar Jahre in den Knochen habe. Und die wollen einfach nicht mehr so richtig." Wenn man aber mal ganz ehrlich ist, so ist es ohnehin nicht das tänzerische Talent Hofers, das berührt. Im Grunde könnte der Mann auch im Entengang übers Parkett watscheln - es ist einfach diese freundliche, liebenswerte Art, die ihn ausmacht. Und genau das ist es, worauf es beim Unterhaltungsfernsehen ankommt und was viele TV-Macher leider längst aus den Augen verloren haben. Der Zuschauer möchte Menschen sehen, die ihn berühren, fesseln, auf eine Reise mitnehmen und ihn - wie aktuell - ein paar Stunden das pandemische Chaos vergessen lassen. Und damit ist nicht gemeint, alles weichzuspülen. Wir brauchen einfach wieder Gesichter, echte Typen, Unikate und keine Leute mit dem Charakter einer Jauchegrube.

"Mehr Fighting als Love"

Für Unverständnis an diesem Abend sorgt die Rumba von Rúrik Gíslason. Er und seine Renata vertanzen eine toxische Liebesgeschichte. Llambi findet die Darbietung zu hart, die Bewegungen nicht weich genug. "Für einen Contemporary hätte ich zehn Punkte gegeben, aber das war mehr Fighting als Love." Die beiden kassieren die schlechteste Punktzahl, die sie je hatten, obschon die "Pirouetten A-Klasse waren". Das harte Urteil des Jury-Bosses spaltet die Gemüter der Zuschauer. Sechs Punkte sind für diese tolle Leistung, salopp gesagt, in der Tat sehr mager.

Mehr zum Thema

Wieder "sehr appetitlich" ist die "lebhafte" Darbietung von Valentina Pahde. Die Schauspielerin versprüht mit ihrem Jive pure Lebensfreude. Alles sieht so leicht aus, als würde sie gleich ihre Schmetterlingsflügel ausbreiten und davonfliegen. Doch was so elegant und dynamisch wirkt, ist, wir wissen es, harte Arbeit. Pahde gesteht, zwischendurch sogar am Boden gelegen zu haben. "Die mussten mir das Kleid aufmachen, ich habe keine Luft mehr gekriegt." Dreimal neun Punkte ist ein schöner Lohn für die Mühen.

Verabschieden müssen wir uns von "Schmidtchen Schleicher" aka Mickie Krause. Der Schwierigkeitsgrad seines vertanzten Charleston war, zugegeben, nicht sonderlich hoch, aber es war eine "tolle Spaßnummer" und eine unterhaltsame Show. Und damit: Bis nächste Woche!

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.