Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:28 Sachsen-Anhalt: Was jetzt offen ist, soll auf bleiben +++

Trotz wieder deutlich steigender Infektionswerte sieht Sachsen-Anhalt derzeit keinen Anlass, die jüngsten Lockerungen der Corona-Regeln zurückzunehmen. Abgesehen von den Öffnungen der Schulen und Kitas habe keiner der Schritte seit dem 1. März einen signifikanten Einfluss auf die Infektionen gehabt, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff. "Das, was wir bisher geöffnet haben, wollen wir im Sinne der Planbarkeit und Verlässlichkeit auch aufhalten." Das sei allerdings der Stand vom Donnerstag, betonte der Regierungschef. Die aktuellen Infektionswerte müssten weiterhin täglich beobachtet und bewertet werden. Derzeit könne die Landesregierung die Infektionen aber nachvollziehen. Das Risiko der Schul- und Kitaöffnungen sei Bund und Ländern bewusst gewesen. Der Schritt sei aber unumgänglich gewesen, ansonsten hätte man das Schuljahr "im Prinzip abschreiben müssen".

+++ 22:40 AKK: Bundeswehr könnte 24 Stunden durchimpfen +++
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bietet die Einrichtung von Impfzentren im Rund-um-die-Uhr-Betrieb durch die Bundeswehr an. Damit könnte die Truppe mit dazu beitragen, "dass dieser Impfschutz möglichst schnell bei allen in der Bevölkerung ankommt", sagte Kramp-Karrenbauer bei einem Besuch der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover. Die Bundeswehr wäre "in der Lage, mit unseren Impfzentren 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche" zu helfen. Die Ministerin betonte, dass es sich dabei um ein Angebot handle - die zuständigen Stellen müssten die Bundeswehr für die Corona-Impfungen aktiv anfordern. "Wir schicken uns nicht selbst in den Einsatz", sagte Kramp-Karrenbauer.

+++ 22:10 Fünf Bundesländer über dem 100er-Grenzwert +++
Alle 16 Bundesländer weisen steigende Inzidenzwerte auf. Mit Hessen überschreitet inzwischen ein fünftes Bundesland die Schwelle von 100 bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Bereits länger darüber liegen Hamburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Thüringen nähert sich bereits der 200er Marke.

Auch gemessen an der Einwohnerzahl meldet unverändert Thüringen (42,9) mit Abstand die meisten neuen Fälle. Doch inzwischen weisen 9 von 16 Bundesländern mehr als 20 neue Fälle je 100.000 Einwohnern auf. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner gibt es ebenfalls in Thüringen - vor Hamburg. Auch Sachsen und Sachsen-Anhalt kommen auf mindestens 200 aktive Fälle je 100.000 Einwohner, Tendenz ist klar steigend.

+++ 21:40 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 18.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.619.638 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 18.002 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich zeigt sich, wie stark die Fallzahlen derzeit ansteigen. Der aktuelle Tageszuwachs liegt rund 4000 Fälle über dem gemeldeten Niveau der vergangenen Woche und markiert den höchsten Donnerstagswert seit dem 21. Januar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 234 auf 74.267. Damit sinken die Todeszahlen im Wochenvergleich. Am Donnerstag vor einer Woche waren es noch 310 Tote. Als aktuell infiziert gelten rund 153.200 Personen.

Auch im Sieben-Tage-Trend kommt Deutschland inzwischen wieder auf einen Mittelwert von 11.000 neugemeldeten Fällen pro Tag.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag: 0,95). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,12 (Vortag: 1,06). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2895 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1589 davon werden beatmet. Rund 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:10 Schwäbisch Hall bekommt Ausgangssperre auch am Tag +++
Der Corona-Hotspot Schwäbisch Hall mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von annähernd 300 wird eine tagsüber geltende Ausgangsbeschränkung erlassen. "Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität, von daher müssen wir die Kontaktbeschränkungen noch einmal verschärfen und die Ausgangssperre tagsüber erlassen", teilte Landrat Gerhard Bauer am Donnerstagabend mit. Die Regelung solle ab Samstag in Kraft treten. Das Verlassen der Wohnung sei dann nur noch aus triftigem Grund - wie etwa zum Einkaufen, dem Weg zur Arbeit oder Bewegung an der frischen Luft - erlaubt. Zu den genauen Uhrzeiten, zu dem die Regelung greifen sollte, machte der Landkreis zunächst keine Angaben. Hintergrund ist das stark ansteigende Infektionsgeschehen im Landkreis. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche betrug im Kreis Schwäbisch Hall am Nachmittag 292,7. Das ist der mit Abstand höchste Wert im Südwesten. Zudem sei das Infektionsgeschehen weiter diffus, so der Landrat. Für die im Kreis gelegene Stadt Schrozberg soll zudem eine Maskenpflicht für das gesamte Stadtgebiet erlassen werden.
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+++ 20:40 Woidke warnt vor "Virus-Brutstätte" Mallorca +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke befürchtet, dass Reisen nach Mallorca die Corona-Infektionen in Deutschland in die Höhe treiben können. Die Balearen-Insel und andere Regionen in Spanien sind inzwischen kein Corona-Risikogebiet mehr. "Ich bin der festen Überzeugung, dass das unweigerlich dazu führen wird, dass Mallorca eine Virus-Brutstätte werden wird", sagte Woidke in Potsdam. Die Zahl neuer Infektionen werde schon in wenigen Wochen nach oben schnellen. Um das zu verhindern, plant Brandenburg nach seinen Angaben verpflichtende Corona-Tests am Berliner Flughafen BER vor dem Abflug und nach der Rückkehr.

