Panorama

Norden freut sich über RegenNRW und Hessen erleben trockensten Juli seit 1881

30.07.2026, 17:09 Uhr
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Trauriger Anblick: Das Grün ist wie hier in Köln größtenteils aus der Landschaft gewichen. Der Pegel des Rheins liegt nur minimal über dem historischen Tiefstwert. (Foto: IMAGO/Marc John)

Gelbe Wiesen, sinkende Pegelstände - die Folgen der Dürre sind besonders im Westen und Südwesten von Deutschland zu sehen. In Nordrhein-Westfalen und Hessen werden traurige Rekorde vermeldet. In anderen Bundesländern sieht es besser aus.

Der Monat Juli war in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der trockenste seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1881. Demnach wurde der Tiefstwert von 26 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter aus dem Jahr 2018 mit nur 18 Litern nochmals deutlich unterboten.

Damit fiel nach Berechnungen des DWD nur 22 Prozent des klimatologischen Mittelwertes von 82 Litern Regen pro Quadratmeter. Mit Blick auf das gesamte Bundesland sei dabei aber ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle bei der Niederschlagsverteilung im noch laufenden Juli zu beobachten gewesen. Laut Mitteilung gab es am Niederrhein oft weniger als 10 Liter Regen, in Ostwestfalen lagen die Messdaten dagegen zwischen 25 und 40 Litern.

Auch Hessen verzeichnet den trockensten Juli seit Beginn der Messhistorie. "In der Landesmitte nahm die Trockenheit im vergangenen Juli historische Ausmaße an", teilte der DWD mit. Es habe nach letzten Prognosen nur etwa 14 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gegeben. Etwas besser erging es Baden-Württemberg: 34 Liter pro Quadratmeter - was aber immer noch viel zu wenig ist.

Deutschlandweit beobachtete der DWD bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer ein deutlich ausgeprägtes Südwest-Nordost-Gefälle. In keinem Bundesland regnete es so viel wie in Berlin. Pro Liter fielen in der Hauptstadt dem DWD zufolge 68 Liter pro Quadratmeter. Die Regenmenge habe damit um ein Viertel über dem Wert des Klimareferenzzeitraums (54 Liter pro Quadratmeter) gelegen.

In Brandenburg hingegen war die Niederschlagsmenge mit 50 Litern pro Quadratmeter leicht unterdurchschnittlich. In Schleswig-Holstein regnete es regelmäßig - mindestens jeden zweiten Tag - mit 56 Litern blieb das nördlichste Bundesland aber trotzdem hinter dem Referenzwert zurück.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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