Insgesamt vier InsassenHubschrauber kollidieren bei Löscharbeiten nahe Athen und stürzen ab
Die Flugbahnen zweier Löschhubschrauber in Griechenland nähern sich immer weiter an, wie ein Video zeigt. Bis es zur Kollision kommt. Berichten zufolge stürzen beide Maschinen ab. Eine der Crews meldet sich danach bei der Feuerwehr.
Bei den Löscharbeiten westlich von Athen sind nach Berichten des griechischen Rundfunks ERT zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen und abgestürzt. Die Piloten des einen Hubschraubers haben sich bei der Feuerwehrzentrale per Funk gemeldet. Das Schicksal der Besatzung des zweiten Hubschraubers war zunächst unklar. Er war schneller und mit massiver Brandentwicklung abgestürzt. Im Gebiet bei der Ortschaft Psatha wurde eine großangelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet, teilte die Feuerwehr mit.
Später hieß es in griechischen Berichten unter Berufung auf die Feuerwehr, in den beiden Hubschraubern hätten sich insgesamt vier Männer befunden. Zwei der Insassen seien wohlauf oder nur leicht verletzt gefunden worden, zwei seien bewusstlos oder ohne Reaktion geborgen worden. Sie wurden demnach in Kliniken weitertransportiert. Die Körper der Piloten seien aufgefunden worden, heißt es bei der Deutschen Presse-Agentur in Bezug auf den unmittelbar abstürzenden Helikopter, ihr Tod sei am frühen Abend noch nicht offiziell bestätigt worden.
Ein von ERT in den sozialen Medien geteiltes Video soll die Kollision der Hubschrauber zeigen. Darauf ist zu sehen, wie die Flugbahnen zweier Löschhubschrauber sich immer weiter annähern - bis es zum Zusammenstoß kommt. Der untere Hubschrauber stürzt direkt ab. Beim anderen ist dies zumindest im Video nicht zu erkennen. Der Copilot des Helikopters, der nicht sofort abstürzte, sei verletzt worden, hatte es zunächst in Berichten unter Berufung auf Kreise der Feuerwehr gehießen.
Unterdessen haben sich die Flammen des schweren Brandes rund 50 Kilometer westlich von Athen bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara mit rund 36.000 Einwohnern ausgebreitet. Nach ersten Schätzungen wurden seit Freitag mehr als 10.000 Hektar Wald sowie Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen zerstört, wie der griechische Rundfunk ERT berichtete.
Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Feuerwehrleute aus Rumänien und Frankreich, kämpfen gegen den Großbrand, der rund um das dicht bewaldete Gebirgsmassiv von Kithairon wütet. Im Raum Athen ist der Großeinsatz unüberhörbar: Immer wieder brummen und knattern Löschflugzeuge und Hubschrauber, die in die Krisenregion unterwegs sind.