+++ 20:18 Deutschland nimmt Impfungen mit Astrazeneca am Freitag wieder auf +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt an, dass die Länder am Freitag die Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff wiederaufnehmen werden. Die "Ereignisse", die zur Aussetzung geführt haben, würden als seltene Nebenwirkungen in einer Ergänzung zum Aufklärungsbogen berücksichtigt.
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+++ 20:01 Astrazeneca nicht für Frauen vor der Menopause +++
Nach der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zum Fortsetzen der Corona-Impfungen mit Astrazeneca rät ein deutscher Infektiologe bei einer bestimmten Gruppe zum genauen Abwägen der Risiken. "Bei Frauen vor der Menopause, die ein sehr geringes Risiko für Covid-19-Komplikationen haben, sollte man derzeit überlegen, ob die Impfung mit Astrazeneca erfolgen sollte", sagte Bernd Salzberger, Professor vom Uniklinikum Regensburg, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend. Für einen 80-jährigen Mann mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf hingegen sehe das Risiko-Nutzen-Verhältnis ganz anders aus in Anbetracht der dritten Welle. Die bisher 13 bekannten Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen in Deutschland betreffen fast ausschließlich Frauen. Salzberger betonte, dass noch offen sei, ob etwa bestimmte Medikamente oder etwa genetische Veranlagung eine Rolle spielen könnten. Die weitere Klärung werde wohl Wochen dauern.
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+++ 19:30 Schweden meldet Todesfall nach Impfung +++
Die schwedische Arzneimittelbehörde gibt einen Todesfall nach der Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffs bekannt. Die betroffene Frau habe die seltenen Symptome erlitten, wie sie auch von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) untersucht würden, sagt die Leiterin der schwedischen Behörde, Veronica Arthurson.

+++ 19:03 Italien impft wieder, Schweden wartet ab +++
Italien will ab Freitag Impfungen mit Astrazeneca wiederaufnehmen. Das kündigt Ministerpräsident Mario Draghi an. Schweden hält vorerst weiter an dem Stopp der Astrazeneca-Impfungen fest. Man benötige "einige Tage", um die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zu prüfen, sagt der Leiter der schwedischen Gesundheitsbehörde, Johan Carlson. Für Deutschland gibt es noch keine Zeitvorgabe, aber einzelne Bundesländer stehen schon in den Startlöchern: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich bereit für eine Fortsetzung der Impfkampagne. "Die Europäische Arzneimittelbehörde gilt als eine sehr strenge Kontrollbehörde. Sie hat die Verdachtsfälle geprüft", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Entscheidung von heute ist klar. Sobald die Bundesregierung grünes Licht gibt, werden wir in Rheinland-Pfalz mit unserer Impfkampagne wieder volle Fahrt aufnehmen."

+++ 18:30 Inzidenz von 400: Großraum Paris steht neuer Lockdown bevor +++
Wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen verhängt Frankreich einen neuen Lockdown über den Pariser Großraum und andere Landesteile. Dort müssen ab Freitag um Mitternacht für einen Monat alle nicht unentbehrlichen Geschäfte schließen und es gelten verschärfte Ausgangsbeschränkungen, wie Premierminister Jean Castex am Abend in Paris ankündigte. Betroffen sind unter anderem die Hauptstadtregion Ile de France und die an Belgien grenzende Region Hauts-de-France. In der Hauptstadtregion mit ihren rund zwölf Millionen Einwohnern war die Corona-Inzidenz zuletzt über die Marke von 400 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gestiegen, fast das Doppelte des landesweiten Schnitts.

+++ 17:59 Lauterbach: Kein bleibender Imageschaden für Astrazeneca +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erwartet keinen langfristigen Vertrauensverlust in den Impfstoff von Astrazeneca. "Von dem Schaden am Vertrauen in den Astrazeneca-Stoff wird am Ende nicht viel übrig bleiben", sagt er dem Nachrichtenportal Watson. "Wir werden uns damit abfinden, dass es in seltenen Fällen auch schwere Nebenwirkungen gibt." Das eigentliche Problem sei, dass nach wie vor zu wenig Impfstoff vorhanden sei.

+++ 17:25 Nach Impfung: Junge Frau erleidet Lungenembolie +++
In Halle gibt es den Verdacht auf eine Komplikation nach einer Corona-Impfung. "Im zeitlichen Zusammenhang, zwölf Tage nach einer Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca, ist bei einer jungen Frau Jahrgang 1985 eine Lungenembolie aufgetreten", teilte die Stadt Halle mit. "Die Frau wird stationär behandelt, der Fall wurde als Verdachtsfall einer Impf-Komplikation an das Paul-Ehrlich-Institut als zuständige Bundesbehörde gemeldet." Derzeit gilt ein vorsorglicher Stopp der Corona-Impfungen mit dem Mittel des Herstellers Astrazeneca. Im Fokus stehen gemeldete Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen.
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+++ 17:15 EMA: "Astrazeneca ist zuverlässig und sicher" +++
Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zuverlässig und sicher. Das teilte die Behörde nach einer ausgiebigen Prüfung des Vakzins mit. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen. Die EU-Behörde ist weiterhin der Ansicht, dass die Vorteile des Vakzins die Risiken überwögen.
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+++ 16:57 Dritte Welle: Söder warnt vor "Dauerwelle" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich gegen weitere Öffnungsschritte aus. "Wir stehen vor einer stark anwachsenden dritten Welle. Wir müssen aufpassen, dass das keine Dauerwelle wird", sagt Söder nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Wer glaube, dass an Ostern alles vorbei sei, der irre. Man brauche mehr Einheitlichkeit und Verlässlichkeit. Notbremsen müssten auch greifen und nicht nur eine Möglichkeit sein. "Die Inzidenz muss der Maßstab sein", sagt Söder mit Blick auf die nächste Bund-Länder-Runde in der nächsten Woche.
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+++ 16:22 Kanzler Kurz: Kein Osterurlaub in Österreich +++
Die Feiertage rücken näher, die Zeit für die Reiseplanung wird knapp. Doch einen Osterurlaub in Österreich wird es für deutsche Touristen nicht geben. Das sagte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz im Interview mit RTL/ntv. "Zu Ostern wird leider noch kein Urlaub möglich sein, denn auch in Österreich sind aktuell die Hotelbetriebe noch geschlossen." Allerdings machte Kurz Hoffnung auf eine Lockerung im Frühling. "Wir bereiten uns auf die Öffnung vor und freuen uns schon jetzt auf die deutschen Gäste", sagte Kurz weiter. Wann genau diese Öffnung zu erwarten ist, ließ er offen. Auf europäischer Ebene werde jetzt daran gearbeitet, dass es ab dem 1. Juni einen digitalen grünen Pass geben werde - für entweder Geimpfte oder Genesene und Getestete. Darüber hinaus werde intensiv daran gearbeitet, Impfengpässe zu überwinden.
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+++ 15:52 Söder, Schwesig und Müller für Sputnik +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigt sich offen für Impfungen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V. "Entscheidend ist nicht, wo ein Impfstoff herkommt, sondern ob er wirksam und sicher ist. Wenn Sputnik diese Kriterien erfüllt, dann sollten wir diesen Impfstoff einsetzen" sagt Schwesig der "Rheinischen Post". Mit Blick auf den Impfgipfel am Freitag fordert sie: "Ich erwarte von der Bundesregierung klare Aussagen, wie es jetzt beim Impfen weitergeht." Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller votierten für den russischen Impfstoff Sputnik. Es gehe jetzt zunächst um ein schnelle Zulassung, sagte CSU-Chef Söder. Zudem müsse man sich bereits jetzt um Kaufverträge kümmern. Der Impfstoff sei offenbar teils besser als bereits zugelassene. Auch Müller sagte, angesichts der fehlenden Vakzine könne Sputnik ein Beitrag zum schnelleren Impfen sein.
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+++ 15:22 Als erstes Bundesland: Saarland knackt die 10 Prozent bei Erstimpfungen +++
Mit Abschluss des heutigen Tages wird das Saarland - als erstes Bundesland - die Marke von zehn Prozent bei den Erstimpfungen überschreiten. Das teilte das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mit. Den Grund für den Erfolg vermuten die Behörden in der eigenen Zwei-Punkt-Impfstrategie: „Mit der Verimpfung sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch den Impfzentren konnten wir von Beginn an ein Angebot für alle anspruchsberechtigten Gruppen machen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Hinzu komme, dass die Impfbereitschaft im Saarland sehr hoch sei. Im RKI-Impfquotenmonitoring liegt das Saarland bei den Erstimpfungen Stand heute bei 9,8 Prozent.

+++ 14:52 Hotspot Schwäbisch Hall: Kita-Ausbrüche treiben Inzidenz nach oben +++
Nach einem Corona-Ausbruch in einem Kindergarten in Schrozberg (Landkreis Schwäbisch Hall) ist die kleine Gemeinde zu einem der bundesweit am stärksten belasteten Hotspots geworden. Wegen der geringen Einwohnerzahl schoss die Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb weniger Tage auf den rechnerisch astronomischen Wert von 1065,5 Fällen pro 100.000 Einwohner. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 62 Neuinfektionen in der 5800 Einwohner-Kommune registriert, wie der Landkreis mitteilte. In dem mittlerweile geschlossenen Kindergarten mit rund 60 Kindern waren Anfang der vergangenen Woche reihenweise Erzieherinnen erkrankt. Auch Crailsheim (ebenfalls Landkreis Schwäbisch Hall) bleibt weiter stark belastet: Dort wurde die Inzidenz am Mittwochabend mit 521,2 angegeben, allerdings ist Crailsheim auch deutlich größer als Schrozberg. In der Stadt hatten Ausbrüche in Kindergärten und einer Unterkunft für Flüchtlinge sowie in mehreren Betrieben für den deutlichen Anstieg gesorgt. Der Landkreis Schwäbisch Hall steht mit einer Inzidenz von 271 auf Platz sieben der Hotspot-Regionen in Deutschland.
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+++ 14:22 EU-Kommission leitet Schlichtung mit Astrazeneca ein +++
Im Streit über Lieferschwierigkeiten bei Corona-Impfstoffen des Herstellers Astrazeneca will die EU-Kommission die Gangart verschärfen. Die Behörde bereite ein förmliches Schreiben an Astrazeneca vor, um das vertraglich vorgesehene Schlichtungsverfahren zu starten, sagte Kommissionssprecher Eric Mamer. Man sei dazu im Gespräch mit den EU-Staaten. Das Schlichtungsverfahren ist eine Art Vorstufe zu möglichen gerichtlichen Auseinandersetzungen. Der britisch-schwedische Hersteller hatte seine vertraglich zugesicherten Lieferungen an Corona-Impfstoff mehrfach gekürzt. Statt 180 Millionen Dosen sollen im zweiten Quartal nur 70 Millionen an die EU-Staaten gehen.

