Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:14 Biden rechnet mit steigenden Infektionszahlen +++

US-Präsident Joe Biden warnt vor einer "Pandemie der Ungeimpften" in den USA. Laut Experten würden die Infektionszahlen weiter nach oben gehen, bevor sich eine Besserung einstellen könne, warnte Biden im Weißen Haus. Er forderte daher aller Amerikaner mit Nachdruck auf, sich möglichst rasch gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die Delta-Variante sei "hoch ansteckend" und führe zu vielen Ansteckungen unter den Ungeimpften.

+++ 22:27 Mit NRW reißt das sechste Bundesland die Sieben-Tage-Inzidenz von 20 +++
Mit Nordrhein-Westfalen liegt nun auch in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland die 7-Tage-Inzidenz über 20. Im Vergleich zum Vortag hat sie damit einen deutlichen Sprung gemacht: Am Mittwoch war sie noch bei 18,5 - heute kletterte sie auf 20,4. NRW liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt mit einer Inzidenz von 16. Die Stadt Solingen meldet besonders viele Infizierte - die Inzidenz liegt dort derzeit bei 50,2. Neben NRW verzeichnen auch Bremen, Schleswig-Holstein, das Saarland, Berlin und Hamburg eine Inzidenz über 20.

+++ 22:00 US-Regierung: Neugeimpfte sollen 100 Dollar erhalten +++
Jeder neu geimpfte US-Bürger soll nach dem Willen von Präsident Joe Biden 100 Dollar erhalten. Die Bundesstaaten und Kommunen sollten den Betrag zahlen, um das Impfprogramm voranzutreiben, erklärt das Finanzministerium in Washington unter Berufung auf Biden. Das Geld könne dabei aus den Covid-Hilfsgeldern des Bundes in Höhe von 350 Milliarden Dollar genommen werden.

+++ 21:41 Einige Verdachtsfälle: Manchester United sagt Testspiel ab +++
Der englische Fußball-Rekordmeister Manchester United hat als Vorsichtsmaßnahme das Testspiel gegen Preston North End an diesem Samstag abgesagt. Wie der Premier-League-Club mitteilte, seien bei Routinetests der ersten Mannschaft eine "kleine Anzahl positiver Corona-Verdachtsfälle" identifiziert worden. Die betroffenen Personen wurden isoliert, bis weitere Tests anstehen, hieß es in der Vereinsmitteilung. Zum jetzigen Zeitpunkt erwarte Manchester keine weiteren "Störungen bei unseren bevorstehenden Spielen, aber wir werden diesbezüglich weiterhin die Protokolle der Premier League befolgen", hieß es.

+++ 21:20 Rheinland-Pfalz startet Impfungen auf Supermarkt-Parkplätzen +++
Um die Anzahl der Corona-Impfungen in Rheinland-Pfalz weiter zu steigern, bietet das Land ab kommender Woche auch Impfungen auf Supermarkt-Parkplätzen an. Von Montag seien sechs Impfbusse mit Impfteams landesweit im Einsatz, teilte das Gesundheitsministerium mit. An insgesamt mehr als 200 wechselnden Standorten können Interessierte sich auch spontan und ohne Voranmeldung gegen eine Sars-Cov-2-Infektion impfen lassen. Impfwillige können in den Bussen frei zwischen den Impfstoffen der Hersteller "Johnson & Johnson" und Biontech/Pfizer wählen. Die genauen Standorte und -zeiten der sechs Impfbusse veröffentlicht das Ministerium auf dem Informationsportal des Landes zur Pandemie unter www.corona.rlp.de/de/impfbus.

+++ 21:00 Israel bietet über 60-Jährigen ab Sonntag dritte Impfung an +++
Angesichts einer Zunahme der Corona-Fälle seit einigen Wochen ruft Israel alle Einwohner über 60 Jahren dazu auf, sich ein drittes Mal gegen das Virus impfen zu lassen. Dies verkündete Regierungschef Naftali Bennett am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. Die Aufforderung richte sich an alle Menschen in der betroffenen Altersgruppe, bei denen die zweite Impfung mehr als fünf Monate her sei. Das Gesundheitsministerium in Israel hatte die Krankenkassen zuvor dazu angewiesen, über 60-Jährigen eine dritte Impfung anzubieten. Der Hintergrund dafür sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, heißt es.

+++ 20:31 RKI: Vor allem 10 bis 34-Jährige von steigenden Infektionszahlen betroffen +++
Von dem derzeitigen Anstieg der Infektionszahlen sind vor allem die Altersgruppen der 10 bis 34-Jährigen betroffen. Darauf weist das RKI in seinem Wochenbericht hin. "Der Altersmedian aller Fälle pro Woche hat seit Jahresbeginn kontinuierlich abgenommen." Derzeit liege das Durchschnittsalter für eine Infektion bis 27 Jahren, heißt es in dem Bericht. Zu Beginn des Jahres lag er noch bei 49 Jahren. Auch das Durchschnittsalter der Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden, ist deutlich gesunken. Anfang des Jahres lag dieser noch bei 77, nun liegt er bei 47 Jahren.

+++ 20:15 Portugal will Beschränkungen in drei Schritten aufheben +++
Portugal will angesichts sinkender Corona-Zahlen seine Beschränkungen in drei Schritten lockern. Ab Sonntag werde die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, sagt Ministerpräsident Antonio Costa. Auch Einschränkungen bei den Öffnungszeiten für Restaurants und Geschäfte würden fallen. Ab September werde die Verpflichtung zum Tragen von Masken in der Öffentlichkeit aufgehoben, ab Oktober dürften Bars und Nachtclubs für Besucher mit Negativtest wieder öffnen. Die Zahl der Corona-Toten und Klinik-Einweisungen war in Portugal zuletzt so langsam gestiegen wie seit Februar nicht mehr.

+++ 19:53 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2887 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.765.136 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2887 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 23 auf 91.609. Als aktuell infiziert gelten rund 23.417 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,13 angegeben (Vortag: 1,07). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 347 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 187 davon werden beatmet. Rund 4335 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Delta-Variante wurde in 91,4 Prozent der überprüften Corona-Proben entdeckt. Vergangene Woche waren es in der korrigierten Version des RKI noch 85,7 Prozent. Alpha macht nur noch einen Anteil von 6 Prozent der überprüften Infektionen aus. Vor fünf Wochen hatte die Variante noch einen Anteil von 73,3 Prozent.

