Panorama

Schiff treibt auf Sri Lanka zu Flammen auf Öltanker nicht unter Kontrolle

Zwei Tage nach der Explosion auf einem Riesen-Öltanker vor der Ostküste von Sri Lanka ist der Brand an Bord noch nicht gelöscht. Mehrere Marineschiffe und Löschhubschrauber sind im Einsatz und versuchen, eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Hinweise auf ein Leck soll es aber nicht geben.

Nach dem Ausbruch eines Feuers auf einem vollbeladenen Öltanker vor Sri Lanka versucht der Inselstaat, eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Das noch immer brennende Schiff mit einer Ladung von rund 280.000 Tonnen Rohöl treibe ohne Besatzung an Bord auf die Küste zu, sagte der Marine-Sprecher Indika de Silva.

Der Tanker "New Diamond" werde nun von der Küste weggeschleppt. Er sei bereits bis auf eine Entfernung von 25 Kilometern auf Sri Lanka zugetrieben, nachdem er 38 Kilometer von dem Küstenort Thirukovil entfernt havariert sei. Es gebe keine Hinweise auf ein Leck, sagte der Marine-Sprecher. Die Wasserumweltschutzbehörde des Landes warnte aber vor einer enormen Katastrophe, wenn auch nur ein Teil der Ladung ins Meer fließe.

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Ein verletztes Besatzungsmitglied des Frachters MT New Diamond wird zu einem Krankenwagen getragen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die von der staatlichen Indian Oil Corp gecharterte "New Diamond" war unter der Flagge Panamas von Kuwait in den indischen Hafen Paradip unterwegs, wie Tracking-Daten von Refinitiv/Eikon zeigen. Das Feuer war am Donnerstag nach einer Explosion im Maschinenraum ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied von den Philippinen sei schwer verletzt worden, erklärte Marine-Sprecher de Silva. Der Mann werde vermisst und sei vermutlich tot. Die übrigen 22 Seeleute, 17 Philippiner und fünf Griechen, seien von Bord gerettet worden. Ein Crewmitglied sei verletzt und zur Behandlung in die Hauptstadt Colombo geflogen worden.

Schiffe der russischen Marine und der indischen Küstenwache unterstützten die Löscharbeiten vor der Ostküste Sri Lankas. Sri Lankas Meteorologie-Behörde hat ein Katastrophen-Szenario erstellt und geht in dem von ihr als schlimmstmöglich eingestuften Fall davon aus, dass ein Viertel der Ladung - also 70.000 Tonen Rohöl - in den Indischen Ozean fließt. Die Ostküste Sri Lankas sei dadurch nicht unmittelbar gefährdet, so die Schlussfolgerung der Behörde.

Quelle: ntv.de, jki/rts