+++ 13:52 Kurz setzt auf Ende der Grenzkontrollen zu Tirol in kommenden 14 Tagen +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz setzt auf den Abbau der deutschen Grenzkontrollen zu Tirol innerhalb der nächsten "ein bis zwei Wochen". Der Kampf gegen die sich dort ausbreitende südafrikanische Virus-Variante sei eine "Erfolgsgeschichte", sagte Kurz bei seinem Besuch in Berlin. Die Inzidenz seit von 200 auf 60 gedrückt worden, fügte er hinzu. Deshalb sei er optimistisch, dass die gerade verlängerten deutschen Grenzkontrollen bald aufgehoben werden könnten, sagte der konservative Politiker nach einem Gespräch mit Bundesinnenminister Horst Seehofer.

+++ 13:23 Astrazeneca-Impfstopp: Inzwischen 13 Vorfälle in Deutschland gemeldet +++
Nach dem vorsorglichen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Mittel des Herstellers Astrazeneca sind weitere Vorfälle in Deutschland bekannt geworden. Inzwischen gebe es 13 gemeldete Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte. Drei Patienten seien gestorben. Insgesamt handele es sichum zwölf Frauen und einen Mann zwischen 20 und 63 Jahren. Angesichts derartiger Vorfälle sind die Impfungen mit Astrazeneca am Montag vorsorglich ausgesetzt worden - damals gab es sieben Fälle. Trotz der hohen Zahl von mehr als 1,6 Millionen Impfungen mit Astrazeneca ist dies demnach überdurchschnittlich viel. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will heute voraussichtlich eine Einschätzung zum weiteren Vorgehen abgeben. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 13:05 Hamburger Schulbehörde verbietet Nutzung der vom Bund gelieferten Masken +++
Die Hamburger Schulbehörde hat die Nutzung der vom Bund zur Verfügung gestellten KN95-Masken für das Schulpersonal untersagt. Grund sei der unzureichende Qualitätsstandard der rund 300.000 Corona-Schutzmasken, heißt es in einem Schreiben der Behörde an die Schulen. Nachdem das Bundesgesundheitsministerium noch im Januar mitgeteilt habe, "dass diese Masken in einem mehrstufigen Verfahren geprüft wurden, hat die Bundesregierung nun zu unserer Überraschung kurzfristig den KN95-Masken aus ihren eigenen Lieferungen die Zulassung als medizinische Maske entzogen". Zuvor habe es Berichte über schadhafte einzelne Masken sowie Rückrufaktionen einzelner Fabrikate und Modelle geben.
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+++ 12:51 Betrug mit Soforthilfen: Polizei durchsucht in mehreren Städten Wohnungen und Firmen +++
Wegen eines mutmaßlich großangelegten Betrugs mit Corona-Soforthilfen hat die Polizei 58 Wohnungen und Firmen in mehreren nordrhein-westfälischen Städten und in Berlin durchsucht. Ein per Haftbefehl gesuchter 52 Jahre alter Verdächtiger aus Grevenbroich sei festgenommen worden, teilte die federführende Kölner Staatsanwaltschaft mit. Die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen werde längere Zeit dauern. Die insgesamt rund 30 Beschuldigten würden verdächtigt, in der ersten Jahreshälfte 2020 in mehr als 40 Fällen Corona-Soforthilfen im Gesamtumfang von 450.000 Euro zu Unrecht beantragt zu haben. Im Endeffekt hätten sie so gut 170.000 Euro erhalten.

+++ 12:28 Impfungen laufen weiter schleppend +++
Die Corona-Schutzimpfung kommt in Deutschland weiter nur schleppend voran. Die Gesamtzahl der eingesetzten Impfdosen hat mittlerweile zwar die Marke von zehn Millionen überschritten. Pro Tag werden jedoch aktuell wieder weniger als 200.000 Impfungen vorgenommen. Im Lauf des Mittwochs waren es 198.421 Impfungen, wie aus den aktuellen Daten aus dem Impfquoten-Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Davon entfielen rund 122.500 auf Erstimpfungen und nur knapp 76.000 auf Zweitimpfungen. Eingesetzt werden derzeit weiterhin nur zwei Impfstoffe, Biontech/Pfizer und Moderna. Die Impfungen mit Astrazeneca wurden bis auf Weiteres ausgesetzt, um einzelne Fälle möglicher Impfnebenwirkungen genauer zu verfolgen. Der jüngst zugelassene Impfstoff von Johnson & Johnson steht noch nicht zur Verfügung.

