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Wieder was gelernt Warum Pandemien wahrscheinlicher werden

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Während wir noch mit der Schadensbegrenzung zu tun haben, warnen Experten: So etwas kann sich wiederholen. Warum werden Pandemien in Zukunft sogar wahrscheinlicher?

Darum geht es in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Ebola, Sars, Mers und das neuartige Coronavirus haben eines gemeinsam: Sie sind sogenannte Zoonosen. Das sind Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Rund zwei Drittel aller Infektionskrankheiten entstehen so. Und im Fall von Ebola oder eben dem neuen Coronavirus kosten sie viele Tausende Menschen das Leben.

Der Ursprung des Coronavirus wird auf einem Wildtiermarkt in Wuhan vermutet. Dass Wildtiere und Menschen wie dort zusammentreffen, ist einer der häufigsten Gründe für die Entstehung von Zoonosen. Der Handel mit exotischen und wilden Tieren ist aber nicht der einzige Grund, sagt Simone Sommer, Leiterin des Instituts für Evolutionsökologie und Naturschutzgenomik an der Universität Ulm. Auch unser Umgang mit der Natur erhöht die Pandemiegefahr.

"Dazu gehören Veränderung der Landnutzung und Umweltzerstörung, zum Beispiel für den Anbau von Monokulturen wie Soja, für Palmölplantagen. Aber auch für Staudammprojekte, für Bergbau und Straßenbau werden die verbleibenden Flächen von Regenwäldern massiv abgeholzt oder zerstört. Und dadurch kommen der Mensch und seine Nutztiere in immer engeren Kontakt zu Wildtieren. Und wir haben keine gemeinsame Koevolution. Dadurch kommen wir in Kontakt mit Erregern, für die wir nicht die geeigneten Abwehrmechanismen entwickelt haben."

Welche Faktoren noch dazu beitragen, dass Pandemien wahrscheinlicher werden und wie wir der Gefahr am besten begegnen können, erfahren Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Was macht die Corona-Krise mit der Psyche? Wie bleibt die ISS virenfrei? Und warum bleiben Deutschlands Brauereien auf ihrem Bier sitzen? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, jwa