TV

"Wer wird Millionär?" Zocker-Wahnsinn und Joker-Frust

Günther Jauch ist gespannt wie ein Flitzebogen - Quelle RTL Stefan Gregorowius.jpeg

Günther Jauch ist gespannt wie ein Flitzebogen.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Auf der Zielgeraden geben die letzten Ratefüchse so richtig Vollgas. Alle wollen noch rein ins spannende "Drei-Millionen-Euro"-Finale. Für zwei Kandidaten nimmt der Quiz-Abend aber eine enttäuschende Wendung.

Es herrscht dichtes Gedränge vor Deutschlands begehrtestem Ratestuhl. In der letzten Folge vor dem großen "Drei-Millionen-Euro-Woche"-Finale klopfen noch einmal viele Kandidaten an die "Wer wird Millionär?"-Pforten, in der Hoffnung, die vielleicht größte Finanzspritzen-Chance ihres Lebens beim Schopfe zu packen. Bevor aber die "Neuen" ins Rampenlicht drängen, darf Überbrückungskandidat Timo Zang noch einmal ran.

Verlockende 500.000 Euro lassen den Münchner alle Grenzen überschreiten. Es ist mucksmäuschenstill im Studio. "Im Jahr 1857 gründete sich in London der weltweit erste …?", flüstert Günther Jauch. Zur Auswahl stehen: Kleingartenverein, Karnevalsverein, Schützenverein und Bergsportverein. Die Joker sind alle weg. Timo Zang zögert nur kurz: "Mama, es tut mir leid, aber ich nehme den Bergsportverein", sagt der Kandidat.

Timo Zang krallt sich eine halbe Million

"Sind Sie denn wahnsinnig?", faucht Günther Jauch. Ja, der Wahnsinn steht Timo Zang grinsend zur Seite. Und das ist auch gut so. Denn die Antwort ist richtig. Und so zieht der Realschullehrer nach kurzer Betrachtung der Millionen-Frage ("Liest man das grimmsche Märchen vom Rotkäppchen bis zum Ende, dann stellt man fest: Es ist noch die Rede von …?") spät, aber noch rechtzeitig die Reißleine und freut sich über den Gewinn von 500.000 Euro.

500.000-Euro-Gewinner und Robben-Kumpel Timo Zang - Quelle RTL Stefan Gregorowius.jpeg

500.000-Euro-Gewinner und Robben-Kumpel Timo Zang.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Nach so viel Aufregung atmen alle Anwesenden erst einmal kräftig durch. Kurz darauf sitzt dann schon der nächste von insgesamt fünf noch aufs Finale hoffenden Kandidaten auf dem Ratestuhl. Drei davon (Michael Wählen, Ann-Kathrin Krause und Lara Groß) halten bis zur magischen 16.000-Euro-Hürde durch und sichern sich so ihre Chance auf den Gewinn des Drei-Millionen-Euro-Jackpots. Zwei Kandidaten hingegen werden kurz vor Schluss noch aus ihren Träumen gerissen, darunter auch Leon Maximilian Laloi aus Hamburg.

"Die größte Gaga-Bewerbung, die wir je hatten"

Der 29-jährige Kundenberater im Bestattungswesen ist zunächst noch bester Dinge. Mit seiner "größten Gaga-Bewerbung, die wir je hatten" (Leon verbreitete einst ein Video, in dem er in 16 Stunden 100.000-mal den Namen Günther Jauch sagte) sorgt der Kandidat zwischenzeitlich sogar für den lautesten Lacher der Woche. Nach einem kurzen Ritt auf dem Gipfel erwartet den gebürtigen Kieler aber der Sturz ins Tal der Tränen.

Das Finalticket eigentlich schon in der Tasche, setzt Leon zum Abschluss all sein Vertrauen in seinen "Telefonjoker für Fußballfragen". Günther Jauch will wissen: "Welcher heutige Spitzen-Club spielte Ende der 1990er-Jahre in der dritten Liga?" Der Mann am anderen Ende der Leitung tippt zunächst auf Manchester City, schwenkt dann aber um und sagt: "Nein, es ist Paris Saint-Germain! Ich bin mir sehr sicher!"

Das Ende aller Millionen-Träume

Wäre er doch nur bei seinem ersten Gedanken geblieben, denn Manchester City stieg im Jahr 1998 tatsächlich in die dritte Liga ab. So weicht innerhalb von Sekunden alle Farbe aus dem Gesicht von Leon Maximilian Laloi. Statt 32.000 Euro und der sicheren Finalteilnahme muss sich der Kandidat mit 500 Euro und dem Ende seiner Millionen-Träume anfreunden.

Auch für Dany Philipp Schmidt endet die Reise in den Quiz-Olymp mit der ernüchternden Erkenntnis, dass nicht immer und überall jeder Joker sticht. Auch hier hat der Kandidat bereits 16.000 Euro "sicher", ehe sich der Telefonjoker einklinkt und das eben noch gut gelaunte Studio-Publikum in eine "Trauergemeinde" verwandelt.

Aus die Maus

Nach Meinung des fernen "Helfers" erklingt seit 2021 im Vorspann der Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" die Stimme von Annette Frier. Das passt natürlich überhaupt nicht zusammen. Das markante Organ der kölschen Comedy-Expertin erklingt im Vorspann der "Sendung mit der Maus". So und nicht anders wäre es für Dany Philipp Schmidt hier und heute noch eine Runde weiter gegangen. Aber es sollte nicht sein. Die Antwort ist falsch und der Final-Drops gelutscht. Wir senken kurz das Haupt und trösten die Verlierer des Abends. Wir beglückwünschen aber auch die, die es ins große Finale geschafft haben. "Das wird ein spannender letzter Abend!", freut sich Günther Jauch. Wir freuen uns mit.

Um die drei Millionen Euro wird in vier Folgen bis einschließlich 6. Januar 2022 jeweils um 20.15 Uhr bei RTL gespielt.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen