Panorama

Grubenunglück in Nicaragua Eingeschlossene Goldschürfer gerettet

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Mindestens ein Bergarbeiter kam ums Leben, alle anderen konnten offenbar aus 800 Metern Tiefe gerettet werden.

(Foto: AP)

Knapp zwei Tage sind fast 30 nicaraguanische Bergarbeiter in einer illegalen Goldmine eingeschlossen. Bis die Rettungsaktion anläuft vergeht ein Tag. Nun gelingt es Helfern, 20 Verschüttete zu bergen. Fünf werden allerdings noch vermisst, einer ist offenbar tot.

Nach einem Grubenunglück mit zunächst 28 Vermissten im Nordosten Nicaraguas sind 20 Bergarbeiter aus rund 800 Meter Tiefe gerettet worden. Fünf Menschen in der illegal betriebenen Goldmine in einer entlegenen Bergregion unweit der Atlantikküste werden noch vermisst, teilte die Regierung mit. Nach ihnen werde weiter gesucht. Ein örtlicher Fernsehsender zeigte eine Leiche, bei der es sich offenbar um einen Arbeiter handelte, offiziell wurde jedoch kein Todesopfer bestätigt.

Die Arbeiter waren am Donnerstag verschüttet worden. Heftige Regenfälle hatten einen Erdrutsch ausgelöst, durch den ein Stollen verschlossen wurde. Insgesamt 28 Bergleute wurden danach vermisst, zwei in geringer Tiefe verschüttete Arbeiter konnten sich später jedoch selbst befreien. Die Bemühungen der beteiligten Soldaten, Polizisten und Bergleute in der nicht offiziell betriebenen Schürfanlage gestalteten sich schwierig, weil das Gelände durch den Regen instabil war. Die Nachricht des Unglücks war erst mit Verzögerung zu den Behörden durchgedrungen.

Bei der Mine handelt es sich um eine nicht offiziell betriebene Schürfanlage für Gold, die unter dem Namen Cerro El Comal bekannt ist. Die Gegend um Bonanza ist die Heimat der größten Goldminen des Landes. Infolge des starken Anstiegs des Goldpreises im vergangenen Jahrzehnt hat die Aktivität in dem Bereich erheblich zugenommen. Die Bevölkerung von Bonanza wuchs in einem Jahrzehnt von 8000 aus 40.000 Einwohner. Schätzungen zufolge gibt es in der Region 6000 Guiriseros.

Quelle: ntv.de, nsc/AFP