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Freitag, 25. November 2016

Täter in Frankreich auf der Flucht: Mann tötet Frau in Missionars-Heim

In Südfrankreich verschafft sich ein Mann Zugang zu einer Einrichtung für Mönche und tötet eine Angestellte. Nun ist er auf der Flucht. Er ist mit einem Messer und einer Flinte bewaffnet.

Ein bewaffneter Mann ist in ein Altersheim für pensionierte Mönche in Südfrankreich eingedrungen und hat eine Mitarbeiterin getötet. Der vermummte Täter habe eine Wächterin der Einrichtung nahe Montpellier überwältigt und die Angestellte erstochen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise. Spezialeinheiten der Gendarmerie hätten das Areal in Montferrier-sur-Lez (Hérault) auf der Suche nach dem Mann vergeblich durchkämmt und rund 60 Bewohner in Sicherheit gebracht. Der Täter entkam jedoch.

Die Präfektur stufte die Tat als "kriminellen Akt" ein. Ein terroristischer Hintergrund sei unwahrscheinlich, hieß es aus Ermittlerkreisen. Das Motiv des mutmaßlichen Einzeltäters, der ersten Erkenntnissen zufolge mit Messer und abgesägter Flinte bewaffnet war, liege noch im Dunkeln. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Montpellier sei keiner der Mönche verletzt oder misshandelt worden. Alarmiert wurde die Polizei von der Wächterin, die vom Täter gefesselt und geknebelt wurde, sich aber selbst befreien konnte.

In dem Heim "Les Chênes verts" leben Geistliche, die zuvor in Afrika tätig waren. Der Bürgermeister von Montferrier-sur-Lez sagte, in der Einrichtung seien rund 60 frühere Missionare sowie rund ein Dutzend Laien und Gläubige untergebracht.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an die Ermordung eines Priesters durch zwei Dschihadisten in der Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray in der Normandie. Dort hatten die Angreifer am 26. Juli während der Morgenmesse Geiseln genommen und anschließend den 85 Jahre alten Priester ermordet.

Quelle: n-tv.de