+++ 19:34 Krankenhausbetten in Bangkok werden knapp +++
Wegen drastisch steigender Corona-Fallzahlen werden in der thailändischen Hauptstadt Bangkok die Krankenhausbetten und die Quarantäne-Einrichtungen knapp. "Ich bin ganz offen, wir haben nicht genug Betten in den Krankenhäusern", sagt Somsak Akkasilp, Generaldirektor der staatlichen Gesundheitsdienste. Die Krankenhäuser in Bangkok hätten Kapazitäten für 1000 neue Patienten pro Tag, sagte Somsak. Derzeit seien die Zahlen aber deutlich höher. Allein am Donnerstag wurden 4000 Neuaufnahmen von Corona-Patienten in Bangkoks Krankenhäusern gezählt. Die Behörden gehen angesichts der Entwicklung dazu über, leichter Erkrankten eine Isolation zu Hause zu empfehlen. Allerdings gebe es dabei Probleme mit der medizinischen Versorgung, räumt Somsak ein. "Wir wissen noch nicht, ob die Pandemie schon ihren Höhepunkt erreicht hat. Wir müssen die Kurve abflachen", sagt er.

+++ 19:08 RKI: Zahl der infizierten Türkei-Reisenden innerhalb einer Woche verdoppelt +++
Reisen befeuert die Ausbreitung des Coronavirus zunehmend. Das zeigen neue Daten des Robert-Koch-Instituts. Somit steigt der Anteil der Infizierten in Deutschland, die sich wahrscheinlich im Ausland angesteckt haben, auf 12 Prozent. Letzte Woche waren es noch 10 Prozent. 1247 und damit die meisten infizierten Reisenden kamen in den letzten drei Wochen laut RKI-Bericht aus Spanien, dicht gefolgt von der Türkei. Innerhalb einer Woche hat sich die Zahl der Infizierten, die aus der Türkei nach Deutschland reisen oder wieder einreisen verdoppelt und liegt derzeit bei 249. 203 Infizierte kamen innerhalb der letzten drei Wochen aus den Niederlanden, 197 aus Kroatien.

+++ 18:47 Apotheken: Impfzertifikate schrittweise wieder erhältlich +++
Erste Apotheken in Deutschland stellen nach einer Unterbrechung wieder digitale Corona-Impfzertifikate aus. Schrittweise werde begonnen, den Service für Geimpfte wieder anzubieten, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) mitteilt. Wer das Zertifikat haben möchte, solle sich jedoch vorab auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de informieren, welche Apotheke man zu dem Zweck aufsuchen kann. Wie viele Apotheken bereits wieder Zertifikate ausstellen, war zunächst nicht bekannt. Man rechne damit, dass in den nächsten Tagen die Allermeisten wieder an das notwendige System angeschlossen seien, sagte ein Abda-Sprecher. Dies hänge von den jeweiligen IT-Dienstleistern ab. Nach Hinweisen auf Sicherheitslücken bekräftigt die Abda zudem: "Alle erteilten Zugänge wurden überprüft und verifiziert; dabei wurde die Rechtmäßigkeit aller anderen Zugänge bestätigt." Auch technische Schritte für mehr Sicherheit seien umgesetzt worden.

+++ 18:21 Impf-Polarisierung in den USA: Einige Amerikaner lassen sich heimlich impfen +++
Die zunehmende Polarisierung und Desinformationen über die Corona-Impfung veranlasst einige US-Amerikaner dazu, sich heimlich impfen zu lassen. Dr. Priscilla Frase, Ärztin am Ozarks Healthcare in Missouri, berichtet im "Guardian", dass einige Impfbereite bitten, niemanden wissen zu lassen, dass sie den Pieks bekommen haben. Andere versuchten, "ihr Aussehen verschleiern", wenn sie zum Termin kommen. Meist ginge es darum, Konflikte mit impfskeptischen Familienangehörigen, Freunden und Kollegen zu vermeiden, erklärte die Ärztin. Frase sagte gegenüber CNN, dass das Krankenhaus bemüht ist, Menschen, die um Geheimhaltung bei der Impfung bitten, entgegenzukommen. "Es ist keine große Zahl, aber jede einzelne Person, die wir erreichen können, die sich impfen lassen möchte und der wir dies ermöglichen können, ist ein Gewinn. Und wir nehmen jeden Gewinn, den wir bekommen können." Die zögerliche Haltung gegenüber der Impfung in den USA wurde durch Desinformation in den sozialen Medien und durch rechtsgerichtete Medienpersönlichkeiten geschürt, die wiederholt die Wirksamkeit und die Sicherheit des Impfstoffs in Frage gestellt haben.

+++ 18:00 Berliner Polizei verbietet zwölf Demos mit Corona-Bezug +++
Die Berliner Polizei hat zwölf für Samstag und Sonntag geplante Demonstrationen verboten. Dazu zählt eine "Querdenken"-Kundgebung auf der Straße des 17. Juni, für die die Organisatoren von der Initiative "Querdenken 711" für Sonntagnachmittag 22.500 Teilnehmer angemeldet hatten. Eine weitere "Querdenken"-Veranstaltung unter dem Motto "Die Wiedererlangung unserer Grundrechte" hat die Versammlungsbehörde der Polizei ebenfalls verboten. Die Verbotsbescheide seien in diesen beiden Fällen bereits am Mittwochnachmittag zugestellt worden, so die Polizei. Die Verbote betreffen der Polizei zufolge Versammlungen, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig gesetzliche Regelungen, etwa zum Infektionsschutz nicht akzeptierten und in einer Vielzahl von Versammlungen wiederholt unter Beweis gestellt hätten, dass Infektionsschutzregeln nahezu ausnahmslos nicht eingehalten würden.

+++ 17:45 Bundesweit erstes Impfen am Strand in Vorpommern-Greifswald +++
Impfwillige sollen sich im Landkreis Vorpommern-Greifswald Anfang kommender Woche auch am Strand ihren Piks abholen können. In einem Zelt neben der Seebrücke von Lubmin sollen sich etwa Spaziergänger oder Badegäste impfen lassen können, wie der Landkreis mitteilt. Die Aktion soll am Montag und Dienstag jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr stattfinden. Geimpft werde wahlweise mit dem Serum von Biontech/Pfizer oder Johnson & Johnson. Interessierte sollten Personalausweis und Impfpass mitbringen. Laut Landkreis handelt es sich um die deutschlandweit ersten Strand-Impfer.

