Geschwister setzen sich einRob Reiners Sohn droht keine Todesstrafe

Nick Reiner ist angeklagt, seine Eltern erstochen zu haben. Doch die Todesstrafe muss er nicht fürchten. Die Geschwister des Angeklagten setzen sich für ihn ein.
Im Prozess zum gewaltsamen Tod von US-Regisseur Rob Reiner und dessen Frau droht dem angeklagten Sohn Nick Reiner nicht die Todesstrafe. Nach einer gründlichen Prüfung und Gesprächen mit Nick Reiners Geschwistern habe er sich entschieden, stattdessen lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer Entlassung zu fordern, erklärte der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles County, Nathan Hochman.
Die Angehörigen hätten "ihren Standpunkt sehr deutlich gemacht", fügte Hochman hinzu. "Wir haben ihre Ansichten bei der endgültigen Entscheidung, nicht die Todesstrafe zu fordern, berücksichtigt." Mit dem Prozessbeginn sei nicht vor 2027 zu rechnen.
Nick Reiner, der mit Suchtproblemen und psychischen Erkrankungen zu tun hatte, wohnte in einem Gästehaus auf dem Grundstück seiner Eltern im wohlhabenden Stadtteil Brentwood in Los Angeles. Er wurde im Dezember 2025 festgenommen, nachdem die Leichen seiner Eltern in deren Haus entdeckt worden waren. Sie wurden erstochen.
US-Medienberichten zufolge war der Gewalttat ein Streit zwischen Nick Reiner und seinen Eltern auf einer Party des Moderators und Komikers Conan O'Brien am Vorabend vorausgegangen. Worum es dabei ging, ist unklar. Nick Reiner plädierte auf nicht schuldig.
Rob Reiner begann seine Karriere als Schauspieler. Später feierte er als Regisseur von Filmen wie "Harry und Sally" und "Stand By Me" Erfolge. Ihre schwierige Beziehung verarbeiteten Nick und Rob Reiner 2016 in dem teilweise autobiografischen Film "Being Charlie - Zurück ins Leben".