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"Die Stunde Null" Umrüsten der Produktion: Hilfe oder PR-Gag?

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Eterna-CEO Henning Gerbaulet

Viele Unternehmen stellen ihre Produktion um, weil sie im Kampf gegen das Coronavirus helfen wollen. Was davon ist echte Unterstützung, was der Versuch, neue Umsätze zu erschließen - und was möglicherweise Imagepflege? Ein Hemdenhersteller, der umgerüstet hat, stellt sich den Fragen.

Die Coronakrise hat zwei Gesichter: Sie bringt massive Umsatzeinbrüche mit sich, weckt aber auch erstaunlich viel Kreativität und Engagement. Letzteres gilt insbesondere, aber nicht ausschließlich für Unternehmen, deren Produkte derzeit aus medizinischen Gründen gefragt sind - wie Biotechfirmen oder Hersteller von Kompressoren. Andere Firmen versuchen ebenfalls - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - dort zu helfen, wo Ware knapp ist.

Ein Dauerbrenner sind seit Monaten Schutzmasken - jeglicher Art. In den Krankenhäusern werden professionelle Masken gebraucht. Für den Schutz der Mitmenschen im Supermarkt oder auf der Straße aber reicht nach Ansicht der meisten Virologen auch schon eine einfache Stoffmaske, die sich über Mund und Nase ziehen lässt. Bei beidem können viele Unternehmen aushelfen.

Wie, hat der Hemdenhersteller Eterna aus dem niederbayerischen Passau vorgemacht. Bekannt ist Eterna eigentlich für seine Businesshemden, die derzeit eher schleppend nachgefragt werden. Doch in der Krise hat sich der Hersteller entschieden, auch in die Produktion von Schutzmasken einzusteigen - zunächst vor allem in seinem Werk in der Slowakei.

In der neuen Folge von "Die Stunde Null - Deutschlands Weg aus der Krise" spricht Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar mit Henning Gerbaulet. Er ist seit 2013 geschäftsführender Gesellschafter der Eterna GmbH und blickt schon auf einige Stationen in der Modebranche zurück.

Quelle: ntv.de