+++ 17:25 Britische Kontaktrückverfolgung führt zu massivem Personalausfall - Produktion leidet +++
Personalausfälle in der britischen Automobilindustrie haben zu sinkenden Produktionszahlen geführt. Zahlreiche Arbeiter müssten sich aufgrund der staatlichen Corona-Regelungen zur Kontaktrückverfolgung zuhause isolieren, wie der Herstellerverband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) mitteilt. In einigen Firmen seien bis zu 30 Prozent der Arbeiter zuhause, da sie eine Benachrichtigung ihrer Corona-App erhielten. Der britische National Health Service (NHS) erklärt, die App habe in der Woche vom 21. Juli einen Rekord an nachverfolgten Kontakten ermittelt. Im ganzen Land klagen Unternehmen über Personalengpässe und Geschäftsbeeinträchtigungen, obwohl die meisten rechtlichen Beschränkungen am 19. Juli aufgehoben wurden. Der SMMT erklärte, im vergangenen Monat seien nur 69.079 Autos produziert wurden, so wenig wie zuletzt 1953.

+++ 17:03 NRW setzt härtere Regeln bei Inzidenz über 50 aus - SPD fürchtet fatale Folgen +++
Nordrhein-Westfalen legt eine Regelung der Coronaschutzverordnung auf Eis, die härtere Auflagen in Kommunen vorsieht, in denen die Corona-Inzidenz dauerhaft über 50 liegt. Die sogenannte Inzidenzstufe 3 werde bis zum 19. August ausgesetzt, teilt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit. Die Stufe 3 sieht unter anderem vor, dass Gäste in der Außengastronomie wieder negative Corona-Tests haben müssen. Statt der Stufe 3 gelten in den betroffenen Gebieten die Regeln der Stufe 2 - dann kann etwa die Außengastronomie ohne Test besucht werden. Die SPD kritisiert das Aussetzen durch die Landesregierung als fatal und unverantwortlich. "Mit dem Aussetzen der Inzidenzstufe 3 schiebt die Landesregierung erneut die Verantwortung auf die Kreise und kreisfreien Städte ab", erklärte der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Kutschaty. Zudem habe man in der Vergangenheit zu oft lernen müssen, "welch fatale Auswirkungen solch kurzsichtige Entscheidungen nach sich ziehen".

+++ 16:40 Über 200 Fälle in Österreich nach Festival in Kroatien +++
In Österreich sind 215 Corona-Infektionen unter Reiserückkehrern nach einem Festival in Kroatien registriert worden. Die Veranstaltung "Austria goes Zrce" fand vorige Woche auf der Insel Pag statt. Knapp 8000 Menschen im Alter zwischen 19 und 27 Jahren waren zu der mehrtägigen Strandparty gereist, wie der Veranstalter Martin Reitstätter sagte. Österreichische Gesundheitsbehörden haben Besucher nun aufgefordert, sich testen zu lassen. Laut Reitstätter wurden alle Partygäste vor dem Betreten des Geländes zwei Mal überprüft, ob sie geimpft, getestet oder von Corona-19 genesen waren. "Wir haben uns an die Vorgaben der österreichischen und kroatischen Regierungen gehalten", sagte er. Der Veranstalter wies Vorwürfe einer Besucherin zurück, die im Gespräch mit der Zeitung "Der Standard" über teils laxe Kontrollen berichtete. "Was uns am allermeisten schreckt: Dass es so viele Geimpfte unter den positiv Getesteten gibt", sagte Reitstätter.

+++ 16:14 FDP hält allgemeine Testpflicht für Reiserückkehrer für "unverhältnismäßig" +++
Die allgemeine Testpflicht für Reiserückkehrer ist auf der Zielgeraden: Die beteiligten Bundesministerien berieten bereits über die geplante Neuregelung, die bereits am Sonntag in Kraft treten soll. Ein Verordnungsentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht eine generelle Testpflicht für alle Rückkehrer vor - unabhängig davon, welches Verkehrsmittel sie benutzen. Die FDP hält die Maßnahme für verfehlt. Eine generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland sei "unverhältnismäßig", erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Christine Aschenberg-Dugnus. "Es macht einen gravierenden Unterschied, ob man aus einem Hochinzidenzgebiet einreist oder aus einem Land mit einer niedrigen Inzidenz." Außerdem lasse sich eine generelle Testpflicht kaum kontrollieren. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sowie Sachsens Ministerpräsident halten die generelle Testplicht hingegen für richtig und sinnvoll.

+++ 15:46 Leopoldina-Forscher rät Aiwanger: "Klappe halten, impfen lassen" +++
Der Verhaltensökonom Armin Falk fordert eine Impfpflicht in Deutschland. Der Wissenschaftler rät zu der Verpflichtung, da die Nebenwirkungen des Impfens überschaubar seien und der Nutzen für die Gesellschaft riesig sei, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Zudem regte er an, dass der Impfstatus künftig in die Abwägung bei Triage-Entscheidungen auf Intensivstationen einfließen könne. „Sich nicht impfen zu lassen, hat nichts mit Rationalität zu tun, sondern einfach nur mit Eigennutz. Die Allgemeinheit muss hier zahlen für die Trägheit und die Dummheit der Impfgegner“, sagte Falk, der auch Mitglied der Wissenschaftlervereinigung Leopoldina ist, der Zeitung. Dem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der sich nicht impfen lässt und das mit den in seinen Augen noch zu unsicheren Impfstoffen begründet, gibt Falk einen klaren Ratschlag: „Klappe halten, impfen lassen.“

+++ 15:20 Virologe Stürmer: "Es ist viel zu früh für so einen Anstieg" +++
Die Infektionszahlen in Deutschland steigen wieder - den Virologen Martin Stürmer überrascht diese Entwicklung. "Ich hatte eigentlich erwartet, dass wir in den Sommermonaten auf einem niedrigen Niveau bleiben", sagt der Experte. Es sei zwar noch kein exponentielles Wachstum, "aber wir sehen den Trend und müssten eigentlich vorsichtig gegensteuern." Die Debatte um die Kritik an der STIKO, die noch keine allgemeine Impfempfehlung für Jugendliche ausgesprochen hat, hält er für wenig sinnvoll. "Vielmehr sollten wir die Energie darein stecken, möglichst viele Erwachsene davon zu überzeugen, dass die Impfung richtig und wichtig ist." Das sei vor allem mit niedrigschwelligen Impfangeboten zu erreichen, so Stürmer. Politischer Druck habe in der Arbeit der STIKO nichts zu suchen. Vielmehr appelliert der Virologe an die Kultusminister, die Schulen mit besserer Technik und einer überzeugenden Teststrategie auszustatten.

