Panorama

Regen hier, 32 Grad dort Etwas Hochsommer und erster Frühherbst

imago92734384h.jpg

Der Satz "Dahinten wird es schon wieder heller" könnte in den kommenden Tagen örtlich wieder Bestandteil der Wettergespräche werden.

(Foto: imago images / Jan Eifert)

Der Sommer hinkt seiner Frühform weiter hinterher. Vor allem im Süden klettert die Quecksilbersäule nochmals über die 30-Grad-Marke, doch im Norden und Westen wird es kühler, grauer und regnerischer. Aber n-tv Wetterexperte Björn Alexander sieht in den Modellrechnungen am Horizont Ansätze für einen Spätsommer.

n-tv.de: Wie viel Sommer bringt unser Wochenende?

Björn Alexander: Besonders im Süden und Osten wird es zum Teil sogar hochsommerlich bei Spitzenwerten über 30 Grad. Auf der anderen Seite geht es im Westen und Norden mitunter schon fast frühherbstlich mit Wolken, Regen und Werten unter 25 Grad weiter. Es stehen also sehr abwechslungsreiche und kontrastreiche Tage an.

Wird der Sommer denn nächste Woche wieder Anlauf nehmen?

Auch wenn es bei den Wettercomputern schon mal Ansätze gibt, die uns eine spätsommerliche Phase prophezeien, so dürfte das doch noch länger dauern. Denn von Montag bis mindestens zur Mitte der nächsten Woche stehen die Zeichen derzeit in einigen Landesteilen auf unbeständig oder wolkig, teilweise nass und eher unterkühlt. Erst danach könnte es dauerhaft schöner und wärmer werden.

Das sind ja eigentlich schon fast Luxusprobleme. Zumindest wenn man es mit dem Wetter in Japan vergleicht, wo Taifun "Krosa" angekommen ist. Mit welchen Gefahren?

"Krosa" hat sich inzwischen zu einem Tropensturm abgeschwächt, bringt aber auf seinem Weg nach Norden nach wie vor teils sintflutartigen Regen mit. Das gilt vor allem in Japan. Aber auch auf der koreanischen Halbinsel und bis nach Südostsibirien. Es drohen weiterhin Überschwemmungen und Erdrutsche. Zuvor wurden Spitzenböen über 160 Kilometer die Stunde gemessen. Damit bleibt die pazifische Wirbelsturmsaison sehr rege, während die atlantische Hurrikansaison vergleichsweise ruhig ist.

Können sich dort denn noch Hurrikane bilden?

Da die Hurrikan-Saison noch bis zum 30. November andauert, können in den kommenden Wochen durchaus noch einige Stürme kommen. Zumal ein August ganz ohne Tropenstürme und Hurrikane im Atlantik eine absolute Seltenheit ist, die es schon seit mindestens 20 Jahren nicht mehr gegeben hat.

Woran liegt das?

Zu den Ursachen dürfte einerseits die eher trockene und damit wenig gewitterwillige Luft im Bereich des Atlantiks zählen. Andererseits dürften auch die Nachwirkungen des El Niño die Sturmaktivität noch unterdrücken.

Zurück zu unserem Wochenendwetter: Welche Einzelheiten hat der Samstag für uns im Programm?

Björn Alexander

Spätsommer nicht ausgeschlossen: n-tv Meteorologe Björn Alexander macht etwas Hoffnung.

Im Süden und Osten dürfen Sie sich über sommerliche Aussichten mit Sonne und Spitzenwerten von 24 bis 27 Grad freuen. Jedoch sieht es am Samstag bei Weitem nicht überall so schön aus. Denn im Norden und Westen dominieren die Wolken und bringen zeit- und gebietsweise gewittrige Regengüsse mit. Dementsprechend bleibt es wesentlich weniger warm bei meist 20 bis 23 Grad.

Und am Sonntag?

Verschärfen sich die Temperaturgegensätze weiter. Vom Saarland und dem Oberrhein bis herüber nach Sachsen, Brandenburg und ins südliche Mecklenburg-Vorpommern werden es hochsommertaugliche 27 bis 32 Grad.

Wo wird es am heißesten?

In Niederbayern und in der Lausitz. Von der nördlicheren Eifel bis herauf an die Ostsee ist es dagegen deutlich wechselhafter und windig mit Schauern und Gewittern, die bevorzugt im Übergangsbereich zur Warmluft kräftig und von Sturmböen begleitet sein können. Dazu bekommen Sie im Westen und Nordwesten nur Höchstwerte zwischen 18 und 23 Grad.

Welche Trends zeigt uns die nächste Woche?

Am Montag wird die Heißluft komplett abgedrängt und damit geht es im Süden ebenfalls gewittrig weiter. Auch der Norden startet unbeständig in die neue Wetterwoche. Sonst ist es schöner und trocken bei Höchsttemperaturen zwischen 18 Grad in der Eifel und 25 Grad im Osten.

Wie geht es danach weiter?

Am Dienstag und Mittwoch wird es im Süden und Südosten immer wieder gewittrig und teilweise sehr nass. Der Norden zeigt sich ebenfalls wechselhaft. Im übrigen Land sieht es derzeit nach einem geringeren Regenrisiko und mehr Sonne aus.

Bei welchen Werten?

Die Temperaturen treten ein wenig auf der Stelle und schaffen es am Dienstag auf 17 bis 26 Grad. Der Mittwoch dürfte bei 17 bis 24 Grad sogar tendenziell wieder etwas kühler werden. Kurzum: der Hochsommer gibt mancherorts noch ein kurzes Gastspiel, bevor wir dann auf den Spätsommer warten können.      

Quelle: n-tv.de