+++ 12:07 Bund und Länder einigen sich auf Härtefallfonds bei Coronahilfen +++
Der milliardenschwere Härtefallfonds bei den Coronahilfen ist unter Dach und Fach. Das Programm sei einsatzbereit, schrieb Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in einem Brief an seine Amtskollegen in den Ländern. Die Hilfen sind für Firmen vorgesehen, die bei den Förderprogrammen bisher durchs Raster fallen. Der Fonds hat ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Der Bund stellt den Ländern dafür einmalig Mittel in Höhe von 750 Millionen Euro zur Verfügung, die die Länder mit dem gleichen Betrag kofinanzieren. Mit den Hilfen sollen dem Brief zufolge Härten abgemildert werden, die im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 30. Juni 2021 entstanden sind.

+++ 11:45 Duisburg darf Kitas doch nicht schließen +++
Die Stadt Duisburg wird die Kitas anders als geplant nicht wegen der steigenden Covid-19-Ansteckungszahlen ab Montag schließen. Das Land NRW habe dies verboten. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link kritisierte die Entscheidung als nicht nachvollziehbar. "Nachdem bereits für die Schulen der Wechsel in den Distanzunterricht alternativlos abgelehnt wurde, lässt uns die Landesregierung mit dieser Entscheidung ein weiteres Mal im Regen stehen." Von der Landesregierung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Inzidenzwert in Duisburg lag der Stadt zufolge zuletzt bei 122,7. Bund und Länder hatten sich auf eine "Notbremse" verständigt, sollte die Inzidenz wieder auf 100 steigen.

+++ 11:21 Gastgewerbe: "Lage und Stimmung katastrophal" +++
Das Gastgewerbe sieht sich angesichts des anhaltenden Lockdowns in einer katastrophalen Lage. "Wir halten keine Wochen und Monate in dieser Schockstarre mehr durch", sagte des Präsident Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Guido Zöllick. Er forderte vom nächsten Treffen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Krise eine klare und verlässliche Perspektive, unter welchen Bedingungen Hotels und Gaststätten wieder öffnen könnten. Außerdem müsse es Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen geben, die nach wie vor nicht genügend bei den Firmen ankämen. "Wenn wir zwangsweise geschlossen werden, müssen wir auch entschädigt werden, in voller Höhe der Verluste." Zöllick beschrieb Lage und Stimmung im Gastgewerbe als katastrophal. Jeder Monat Lockdown führe zu Umsatzverlusten in Höhe von durchschnittlich 75 Prozent.

+++ 11:02 Specht: Astrazeneca könnte bestimmte Gruppen gefährden +++
Nach dem Aussetzen der Impfung mit Astrazeneca in mehreren europäischen Ländern entscheidet die EU-Arzneimittelbehörde über das weitere Vorgehen mit dem Vakzin. ntv spricht mit Dr. Specht über mögliche Szenarien. Der Medizinjournalist hält eine Warnung für bestimmte Gruppen für wahrscheinlich. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 10:26 Massiver Anstieg: RKI meldet 17.504 neue Fälle +++
Mit mehreren Stunden Verspätung hat das Robert-Koch-Institut (RKI) aktuelle Fallzahlen veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Neuinfektionen massiv angestiegen. Zuletzt wurden dem RKI insgesamt 17.504 neue Corona-Fälle und 227 weitere Todesfälle gemeldet. Im Wochenvergleich zeigt sich ein deutlicher Anstieg. Am Mittwoch vergangener Woche hatte das RKI 14.356 Neuinfektionen verzeichnet. Aus Hamburg wurden dem Institut zuletzt keine Daten übermittelt. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen steigt damit auf 2.612.268 Fälle. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 90,4 (Vortag 86,2). Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 10:07 Fast alle aus China: Schutzmasken für rund sechs Milliarden Euro importiert
2020 sind im Zuge der Corona-Pandemie Gesichtsschutzmasken im Wert von rund sechs Milliarden Euro nach Deutschland importiert worden - und zwar fast ausschließlich aus China. Allein im April und Mai wurden Masken im Wert von 3,5 Milliarden Euro von dort eingeführt, wie aus vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Rund 80 Prozent der Importe von Gesichtsschutzmasken des vergangenen Jahres fanden zwischen April und Juli statt.

+++ 09:47 Impfstoff verwechselt: Drei Menschen in Saarbrücken erhalten falsche Zweitimpfung +++
Bei der Zweitimpfung gegen Corona ist es in Saarbrücken in drei Fällen zur Verwechslung des Impfstoffes gekommen. Die Erstimpfung sei mit dem Präparat von Biontech erfolgt, bei der Zweitimpfung sei dann aber Astrazeneca gespritzt worden, sagte der Sprecher des Regionalverbandes Saarbrücken am Donnerstag. Es habe sich um "menschliches Versagen" von Mitarbeitern gehandelt. "Dass das passiert ist, ist bedauerlich", sagte er. "Aber wo Menschen arbeiten, passieren leider auch Fehler." Die Fälle seien in den vergangenen beiden Wochen geschehen, sagte der Sprecher. Den drei Personen, bei denen es zu Verwechslungen gekommen war, gehe es gut, sagte der Sprecher weiter.