+++ 14:57 Netflix führt Impfpflicht am Set ein +++
Der Streamingdienst Netflix macht die Impfung gegen Covid-19 für seine Mitarbeiter am Set verpflichtend, wie US-Medien berichten. Gegenüber dem Mediennetzwerk "The Verge" bestätigte das Unternehmen sein Vorhaben. Zuvor trafen Hollywood-Gewerkschaften mit den Studios die Vereinbarung, Impfungen in der sogenannten "Zone A" verpflichtend machen zu können. Das betrifft alle Schauspieler sowie Personen, die eng mit ihnen am Set zusammenarbeiten. Die Impfpflicht bei Netflix gilt nach Informationen der Plattform "Deadline" zunächst nur für Produktionen in den USA.

+++ 14:31 Lehrerverbandspräsident: "Werden ganze Schulen in Quarantäne schicken müssen" +++
In den ersten Bundesländern neigen sich die Sommerferien bereits dem Ende. Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, hält die Schulen dafür nur teilweise vorbereitet. Bei wieder steigenden Infektionen sei es klar, dass man erneut Klasse, Stufen oder auch ganze Schulen in Quarantäne schicken müsse, sagt Meidinger. Ausgestattet seien dafür allerdings bei weitem nicht alle Schulen. "Immer noch 50 Prozent aller Schulen haben kein schnelles Internet", mahnt der Lehrerverbandspräsident. Es brauche deutlich mehr Tempo bei der Digitalisierung an Schulen. Auch der Präsenzunterricht sei noch nicht überall vorbereitet - nur ein kleiner Teil der Schulen sei mit Luftfiltern ausgestattet.

+++ 14:01 Militär soll Lockdown in Sydney kontrollieren +++
Die Polizei in Sydney hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen die Unterstützung des Militärs angefordert. 300 Soldaten sollen bei der Überwachung des Lockdowns in der australischen Millionenmetropole helfen, wie der Polizeichef des Bundesstaats New South Wales, Mick Fuller, mitteilte. Der Lockdown gilt seit fünf Wochen. Die Restriktionen haben die Ausbreitung des Coronavirus bislang nicht bremsen können. Mit 239 Ansteckungsfällen wurde in Sydney zuletzt ein neuer Tageshöchstwert verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen während der aktuellen Corona-Welle in Sydney, die im Juni begonnen hatte, stieg demnach auf 2810.

+++ 13:34 Mehrheit befürwortet Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche +++
Einer Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen stehen laut einer YouGov-Umfrage inzwischen mehr Menschen offen gegenüber. Nach der repräsentativen Befragung hat der Anteil der Skeptiker abgenommen: 37 Prozent gaben an, eine Impfung dieser Gruppen skeptisch zu sehen - nach 44 Prozent Ende Mai. 46 Prozent erklärten, sie seien nicht skeptisch - Ende Mai waren es 43 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstituts YouGov am Donnerstag mitteilte. Demnach stehen vor allem AfD-Wähler der Impfung von Kindern und Jugendlichen skeptisch gegenüber.

+++ 13:09 Seehofer gegen kostenpflichtige Coronatests für Ungeimpfte +++
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist dagegen, Coronatests für Nicht-Geimpfte bald kostenpflichtig zu machen. "Solange die Pandemie anhält, würde ich nichts an der Kostenfreiheit ändern. Ich möchte, dass denen, die weder geimpft noch genesen sind, die Chance des Tests bleibt", sagte er der "Mittelbayerischen Zeitung". "Was glauben Sie, wie viele Leute den Test nicht mehr machen oder machen können, wenn er nicht kostenfrei ist? Damit könnte ein verstecktes Infektionsgeschehen stattfinden", warnte er.

+++ 12:47 Zahl der Corona-Neuinfektionen in Japan steigt dramatisch an +++
Ein drastischer Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Japan überschattet die Olympischen Spiele. Heute stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Tokio am dritten Tag in Serie auf einen Höchststand von 3865 Fällen. Auch landesweit verzeichnete Japan einen neuen Höchststand von erstmals mehr als 10.000 Fällen. Der wichtigste Coronavirus-Berater der Regierung, der Mediziner Shigeru Omi, warnte vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. "Wenn das Krisenbewusstsein nicht geteilt wird, wird der Druck auf das Gesundheitssystem früher oder später noch gravierender", warnte Omi bei einer Ausschusssitzung im Parlament. Viele Bürger hätten sich inzwischen an die Corona-Lage gewöhnt, was zum Anstieg der Infektionen beitrage.

+++ 12:21 Lauterbach: Impfpflicht ist "epidemiologisch nicht sinnvoll" +++
Das Impftempo schleppt, die Infektionszahlen steigen: Auf dem Weg in den Herbst und die vierte Welle stehen wieder verschärfte Maßnahmen im Raum. Von Impf-Verpflichtungen hält SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach dennoch nichts. Die Pflicht hingegen, Tests selbst zu zahlen, dürfte schon bald kommen.

+++ 11:53 Flensburg fordert Bar-Besucher zur Quarantäne auf +++
In einer Bar in Flensburg sind mehrere Corona-Fälle aufgetreten. Die Stadt hat deshalb alle Besucher eines bestimmten Abends zu häuslicher Quarantäne aufgefordert. Zunächst sei das Gesundheitsamt davon ausgegangen, dass von einem ersten bekanntgewordenen Corona-Fall nur die direkten Kontaktpersonen betroffen sind, hieß es. Nun hätten sich aber zwei zweitere Gäste, ohne direkten Kontakt zum ersten Fall, gemeldet. In einem der beiden Fälle war der PCR-Test demzufolge positiv, das Ergebnis des zweiten stehe noch aus. Damit seien alle Bar-Besucher zur Quarantäne daheim verpflichtet. Zudem sollten sie sich beim Gesundheitsamt melden.

