Panorama

Erstes Todesopfer in Mecklenburg Mehr als 50.000 Corona-Fälle in Deutschland

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Deutsche Krankenhäuser rüsten massiv auf, um auf die steigende Zahl von Corona-Patienten vorbereitet zu sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Gesundheitsbehörden in Deutschland melden seit gestern 2240 neue Corona-Infektionen. Damit übersteigt die Zahl der Fälle die 50.000er-Grenze. Mehr als 350 Infizierte starben, darunter erstmals ein Mensch in Mecklenburg-Vorpommern. Zwei Deutsche erlagen der Viruserkrankung im Ausland.

Nach Berechnungen von ntv.de ist die Zahl der bestätigten Infizierten in Deutschland auf 51.124 gestiegen. Das sind bis zum Mittag 2240 mehr als gestern. 41 neue Todesfälle wurden gemeldet. Damit sind bisher 356 Menschen in Deutschland gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Die meisten Infektionen verzeichnet nach wie vor Nordrhein-Westfalen, wo die Zahl der bestätigten Fälle auf 12.744 stieg. Es folgen Bayern mit 11.150 und Baden-Württemberg mit 9.781 Fällen. Die Daten basieren auf Angaben des Robert-Koch-Instituts und der Behörden der Bundesländer.

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Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium an diesem Samstag mit.

Zwei Deutsche starben im Ausland an der Viruserkrankung. Ein 67-Jähriger deutscher Tourist erlag der Infektion auf Zypern. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen. Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben.

In den vergangenen Tagen hatte sich der exponentielle Anstieg der Fallzahlen in Deutschland etwas abgeschwächt. Während es in der Vorwoche noch zwischen 25 und 30 Prozent mehr bestätigte Infektionen pro Tag gab, waren es in dieser Woche bislang nur zwischen 12 und knapp 17 Prozent mehr Fälle pro Tag. Dies entspricht aber immer noch einer Verdoppelung der Fallzahlen in rund fünf Tagen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Podcast sagte, sei es aber nötig, den Anstieg auf eine Verdoppelung innerhalb von zehn Tagen zu begrenzen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Quelle: ntv.de, mbo