+++ 09:24 Rund um die Uhr impfen: Kramp-Karrenbauer will Bundeswehr-Impfzentren +++
Die Bundeswehr ist nach den Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bereit, eigene Impfzentren zu eröffnen, in denen die Bevölkerung rund um die Uhr gegen das Coronavirus geimpft werden kann. Kramp-Karrenbauer sagte der "Wirtschaftswoche": "Wir haben uns bereits seit November 2020 mit weiteren Kräften der Bundeswehr auf die zusätzliche Unterstützung für die Impfung der Bevölkerung eingestellt." Die Bundeswehr könne binnen kürzester Zeit einsatzfähig sein. Über die Einrichtung müsste Bundesgesundheitsminister Jens Spahn entscheiden. "Wir können mit der Bundeswehr 28 Impfzentren mit bis zu drei Impfstraßen schichtfähig - das heißt sieben Tage die Woche, Tag und Nacht - betreiben", erklärte Kramp-Karrenbauer. So könnten täglich zusätzlich bis zu 20.000 Impfdosen verabreicht werden.

+++ 09:03 Dortmunds OB Westphal: "Wollen Schulen Montag schließen" +++
Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hält weiter an seinen Plänen fest, ab Montag alle Schulen in seiner Stadt schließen zu wollen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte das zuletzt abgelehnt. Bis gestern Abend sei die Sieben-Tage-Inzidenz in seiner Stadt aber auf 91,3 gestiegen. "Wir werden heute der Landesregierung nochmal unser Konzept vorlegen. [...] Mit dem Hinweis, dass wir am Montag auch vorhaben, zu schließen. Die Landesregierung muss dem immer zustimmen, das ist völlig klar. Wir werden sehen, wie die jetzt die Lage bewerten", sagte er RTL/ntv. Westphal will jetzt handeln, da sich die britische Variante besonders durch die jüngere Generation ausbreite. "In Dortmund ist der Anteil der Jugendlichen unter 20 Jahren an allen Fällen innerhalb von einigen Wochen verdreifacht worden", sagte Westphal.

+++ 08:42 Streeck: Können Inzidenz nicht mehr alleine heranziehen +++
Die dritte Corona-Welle rollt und mit ihr die Diskussion um die Notbremse. Immer mehr Regionen überschreiten den dafür festgelegten Inzidenzwert von 100. Manche Bundesländer wollen dennoch abwarten und die Lockerungen vorerst nicht zurücknehmen. Hat der Inzidenzwert als primäre Kennzahl ausgedient?

+++ 08:27 Probleme beim RKI: Aktuelle Zahlen nicht abrufbar +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat bisher noch keine aktuellen Fallzahlen vorgelegt. "Die Daten werden derzeit aktualisiert", heißt es seit dem frühen Morgen. Details stehen noch aus. Wie aus einem gegen 8 Uhr veröffentlichten Hinweis hervorgeht, sollten erste Zahlen erst "ab dem frühen Vormittag" zur Verfügung stehen. Wann die aktualisierten Werte bis auf Kreisebene abrufbar sind, ist noch unklar. Die ntv-Zählung auf Grundlage der Angaben aus den Landesbehörden bleibt davon unberührt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist demnach zuletzt in 14 von 16 Bundesländern weiter gestiegen. Mittlerweile liegen 137 der 412 deutschen Regionen über der Inzidenzschwelle von 100, ab der laut Bund-Länder-Beschluss Lockerungen zurückgenommen werden müssten. Mehr dazu hier.

+++ 08:07 Übertragung von Geimpften: Kubicki fordert schnelle Klärung +++
FDP-Vize Wolfgang Kubicki macht die Bundesregierung dafür verantwortlich, dass die Gefahr einer Corona-Übertragung durch bereits geimpfte oder von der Krankheit genesene Menschen noch immer ungeklärt ist. Das Verhalten der Bundesregierung sei rechtlich höchst problematisch, sagte Kubicki. "Es spielt keine Rolle, ob die Bundesregierung mutwillig oder aus schierer Inkompetenz nicht in der Lage ist, bestimmte Bereiche mit wissenschaftlicher Expertise und mehr und besserer Forschung aufzuhellen", sagte Kubicki.

+++ 07:41 Widerstand gegen tageweise Schulöffnungen kurz vor Ostern +++
In Hessen wächst der Widerstand gegen die ab Montag geplanten Präsenztage für Schüler ab der 7. Klasse. Zahlreiche Kreise und Städte haben angekündigt, die Pläne des Kultusministeriums nicht umzusetzen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen findet es "sehr verantwortungsvoll, dass die Kreise ihre Notbremse nutzen und das Infektionsgeschehen ernst nehmen", sagte Vorsitzende Maike Wiedwald. Natürlich sei wichtig, so bald wie möglich auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 11 wieder an die Schule zu bringen. "Es wäre in Anbetracht der Infektionszahlen aber sinnvoller, die zwei Wochen vor Ostern dazu zu nutzen, ein gutes und durchdachtes Konzept für den Wechselunterricht nach Ostern für alle Schülerinnen und Schüler zu entwickeln", sagte Wiedwald.