+++ 11:31 Impfquote steigt wieder leicht an +++
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind 50,9 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 9.45 Uhr). Das entspricht 42,36 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge inzwischen 61,3 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 51,01 Millionen Menschen bekommen. Im Schnitt werden fünf Menschen pro Sekunde geimpft. Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 59,2 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiterhin an der Spitze, das Schlusslicht bildet Sachsen mit 46,5 Prozent. Die meisten Impfdosen wurden bislang mit 20,50 Millionen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verabreicht.

+++ 11:07 Grüner Pass soll steigende Neuinfektionen in Israel bremsen +++
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Israel wieder der sogenannte Grüne Pass. Bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen müssen Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Der Grüne Pass, der Erleichterungen für Geimpfte und Genesene brachte, war in Israel im Februar eingeführt worden. Nach einem deutlichen Rückgang der Infektionszahlen waren die meisten Beschränkungen jedoch wieder aufgehoben worden.

+++ 10:36 Virologe empfiehlt "Pooltestung" für Reiserückkehrer +++
Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat dafür plädiert, Reiserückkehrer im Falle einer Testpflicht nach ihrem Urlaub mit einer sogenannten Pooltestung auf das Coronavirus zu kontrollieren. Dabei werden mehrere Abstriche zusammengefasst und geprüft. "Wir kennen die ganzen Nachteile auch der Schnelltests, und sie kosten ja auch nicht unerheblich. Insofern wäre hier sicherlich eine Pooltestung mittels PCR-Verfahren durchaus überlegenswert", sagte er dem Radiosender "Bayern 2". Das Testen aller sei in jedem Fall besser, "als ein sehr kompliziertes Regelwerk, das vielleicht dann wenig Effekt hat".

+++ 10:12 Impfstoff bringt Astrazeneca 900 Millionen, Gewinn geht dennoch zurück +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca profitiert von einer weiter steigenden Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff. Aber auch wichtige Krebsarzneien verkaufen sich gut. In den Monaten April bis Juni zog der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,9 Mrd. Euro) an, wie Astrazeneca mitteilte. Allein mit der Impfung setzte der Konzern knapp 900 Millionen Dollar um - mehr als dreimal so viel wie im ersten Quartal. Ohne das Vakzin betrug das Umsatzplus 17 Prozent. Steigende Ausgaben und die freiwillige Selbstverpflichtung des Konzerns, mit dem Corona-Impfstoff keinen Gewinn zu machen, drückten allerdings auf die Profitabilität. Unter dem Strich ging der Gewinn von 756 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 550 Millionen Dollar zurück.

+++ 09:51 Berliner Clan soll an Schnelltest-Abrechnungsbetrug beteiligt sein +++
Seit gestern geht die Polizei in Berlin mit einer Großrazzia gegen einen mutmaßlichen Abrechnungsbetrug mit Corona-Schnelltests vor. Insgesamt werden dafür rund 150 Teststellen in der Hauptstadt kontrolliert. Nach Informationen vom "Tagesspiegel" beobachten Beamte auch ein bekanntes Mitglied des Remmo-Clans. Der Mann hatte vor einigen Monaten eine Teststelle in Tempelhof eröffnet. Ausgangspunkt der Ermittlungen seien frühere Durchsuchungen in Neukölln gewesen, so Martin Steltner von der Berliner Staatsanwaltschaft laut "Tagesspiegel". Dort habe es Verdachtsmomente gegeben, dass in die Abrechnungen kriminelle Clanstrukturen involviert gewesen seien.

+++ 09:25 Müller: Bei Reiserückkehrer-Testpflicht keine Zeit zu verlieren +++
Eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer sollte aus Sicht des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) so schnell wie möglich kommen. "Wir haben da keine Zeit zu verlieren", sagte Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Bundesländer ist, im ZDF-"Morgenmagazin". Er wies auf steigende Infektionszahlen etwa in England und Spanien hin. "Ich fände es richtig, wenn es zum 1. August kommen würde. Wenn es dann der 2. oder 3. ist - gut. Ich hoffe, so schnell wie möglich." Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) forderte im Deutschlandfunk mehr Tempo bei der Umsetzung der Pläne.

+++ 09:01 Eintracht-Boss legt im Streit um Inzidenz als Richtwert nach +++
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche mahnt die Abkehr von der Corona-Inzidenzzahl als Richtwert für die Zuschauerzulassung in der Fußball-Bundesliga an. Es fühle sich damit so an, "als würden wir auf der Stelle treten", schrieb der 40-Jährige in einem Gastbeitrag für den "Kicker". "Als habe es keine erfolgreiche Impfkampagne mit über 60 Prozent an mindestens erstgeimpften Menschen in der Gesamtbevölkerung Deutschlands gegeben, als seien flächenweite Tests noch immer illusorisch."

+++ 08:39 Seit Abschaffung der Homeoffice-Pflicht arbeiten weniger von zu Hause +++
Mit der Abschaffung der Homeoffice-Pflicht wird diese Möglichkeit des Arbeitens weniger genutzt. Der Anteil sank im Juli von 28,4 auf 25,5 Prozent der Beschäftigten, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, wie das Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter Unternehmen mitteilte. "Die Menschen suchen wieder häufiger den persönlichen Kontakt im Büro", sagte Ifo-Experte Jean-Victor Alipour. "Wir erwarten, dass sich in Zukunft vor allem hybride Arbeitsmodelle durchsetzen werden", sagte er weiter.

+++ 08:13 Australiens New South Wales meldet Neuinfektionen auf neuem Höchststand +++
Australiens bevölkerungsreichster Bundesstaat New South Wales registriert 239 neue Coronafälle - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Sydney, die Hauptstadt von New South Wales, befindet sich in der fünften Woche eines neunwöchigen Lockdowns. Planmäßig soll der Lockdown am 28. August enden, aber die hochansteckende Delta-Variante verbreitet sich vor allem in der Millionenstadt weiter. Nur 17 Prozent der über 16-Jährigen in New South Wales sind vollständig gegen Corona geimpft. Die australische Regierung steht wegen des verzögerten Impfstarts in der Kritik.

+++ 07:49 Linksfraktion fordert 400 Millionen Euro mehr für mobile Luftfilter +++
Die Linksfraktion fordert von der Bundesregierung mindestens 400 Millionen Euro an Zuschüssen an Länder und Kommunen für mobile Luftfilter in Schulen. "Das Ziel muss garantierter und sicherer Präsenzunterricht sein", sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Gohlke, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Noch eine Schließungsrunde wäre für Kinder, Eltern und Lehrkräfte nicht verkraftbar." Das Bundesamt für Strahlenschutz mahnt derweil zur Vorsicht beim Einsatz bestimmter Luftfilter.

