Panorama

Auch Vater stirbt in Trümmern Kind nach Haus-Explosion tot geborgen

Aus ungeklärten Gründen explodiert im Allgäu ein dreistöckiges Wohnhaus und begräbt mehrere Menschen unter Trümmern. Die Rettungskräfte können die Mutter schwer verletzt retten, für den Vater und die siebenjährige Tochter der Familie kommt jede Hilfe zu spät.

Nach der Explosion eines Wohnhauses im Allgäu haben die Rettungskräfte in der Ruine eine Kinderleiche entdeckt, wie ein Polizeisprecher im bayerischen Rettenbach sagte. Zuletzt hatten die Einsatzkräfte nach einem siebenjährigen Mädchen gesucht. Das dreistöckige Haus in einem Wohngebiet war am Sonntagvormittag bei einer Explosion vollkommen zerstört worden.

In der Ruine war schon eine Männerleiche entdeckt worden. Am Sonntag hatten Einsatzkräfte die 39 Jahre alte Mutter des Mädchens und Ehefrau des Vermissten schwer verletzt aus den Trümmern gerettet.

Die Ursache der Explosion, die das dreistöckige Haus in einem Wohngebiet am Sonntagvormittag vollkommen zerstört hat, war am Montagmorgen weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei ermittelt. Insgesamt bis zu 350 Einsatzkräfte hatten am Sonntag nach den Vermissten gesucht. Das Technische Hilfswerk baute Scheinwerfer auf, um die Unglücksstelle ausleuchten zu können. Neben Spürhunden waren auch Spezialisten mit einer Kamerasonde und insgesamt vier Hubschrauber im Einsatz. Nach der Räumung von Resten des Daches mit schwerem Gerät mussten sich die Helfer mit den Händen weiter vorarbeiten. Etwa 50 Helfer blieben die ganze Nacht über im Einsatz.

Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um Betroffene und Anwohner. Die Detonation war so heftig, dass sie ein angrenzendes Haus schwer und zwei weitere Häuser leicht beschädigte. 15 Nachbarn mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden zum Teil in Ersatzquartieren untergebracht.

Zunächst hatte die Polizei befürchtet, dass bei der Explosion sogar sieben Menschen verschüttet worden sein könnten - denn so viele Menschen waren als wohnhaft in dem Haus gemeldet. Neben der Siebenjährigen lebten auch die beiden Söhne der 39-Jährigen und des 42-Jährigen in dem Haus, sie waren zum Zeitpunkt der Explosion aber nicht dort. Außerdem war in dem Haus ein kinderloses Paar gemeldet, tatsächlich lebt aber nur noch eine Frau dort, die ebenfalls nicht zu Hause war, als es zu der Explosion kam.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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