+++ 07:06 Dreyer wirbt für Tests von Konzepten in Modellregionen +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer wirbt dafür, Konzepte für Lockerungen der Corona-Auflagen in Modellregionen zu testen. Ein Jahr nach dem ersten Lockdown könne die Politik die Menschen "nicht für weitere Monate in ihre vier Wände verbannen", sagte Dreyer der "Welt". "Ich plädiere dafür, dass wir in Modellregionen stärker ausprobieren sollten, welche Möglichkeiten es zusätzlich gibt." Vor den nächsten Beratungen von Bund und Ländern am Montag riet Dreyer dazu, auf generelle Schließungen, aber auch auf pauschale Öffnungen zu verzichten. "Wir müssen differenziert vorgehen", sagte die Ministerpräsidentin.

+++ 06:37 Mehr als 130.000 Testergebnisse standen offenbar ungeschützt im Netz +++
Mindestens 136.000 Covid-19-Testergebnisse standen offenbar ungeschützt im Netz. Über diese Sicherheitslücke in einer Software für Corona-Testzentren berichten die "Süddeutsche Zeitung", der Rundfunk Berlin-Brandenburg und der Wiener "Standard" unter Berufung auf eine Analyse von Zerforschung - einem Kollektiv von IT-Experten - und Chaos Computer Club (CCC). Zusammen mit den Ergebnissen der Schnelltests seien jeweils eindeutig identifizierende Daten wie Name, Adresse, Staatsbürgerschaft, Mobilfunknummer, Geschlecht, E-Mail-Adresse und in einigen Fällen die Ausweisnummer im Internet zu finden gewesen. Die Sicherheitslücken klafften laut Bericht in der Software Safeplay des österreichischen Unternehmens Medicus AI. Viele Testzentren setzen das Programm ein, um Termine zu vergeben und Getesteten digital ihre Ergebnisse zugänglich zu machen. Betroffen seien vor allem Testzentren, die das Münchner Unternehmen 21Dx betreibt, darunter Einrichtungen in München, Berlin, Mannheim und im österreichischen Klagenfurt.

+++ 06:13 Hausärzteverband: Können Vertrauen in Astrazeneca wieder aufbauen +++
Die Hausärzte fordern, im Fall der Aufhebung des Impfstopps das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca rasch in den Arztpraxen zu verimpfen. " Auch wenn sich zeigt, dass der Impfstoff für die meisten unbedenklich ist, wird es leider nicht gerade leicht werden, das Vertrauen wieder aufzubauen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Dies wird eines enormen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient bedürfen - auch das spricht für einen schnellen Impfstart in den Hausarztpraxen, denn im Impfzentrum wird das sicherlich nicht möglich sein", fügte er hinzu.

+++ 6:00 Aktuelle RKI-Zahlen bisher nicht aufrufbar +++
Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu den neuen Corona-Infektionen liegen noch nicht vor. Das Dashboard des RKI wird derzeit aktualisiert.

+++ 05:30 Umfrage: Gut jeder dritte Beschäftigte fühlt sich ausgebrannt +++
Die Corona-Krise führt viele Arbeitnehmer einer Studie zufolge an ihre Belastungsgrenze. 35 Prozent der Befragten hatten im Herbst das Gefühl, aufgrund von Arbeitsstress ausgebrannt zu sein, ermittelte das Beratungsunternehmen Gallup. In den beiden Vorjahren waren es 26 Prozent. Die Burnout-Gefahr sei deutlich gestiegen. Nur noch 61 Prozent wollten ohne Wenn und Aber in einem Jahr noch bei ihrer derzeitigen Firma arbeiten. Im Vorjahr seien es 73 Prozent gewesen, davor 78 Prozent. Besonders wechselwillig sind demnach Menschen in Kurzarbeit.

+++ 04:35 Studie: Wiederholte Corona-Infektionen selten, aber möglich +++
Die meisten Menschen sind nach einer Coronavirus-Infektion erst einmal einige Monate immun - allerdings nicht alle. Zu diesem Ergebnis kommt eine großangelegte Studie in Dänemark, die nun in der Fachzeitschrift "The Lancet" vorgestellt wurde. Bei älteren Menschen über 65 Jahren tritt eine wiederholte Infektion demnach häufiger auf als bei jüngeren. Diese Erkenntnisse zeigen nach Ansicht der Forscher, dass Maßnahmen wie Abstandhalten, auch für diejenigen von grundlegender Bedeutung sind, die bereits Covid-19 gehabt haben. Auch auf eine Impfung sollte demnach nicht verzichtet werden.

+++ 03:49 Kassenärzte-Chef: Astrazeneca-Zulassung eventuell mit Einschränkungen +++
Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, hält es für möglich, dass die Zulassung für den Astrazeneca-Impfstoff eingeschränkt wird. "Die Experten prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen Einnahme von Verhütungsmitteln, Rauchen und Impfen gibt. Möglicherweise haben sich hier Risiken potenziert. Dann könnte es vielleicht eine Zulassung mit Einschränkungen geben - etwa nur für bestimmte Altersgruppen oder beispielsweise ohne gleichzeitige Nutzung der Pille", sagt Bergmann der "Rheinischen Post".