+++ 07:21 IOC will Quarantäne-Bedingungen bei Olympia verbessern +++
Nach Beschwerden über die harschen Bedingungen in Japans Quarantäne-Hotels bei den Sommerspielen in Tokio hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) Unterstützung für die betroffenen Athleten zugesichert. Man arbeite daran, dass die "Prozesse verbessert" werden, sagte Kirsty Coventry, Chefin der Athletenkommission beim IOC. Man stehe in Kontakt mit den betroffenen Athleten, ihre Beschwerden würden angegangen. Sie wies allerdings zugleich darauf hin, dass die Quarantäne-Hotels Einrichtungen der japanischen Regierung seien.

+++ 06:56 Intensivmediziner erwarten ab Herbst Anstieg anderer viraler Erreger +++
Intensivmediziner in Deutschland rechnen für Herbst und Winter wieder verstärkt mit Menschen mit diversen Atemwegserkrankungen. "Durch das Tragen von Masken und die anderen Regeln war die Zahl der Patienten mit Grippe und anderen viralen Krankheitserregern während der Corona-Zeit verschwindend gering", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir befürchten, dass dieser positive Effekt nun verschwinden wird und wir zu den potenziellen Corona-Patienten zwischen Oktober und März auch die anderen Patienten mit viralen Erkrankungen betreuen werden."

+++ 06:27 IW-Chef: Impfunwillige bei Covid-Erkrankung an Behandlungskosten beteiligen +++
Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, fordert eine Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheits- und Bildungssektor sowie die Wiedereinführung kostenpflichtiger Corona-Tests ab Anfang September. Auch eine generelle Impfflicht sollte man nicht ausschließen, sagte er der "Rheinischen Post". Zudem brachte Hüther eine Beteiligung von Impfunwilligen an den Behandlungskosten einer Covid19-Erkrankung ins Gespräch."Wer sich dem Solidarprinzip entzieht, sollte es selbst nicht oder nur eingeschränkt in Anspruch nehmen können."

+++ 05:52 Zahl der Corona-Infektionen bei Olympia auf neuem Höchststand +++
Bei den Olympischen Spielen in Tokio ist ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden. Insgesamt sind 24 weitere Personen im Umfeld der Spiele positiv getestet worden, darunter auch der amerikanische Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks. So viele sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli nicht an einem Tag verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe stieg damit auf 193. Tokio hatte am Vortag mit 3177 Neuinfektionen ebenfalls einen neuen Höchstwert vermeldet.

+++ 05:10 RKI meldet 3520 Neuinfektionen, Inzidenz bei 16,0 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 3520 Corona-Neuinfektionen gemeldet, 1630 mehr als am letzten Donnerstag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist damit auf 16,0 gestiegen, gestern lag der Wert noch bei 15,0. Deutschlandweit wurden zehn weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet, vor einer Woche waren es 42. An oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind somit insgesamt 91.702. Gleichzeitig wurde die Gesamtfallzahl im RKI-Dashboard über Nacht deutlich nach oben korrigiert. Am Mittwoch betrug sie noch 3.761.169. Heute meldete das RKI hingegen 3.769.608 Fälle seit Anfang 2020. Das ergibt eine Differenz von 8439. Bei Twitter gibt das RKI aktuell bekannt: "Die ausgewiesenen Fallzahlen von heute (29.07.2021) auf dem COVID-19-Dashboard werden derzeit auf Richtigkeit überprüft. Wir informieren an dieser Stelle, wenn die Überprüfung abgeschlossen ist."

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv- Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:30 Spahn widerspricht Wieler bei Inzidenz-Diskussion +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn widerspricht dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in der Debatte um die Bedeutung der Inzidenz als Leitindikator in der Pandemie. "Mit steigender Impfrate verliert die Inzidenz an Aussagekraft", sagte Spahn der "Bild-Zeitung". Daher brauche es "zwingend weitere Kennzahlen, um die Lage zu bewerten", etwa die Zahl der neu aufgenommenen Covid-19-Patienten im Krankenhaus. Aber: Noch seien "bei Weitem nicht ausreichend Menschen in Deutschland geimpft, um ganz auf den Blick auf die Inzidenz verzichten zu können".

+++ 03:40 Schäuble für weniger Einschränkungen für Geimpfte und Genesene +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hält es für angemessen, dass in der Corona-Pandemie Geimpfte und Genesene mehr Freiheiten genießen als Ungeimpfte. Es sei erwiesen, dass nach Genesung oder nach der vollständigen Impfung die Gefahr deutlich sinke, andere anzustecken, sagte Schäuble der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Daher werden wir diese Gruppen nicht dauerhaft allen Beschränkungen unterwerfen können, die für Nichtgeimpfte gelten müssen, um die Pandemie zu bekämpfen", betonte der CDU-Politiker. Verfassungsrechtlich sehe er keine Probleme.

+++ 02:38 Johnson & Johnson-Impfstoff länger haltbar als angenommen +++
Der Impfstoff von Johnson & Johnson lässt sich länger lagern als bislang vermutet. Nach Überprüfung der von J&J eingereichten Daten ergebe sich eine Haltbarkeit von sechs anstelle der bislang angenommen viereinhalb Monate, wenn das Vakzin zwischen zwei bis acht Grad Celsius gelagert werde, teilt die US-Behörde für Arzneimittelsicherheit (FDA) mit.

+++ 01:42 Auch Facebook lässt nur noch Geimpfte ins Büro +++
Nicht nur Google will nur noch geimpfte Mitarbeiter ins Büro lassen. Auch Facebook werde "verlangen, dass jeder geimpft wird, der einen unserer Standorte in den USA besucht", wie Vizepräsidentin Lori Goler sagte. Das Unternehmen plant, seine Büros im September mit einer Kapazität von 50 Prozent wiederzueröffnen. Ab Oktober soll wieder offiziell aus dem Büro gearbeitet werden.

