Technik

Zügig gearbeitet Astronauten wieder an Bord

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter ist am Donnerstag nach einem sechsstündigen Außeneinsatz sicher in die Internationale Raumstation ISS zurückgekehrt. Bei dem Aufenthalt im Weltraum ersetzte Reiter zusammen mit seinem US-Kollegen Jeff Williams defekte Vorrichtungen am geplanten Kühlsystem der ISS.

Außerdem wollten die Astronauten ein Gerät installieren, das zur Kontrolle der Energieversorgung dient. Damit soll die Gefahr von Funkenschlägen beim weiteren Ausbau der ISS verkleinert werden. Zudem sollten Reiter und Williams mehrere Messinstrumente an der Station anbringen. Bei dem Außeneinsatz trug Reiter einen weißen, Williams einen rot gestreiften Astronautenanzug. Der Einsatz wurde vom Nasa-Kontrollzentrum in Houston aus geleitet.

Der Ausbau der ISS war durch den Absturz des Shuttles "Columbia" 2003 ins Stocken geraten. Erst nach der geglückten Landung der Raumfähre "Discovery" im vergangenen Monat und zahlreichen technischen Verbesserungen wurde das Shuttle-Programm der Nasa wieder für den Aufbau-Einsatz an der 100 Milliarden Dollar (rund 78 Milliarden Euro) teuren ISS freigegeben.

Nur die US-Raumfähren sind derzeit in der Lage, große Bauteile ins All zu befördern. Für die kommenden Monate sind zwei Shuttle-Flüge geplant. Die Fähre "Atlantis" soll zwischen Ende August und Anfang September Solarenergie-Bausteine auf die ISS bringen. Im Dezember soll die "Discovery" weitere Ausrüstung liefern. Dann soll auch das Kühlsystem der Station in Betrieb gehen. Die Nasa will Flüge mit der Raumflotte 2010 einstellen.

Der Deutsche Thomas Reiter ist auf der ISS für Gesundheit und Sicherheit, die Navigation sowie Außeneinsätze verantwortlich. Darüber hinaus soll er eine Reihe von Experimenten ausführen. Vor allem aber dient Reiters Einsatz der Vorbereitung auf das Raumlabor "Columbus", das Ende 2007 als Europas wichtigster wissenschaftlicher Beitrag zur ISS starten soll. Ein weiterer deutscher Astronaut soll im Herbst 2007 zur ISS fliegen.

Quelle: ntv.de

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