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Er brachte nichts hinunter WWM-Kandidat frühstückte mit Kylie Minogue

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"Ein Platz ist hier immer frei", verspricht Günther Jauch.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Frühstück mit Kylie Minogue, schmutzige Windeln auf dem Flur bei der Kelly Family - Hotelier Olaf Beck hat bei "Wer wird Millionär?" viel zu erzählen. Minogue war zauberhaft. Sie hielt den Kandidaten aber die ganze Zeit für jemand anderen.

Mit der Radikaldiät von Olaf Beck hatte Kylie Minogue nichts zu tun. Der Hotelier wog vor 20 Jahren noch rund 165 Kilogramm. Er hatte am Montagabend bei "Wer wird Millionär?" bei RTL (auch auf RTL+ abrufbar) ein Foto von damals mitgebracht. "Ich war acht Jahre schwerer Alkoholiker", berichtete der Kandidat. Seit elf Jahren ist der 55-Jährige trocken. "Was ist mit dem Jieper?", wollte Günther Jauch wissen. "Völlig weg", konnte der Hamburger berichten. Das gilt leider auch für seine Autogrammkarte von Kylie Minogue. "Ich habe sie verloren, bei meinen 40 Umzügen", klagte Beck. Er konnte es selbst noch immer nicht glauben. Denn der Moment mit der australischen Sängerin war offenbar ein Höhepunkt seines Berufslebens - ganz im Gegensatz zum Eindruck, den die Kelly Family hinterließ.

Jauch hatte den Kandidaten nach lustigen Geschichten aus dem Hotelleben gefragt. Beck, der sich bei einer Hotelkette um die Rekrutierung guter Mitarbeiter kümmert, dachte natürlich als Erstes an Minogue. Die hatte er bei der Ankunft im Tourbus begrüßt und war sofort von dem bodenständigen Popstar begeistert. "Sie plauderte mit mir, als ob ich ein guter Freund wäre", berichtete der Hotelier. Dann habe sie ihn gefragt, ob er nicht mit ihr frühstücken wolle. Beck nahm dankend an, brachte aber keinen Bissen herunter. "Herr Jauch, ich konnte nicht essen, weil ich so vor dieser zauberhaften Frau angespannt war", berichtete der Kandidat. "Aber die Ehe kam nicht zustande", vermutete der Moderator. "Sie sehen ja, dass ich heute hier sitze", entgegnete Beck.

Volle Windeln bei der Kelly Family

Als Minogue allerdings am Ende eine Autogrammkarte für ihren neuen Bekannten signierte, wurde dem klar: Die Sängerin hatte ihn für jemand anderen gehalten. Sie widmete den Gruß nämlich dem Sicherheitsbeauftragten des Hotels.

Einen ebenfalls bleibenden, aber weniger zauberhaften Eindruck hinterließ die Kelly Family bei Beck. Die Gruppe habe Mitte der 90er-Jahre vor der "Bravo Super Show" mit "gefühlt 100 Kindern" eine ganze Etage in seinem Hotel gebucht, erzählte Beck. Der fand beim Kontrollgang über den Flur auf dem Boden lauter zugeklebte Windeln. "Erkennbar gefüllt", stellte Jauch klar. Er vermutete, dass die Gäste den Geruch nicht im Zimmer haben wollten: "So wie man den Teller vor die Tür stellt, wenn man sich Room Service bestellt hat". Beck traute den Musikern so ein Verhalten nicht ganz zu. "Ich glaube eher, dass sie rausgefallen sind beim Transport. Es war keine Absicht zu erkennen", nahm er seine ehemaligen Gäste in Schutz.

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Thomas Sachsenmaier erspielte 16.000 Euro.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Zuschauer dürfen sich nächsten Montag auf weitere Geschichten aus dem Leben des Hoteliers freuen. Beck hatte gerade die 16.000-Euro-Runde überstanden, als der Schlussgong ertönte. Über diese Summe freute sich zu Beginn der Doppelfolge Überhangskandidat Thomas Sachsenmaier. Er passte bei der Frage, welche Marke in ihrem Logo den i-Punkt durch ein Herzchen ersetzt. "Mon Chéri ess ich nicht, Biovital brauch ich noch nicht, Parship hab ich noch nie benutzt", meinte der Radiomoderator zu den angebotenen Antworten. Er lag mit der Tendenz zu den Dixi-Toiletten richtig, ging aber lieber auf Nummer sicher. "Herr Jauch: Es war super toll. 16.000 Euro sind super viel Geld, alle anderen kommen auch noch dran und ich habe mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen", verabschiedete sich der sympathische Kandidat.

Bei Schöneberger kann Jauch was drehen

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Nachfolgerin Anne Kunde verstand sich ebenfalls blendend mit Jauch. Der ließ sich davon aber nur kurz von dem Durchmarsch der Zahnärztin aus Celle ablenken. "Jetzt hören Sie mal uff hier. 8000 Euro und alle Joker sind noch da", beschwerte sich der Moderator. Dass Kunde in der nächsten Runde die erste Hilfestellung benötigte, stimmte den Gastgeber womöglich milder. So sehr, dass er der Kandidatin helfen will, endlich mal seine "Denn sie wissen nicht, was passiert"-Kollegin Barbara Schöneberger kennenzulernen. Kunde hat bislang keine Karten für deren Talkshow beim Norddeutschen Rundfunk ergattern können. "Beim NDR gibt es Wartelisten? Bei uns gehen Sie hier am Studio vorbei und wenn Sie gerade nichts Besseres vorhaben: Ein Platz ist hier immer frei", feixte Jauch - und das im gerade wegen Corona mal wieder publikumsfreien Studio. "Aber wenn es ganz dringend ist: Bei Frau Schöneberger kann ich was drehen", versprach er unter verschwörerischem Augenzwinkern.

Kunde freute sich über 64.000 Euro, ebenso wie Julian Wöhner-Schneider aus Nürnberg. Der Experte für Computer und Monitore verärgerte Jauch nur ein bisschen, als er die 1000-Euro-Frage nach Ansicht des Moderators ein wenig zu souverän löste. Er wusste sofort, dass bei "Ein gefälschter Impfnachweis war 2021 bei Werder Bremen ... das Ende vom Anfang" der Ex-Trainer Markus Anfang gemeint war. "So eine schöne Frage. Da hätte man doch zweifeln können. Und das hauen Sie so weg", beschwerte sich Jauch. Der 31-Jährige will seiner Ehefrau von dem Gewinn ein E-Bike kaufen. Der Gesichtsausdruck der Dame im Publikum warf beim Moderator zwangsläufig die Frage auf: "Wollen Sie das überhaupt?" "Ich fahre ungern Fahrrad", bestätigte die Dame. Für den Kandidaten ist das WWM-Geschenk hingegen eine Investition in den Familienfrieden: "Sie fährt ungefähr mit Schrittgeschwindigkeit."

Quelle: ntv.de

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