+++ 00:56 Söder: Wer sich nicht impfen lässt, soll Konsequenzen tragen +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mahnt eine massive Erhöhung des Impftempos an. Vollgeimpfte sollten - auch aus verfassungsrechtlichen Gründen - maximale Freiheiten erhalten, so könnten Anreize zum Impfen gesetzt werden. Andererseits müssten jene, die sich nicht impfen lassen wollten, Tests auf Dauer auch selbst bezahlen, sagte der CSU-Politiker in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Es handele sich nicht um eine Impfpflicht durch die Hintertür, sondern um Eigenverantwortung. "Wer partout nicht will, und das respektiere ich, aber der muss dann auch die Konsequenz und die Verantwortung dafür übernehmen", so Söder.

+++ 00:11 Berlin und Rheinland-Pfalz fordern bundesweites Ampelsystem +++
Berlin und Rheinland Pfalz sprechen sich für ein bundesweites Corona-Ampelsystem aus, das neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch die Krankenhausauslastungen berücksichtigt. Wegen der höheren Impfquote seien inwzischen mehr Menschen vor schweren Erkrankungen geschützt, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deswegen müssen die Bundesländer mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen", fordert Dreyer. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte: "In Berlin haben wir seit über einem Jahr mit der Corona-Ampel ein System, das neben der Inzidenz auch andere Indikatoren wie beispielsweise die Intensivbettenauslastung erfasst. Das ist, glaube ich, der richtige Weg".

+++ 23:22 Google verhängt Impfpflicht für Homeoffice-Rückkehrer +++
Google verhängt für Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice arbeiten wollen, eine Impfpflicht. "Jeder, der zum Arbeiten auf unsere Campus kommt, muss geimpft sein", erklärte Firmenchef Sundar Pichai in einem Blog-Eintrag am Mittwoch. Die Homeoffice-Regelung werde wegen der erneut steigenden Corona-Zahlen bis 18. Oktober verlängert. "Wir werden diese Regelung in den kommenden Wochen in den Vereinigten Staaten einführen und in den kommenden Monaten auf andere Regionen ausweiten", erklärte Pichai. Die Bestimmungen sollen demnach aber an die jeweiligen Corona-Regelungen der einzelnen Länder und die Verfügbarkeit von Impfstoff angepasst werden.

+++ 22:18 Weltweiter Flugverkehr erholt sich nicht +++
Das Passagieraufkommen im Flugverkehr ist nach Angaben von Airline-Vertretern infolge der Corona-Pandemie nach wie vor zu niedrig. "Mit jedem Tag schwindet die Hoffnung auf eine deutliche Erholung des internationalen Verkehrs in diesem Sommer", erklärt der Generaldirektor des internationalen Luftfahrtverbandes Iata, Willie Walsh. Besonders "enttäuschend" sei die Lage bei Langstreckenflügen: Laut Iata lag die Zahl der Flüge zwischen den USA und Europa im Juni um 73 Prozent niedriger als vor zwei Jahren. "Trotz einer wachsenden Zahl von Geimpften und verbesserter Testmöglichkeiten stehen wir kurz davor, eine weitere Sommersaison auf dem transatlantischen Markt zu verlieren", warnt Walsh. Die US-Regierung hatte Anfang der Woche bekanntgegeben, die wegen der Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Ländern vorerst nicht aufzuheben. Sie begründete dies mit der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Die EU hatte ihre Einreisebeschränkungen für US-Bürger im Juni aufgehoben. Insgesamt lag der weltweite Passagierflugverkehr angegeben in Passagierkilometern im Juni 60 Prozent unter dem Niveau von 2019 - eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Mai (knapp 63 Prozent). Hinter diesen Durchschnittswerten verbergen sich allerdings große Unterschiede: Während der Inlandsflugverkehr nur um knapp 23 Prozent zurückging, gab es über 80 Prozent weniger grenzüberschreitende Flugverbindungen.

+++ 21:53 Sieben-Tages-Inzidenz im Kreis Ahrweiler fast bei 45 +++
Die Inzidenz der Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz hat sich seit Monatsbeginn verdreifacht. Aktuell liegt der Wert bei 17,8, wie das Landesuntersuchungsamt mitteilt. Am 1. Juli waren es noch 5,0. Am höchsten ist die Inzidenz nach Angaben des Landesuntersuchungsamts inzwischen im Kreis Ahrweiler, der seit zwei Wochen unter den vielfältigen Folgen der Flutkatastrophe leidet. Dort wird aktuell ein Wert von 44,6 ermittelt. Die hohe Inzidenz im Landkreis Ahrweiler stehe nach den Daten des zuständigen Gesundheitsamtes nicht im Zusammenhang mit dem Hochwasser, teilt das Gesundheitsministerium mit. "Vielmehr führten die Corona-Infektionen in einem Wohngebiet in Adenau, die über enge, private Kontakte zustande kamen, zu dem Großteil der gemeldeten Fälle." Nach dem Kreis Ahrweiler folgen der Kreis Südliche Weinstraße (41,6), der Kreis Germersheim (30,2) und der Kreis Neuwied (27,9). Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Kusel mit 1,4.

+++ 21:30 Tschechien schenkt geimpften Staatsdienern zwei zusätzliche Urlaubstage +++
Tschechien plant eine Belohnung für die Corona-Impfung: Alle Staatsbediensteten, die die Spritze erhalten haben, sollen zwei zusätzliche bezahlte Urlaubstage erhalten. Das kündigt Ministerpräsident Andrej Babis bei Twitter an. Man wolle mit dem Schritt noch mehr Menschen zur Impfung motivieren, führt der 66 Jahre alte Multimilliardär an. In Tschechien mit seinen rund 10,7 Millionen Einwohnern gelten bisher 4,6 Millionen Menschen als vollständig geschützt. Das Kabinett soll über den Vorstoß am Freitag entscheiden. In Tschechien stehen Anfang Oktober Parlamentswahlen bevor. Nach einer aktuellen Umfrage der Meinungsforschungsagentur STEM würde die ANO von Babis mit 26,7 Prozent auf die meisten Stimmen kommen. Auf dem zweiten Platz würde ein Oppositionsbündnis aus Bürgermeisterpartei und Piratenpartei mit 24,1 Prozent landen.