+++ 03:00 Slowakei verbietet Urlaub im Ausland +++
Die slowakische Regierung hat den seit 1. Oktober geltenden Notstand bis zum 28. April verlängert. Der Notstand erlaubt den Behörden unter anderem die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal sowie das Verhängen von Ausgangssperren. Zugleich beschloss die Regierung ein Verbot von touristischen Auslandsreisen. Das Kabinett reagiert damit auf Kritik an den bisherigen Notstandsregeln. Diese schränkten zwar die Bewegungsfreiheit im Inland stark ein, erlaubten aber Auslandsurlaube.

+++ 02:09 Intensivmediziner mahnt zur Umsetzung der Corona-Notbremse +++
Der wissenschaftliche Leiter des Intensivregisters der Fachgesellschaft Divi, Christian Karagiannidis, warnt davor, die beschlossene Corona-Notbremse zu ignorieren. "Ich hoffe, die Politik setzt die Beschlüsse um, nach denen die Lockerungen bei einem Inzidenzwert über 100 zurückgenommen werden", sagte der Mediziner dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Lage bei den Intensivpatienten sei ähnlich wie im Oktober 2020. "Damals gab es bundesweit 3000 Covid-Intensivpatienten. Wenn wir jetzt beim Impfen nachlassen, bei den Lockerungen bleiben und die Inzidenz bis 200 laufen lassen, dann können es 5000 bis 6000 Patienten werden", sagte Karagiannidis. Das sei in den Kliniken "die absolute Kapazitätsgrenze".

+++ 01:11 Kretschmer für schnelle Zulassung von Sputnik V +++
Nach dem vorläufigen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca wirbt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für den russischen Impfstoff Sputnik V. "Russland ist ein großes Land der Wissenschaft, und ich habe nicht die geringsten Zweifel, dass die dortige Wissenschaft imstande ist, einen leistungsfähigen Impfstoff herzustellen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Der Impfstoff sollte zugelassen werden." Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich bereits für eine schnelle Zulassung von Sputnik V ausgesprochen.

+++ 00:25 Seehofer will Läden offen lassen - mit Kundenbegrenzung +++
Innenminister Horst Seehofer fordert bei den Corona-Maßnahmen einen neuen Ansatz. "Die Leute verstehen nicht, wenn der Blumenladen schließen muss, aber der Supermarkt nebenan Blumen verkaufen darf", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur". Sein Vorschlag: Ab einer Inzidenz von 50 darf nur noch ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche in einen Laden - ob Supermarkt oder sonstiger Einzelhandel. "Eine Regel für eine Inzidenz von über 100 bräuchten wir dann nicht mehr", sagte Seehofer. Diesen kritischen Wert werden voraussichtlich immer mehr Landkreise überschreiten. Damit träte die bislang gültige "Notbremse" in Kraft, die eine Schließung vieler Geschäfte vorsieht.

+++ 23:37 Trauriger Rekord: Brasilien verzeichnet mehr als 90.000 Neuinfektionen +++
Brasilien meldet 90.303 Neuinfektionen und damit so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 2648, der zweithöchste Wert nach dem traurigen Rekord des Vortags. Insgesamt wurden in dem Land mit 211 Millionen Einwohnern 11,7 Millionen Infektionen und 284.775 Todesfälle verzeichnet.

+++ 23:11 Kieler Woche wird auf September verschoben +++
Wegen der angespannten Corona-Lage wird die Kieler Woche verschoben. Die 127. Auflage der weltgrößten Segel-Regattawoche soll erneut nicht zum Traditionstermin im Juni, sondern vom 4. bis 12. September stattfinden. "Mit dem Ausbau der Teststrategie und dem Fortschritt bei den Impfungen werden wir im September hoffentlich in einer Situation sein, in der eine Kieler Woche näher am "Original" möglich sein wird", sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Bereits 2020 hatte das Sommerfest erst im September und anders als gewohnt stattgefunden.

+++ 22:15 Sachsen: Mehr als 200 Todesfälle pro 100.000 Einwohner +++
In Sachsen hat die Anzahl der Todesfälle je 100.000 Einwohner die Schwelle von 200 überschritten - der mit Abstand höchste Wert unter allen Bundesländern. Zum Vergleich: Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sind in Sachsen rund vier Mal mehr Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben als etwa in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern.

+++ 21:42 Frankreich meldet mehr als 38.000 neue Fälle +++
Frankreich meldet 38.501 Neuinfektionen. Mehr wurden zuletzt am 17. November registriert. Damals meldeten die Behörden 45.522 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages.

+++ 21:07 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.694 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.601.636 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.694 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich zeigt sich, wie stark die Fallzahlen derzeit ansteigen. Der aktuelle Tageszuwachs liegt rund 3500 Fälle über dem gemeldeten Niveau von Mittwoch vergangener Woche (11.164). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 252 auf 74.033. Als aktuell infiziert gelten rund 144.400 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,95 angegeben (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 95 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,06 (Vortag: 1,06). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2859 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1572 davon werden beatmet. Rund 4500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Quelle: ntv.de, mau/ino/hek/rts/dpa/AFP

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