Panorama

24-Jähriger unter VerdachtRadioaktives Material löst Großeinsatz im Saarland aus

04.08.2026, 13:01 Uhr
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Spezialkraefte-sind-im-Einsatz-Ein-24-Jahre-alter-Mann-soll-unsachgemaess-mit-radioaktiven-Mineralien-umgegangen-sein-Eine-Gefahr-fuer-die-Oeffentlichkeit-soll-nicht-bestehen
Bei Unfällen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Stoffen wird die CBRN-Einheit eingesetzt. (Foto: picture alliance/dpa)

Im saarländischen St. Ingbert müssen Spezialkräfte wegen radioaktiver Mineralien ausrücken. Ein 24-Jähriger soll unsachgemäß damit umgegangen sein. Die Polizei sperrt das Gebiet und fordert Menschen auf, den Bereich zu meiden.

Polizei und Fachleute für gefährliche Stoffe sind an einem Großeinsatz im saarländischen St. Ingbert beteiligt. Es geht nach Angaben der Polizei um den Verdacht des unsachgemäßen Umgangs mit radioaktiven Mineralien. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um in der Natur vorkommendes Gesteinsmaterial mit natürlicher Radioaktivität, das zudem mit Schwermetallen verunreinigt sein könnte. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Sollten im Zuge des Einsatzes weitergehende Schutzmaßnahmen erforderlich werden, würden betroffene Personen unmittelbar informiert, teilte die Landespolizeidirektion mit. Wo genau das Material gefunden wurde, ist derzeit nicht bekannt. Der Polizei zufolge wird geprüft, um welches Material und welche Menge es sich genau handelt. Maßnahmen richten sich gegen einen 24 Jahre alten Mann. Eine Festnahme gab es einem Polizeisprecher zufolge bislang nicht. 

Nach Angaben der Polizei könnten bei einer mechanischen Bearbeitung des Gesteinsmaterials radioaktive Partikel und Schwermetalle freigesetzt werden. Dabei entstehender Staub berge bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko. Weitergehende Angaben machte die Polizei aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht.

An dem Einsatz beteiligt waren den Angaben zufolge auch Feuerwehren, für Strahlenschutz zuständige Behörden sowie sogenannte CBRN-Einheiten. Das sind Spezialkräfte für Fälle, bei denen es um Gefahren wegen chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoffe geht. Der Einsatz dürfte sich über eine längere Zeit hinziehen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Einsatz läuft in einem Wohngebiet in St. Ingbert, eine Straße war deswegen komplett gesperrt, die Stadt riet auf ihrer Internetseite, den Bereich weiträumig zu umfahren. Bürgerinnen und Bürger können sich mit Fragen an das Umweltministerium in Saarbrücken wenden.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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