+++ 21:17 Covax Impfinitiative erwartet 250 Millionen Dosen in nächsten acht Wochen +++
Die internationale Impfinitiative Covax rechnet in den kommenden sechs bis acht Wochen mit einem deutlichen Anstieg der Spenden von Impfdosen für arme Länder. Covax erwartet in diesem Zeitraum 250 Millionen Impfdosen, teilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Bislang konnte Covax 152 Millionen Impfdosen an 137 Länder verteilen. Die Covax-Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die massive Ungleichheit zwischen reichen Industrieländern und armen Schwellen- und Entwicklungsländern bei den Corona-Impfungen zu verringern. Dabei ist sie zunehmend auf Impfstoff-Spenden der reichen Länder angewiesen, die zu viel Impfstoffe bestellt hatten. Ursprünglich sollte ein großer indischer Hersteller des Vakzins von Astrazeneca eine zentrale Rolle bei Covax spielen. Wegen der massiven Ausbreitung der Corona-Pandemie auf dem Subkontinent verbot die Regierung in Neu Delhi jedoch den Export, um die Ausbreitung des Coronavirus im eigenen Land zu bekämpfen. Nach Kriterien der Weltbank kommen in den reichen Ländern bis zu 96,7 verabreichte Impfdosen auf 100 Einwohner. In den 29 ärmsten Ländern der Welt kommen nur 1,6 Dosen auf 100 Einwohner.

+++ 21:04 Scholz: Corona-Tests sollen kosten, aber so wenig wie möglich +++
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz spricht sich dafür aus, Corona-Tests in absehbarer Zeit für viele Bürger kostenpflichtig zu machen. Wenn sich alle hätten impfen lassen können, werde man Tests irgendwann selbst bezahlen müssen, sagt der Vizekanzler in der Gesprächsreihe "Brigitte live". Das dürfe aber nicht für diejenigen gelten, die sich aus gesundheitlichen Gründen sich nicht impfen lassen könnten oder für die es - wie für Kinder - keine Impfempfehlung gebe. In den Schulen und Betrieben müssten Tests weiter kostenlos sein, sagt Scholz. Für alle anderen müssten die Tests "so billig wie möglich sein". "Ich finde nicht, dass es da um Strafe geht", betonte Scholz. Es sei aber auch nicht einzusehen, dass der Staat Tests bezahle, wenn es die bessere Alternative des Impfens gegeben hätte. Denn die Impfung schütze nicht nur einen selbst, sondern auch andere.

+++ 20:42 New York führt Impfpflicht für medizinisches Personal ein +++
Im Kampf gegen die rasche Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus werden Impfungen im Bundesstaat New York für Teile des medizinischen Personals künftig Pflicht. "Der Staat New York verlangt, dass sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit Patientenkontakt in staatlichen Krankenhäusern impfen lassen, um die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern zu gewährleisten", schreibt Gouverneur Andrew Cuomo bei Twitter. Alle anderen Beamten in allen Bereichen müssten entweder geimpft sein oder regelmäßig einen Covid-Test vorlegen. Diese Regelung werde am 6. September zum Labour Day in Kraft treten. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio kündigt zudem einen neuen Anreiz für Impfskeptiker an: 100 Dollar für die erste Impfdosis. Die hochansteckende Delta-Variante übt zunehmend Druck auf den Öffnungskurs der USA aus. Knapp 50 Prozent aller Amerikaner - 163 Millionen Menschen - sind vollständig geimpft. Das ist deutlich weniger, als die Regierung für diesen Zeitpunkt angepeilt hatte. Unterdessen steigt die Zahl der Neuinfektionen deutlich und liegt ein Vielfaches über dem niedrigen Wert von Anfang Juni. Auch die Zahl der Todesopfer pro Tag war zuletzt wieder nach oben gegangen und lag am Dienstag bei 533 - in Spitzenzeiten waren mehr als 4000 Menschen pro Tag gestorben.

+++ 20:25 Zwei "Querdenken"-Demos in Berlin verboten +++
Zwei für das Wochenende in der Hauptstadt geplante "Querdenken"-Kundgebungen gegen die Corona-Politik sind verboten worden, teilt ein Sprecher der Berliner Polizei mit. "Unter Berücksichtigung und nach Bewertung der objektiven Sachlage haben wir bisher zwei Versammlungen, eine am 31. Juli und eine am 1. August 2021, verboten." Die Prüfung weiterer Versammlungen dauere außerdem noch an. Am Sonntag ist unter anderem für den Nachmittag eine "Querdenken"-Kundgebung auf der Straße des 17. Juni in der Nähe des Brandenburger Tors geplant. Die Organisatoren von der Initiative "Querdenken 711" hatten dafür 22.500 Teilnehmer angemeldet, wie deren Sprecher, Michael Ballweg, vor Bekanntwerden des Verbots sagt. Die Stuttgarter Initiative hat zu der Veranstaltung unter dem Motto "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie" aufgerufen.

+++ 20:10 Gehörlose Britin gewinnt Prozess gegen Regierung wegen fehlenden Gebärdendolmetschers +++
Eine gehörlose Britin gewinnt einen Prozess gegen ihre Regierung, weil diese bei vom Fernsehen übertragenen Informationen zur Corona-Pandemie keinen Gebärdensprachdolmetscher eingesetzt hatte. Richter Michael Fordham vom Londoner High Court befindet, das Fehlen eines Dolmetschers für Gehörlose sei diskriminierend gewesen. Über einen Schadenersatz entscheidet eine untere Gerichtsinstanz zu einem späteren Zeitpunkt. Geklagt hatte die freiberufliche Schauspielerin und Schriftstellerin Katie Rowley aus dem nordenglischen Leeds. Sie gab an, es habe ihre "Gefühle verletzt", dass sie bei den Briefings am 21. September und 12. Oktober von den offiziellen Corona-Informationen aus England abgeschnitten gewesen sei. Ihre Anwälte forderten mehrere tausend Pfund Entschädigung. Nach Angaben von Regierungsvertretern waren nur bei zwei von 170 Corona-Briefings keine Dolmetscher für Gebärdensprache zugegen. Die im Fernsehen übertragenen Briefings in Wales, Schottland und Nordirland wurden stets in die Gebärdensprache übersetzt.

+++ 19:45 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2886 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.762.249 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2886 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 21 auf 91.586. Auch in der Vorwoche wurden 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 22.093 Personen. Das sind 971 mehr als gestern und 599 Fälle mehr als in der Vorwoche.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag: 1,05). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 357 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 191 davon werden beatmet.

Nur noch acht Landkreise melden eine 7-Tage-Inzidenz von unter 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Zwei Landkreise liegen in Bayern, einer in Sachsen-Anhalt und die restlichen fünf in Thüringen.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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