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Neun Monate nach seiner ErmordungRob Reiner wird posthum mit Creative Emmy Award geehrt

07.09.2026, 10:41 Uhr
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Hollywood trauert weiter um Rob Reiner und seine Frau. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Im vergangenen Dezember werden Rob Reiner und seine Frau ermordet. Posthum wird er nun mit einem Emmy für seinen Gastauftritt in der Serie "The Bear" ausgezeichnet. Das sorgt für berührende Szenen bei der Preisverleihung. 

Am 14. Dezember wurden Regisseur Rob Reiner und seine Frau Michele Singer Reiner in ihrem Haus im Stadtteil Brentwood von Los Angeles erstochen aufgefunden. Mutmaßlich war ihr Sohn Nick Reiner der Täter. Er wurde wegen zweifachen Mordes angeklagt, plädiert allerdings auf nicht schuldig.

Neun Monate nach seinem gewaltsamen Tod wird Reiner, der nicht nur als Regisseur für Kultfilme wie "Harry und Sally" verantwortlich zeichnete, sondern auch als Schauspieler tätig war, eine Ehrung zuteil. Er gewann bei den Creative Arts Emmy Awards am Sonntagabend in Los Angeles den Preis als bester Gastdarsteller in einer Comedyserie. Geehrt wurde er für seine Rolle des Restaurantberaters Albert Schnurr in der vierten Staffel der TV-Serie "The Bear".

Er setzte sich in der Kategorie gegen Michael J. Fox und Brett Goldstein (beide nominiert für "Shrinking"), Hamish Linklater ("Widow's Bay"), Christopher McDonald ("Hacks") und "Heated Rivalry"-Star Connor Storrie ("Saturday Night Live") durch.

"Wir alle wünschten, er wäre hier", erklärte Schauspielerin Wendi McLendon-Covey, die den Preis im Peacock Theater stellvertretend für Reiner entgegennahm. Das Publikum im Saal erhob sich zu minutenlangem Beifall. Die Kameras schwenkten auch auf Jamie Lee Curtis, die ebenfalls für ihre Nebenrolle in "The Bear" nominiert war. Sie soll Reiner überredet haben, in der Serie mitzuspielen.

Für Reiner war es der dritte Emmy und zugleich ein Rekord. Die ersten beiden gewann er 1974 und 1978 als Michael "Meathead" Stivic in "All in the Family" - dazwischen liegen 48 Jahre, so viel Zeit ist bei keinem Darsteller bisher zwischen zwei Emmy-Erfolgen vergangen. Die alte Bestmarke von 37 Jahren hielt ausgerechnet sein Vater Carl Reiner.

In "The Bear" war Reiner in drei Folgen als Franchise-Berater zu sehen, der Koch Ebraheim (Edwin Lee Gibson) unterstützt. Das Serienfinale setzte ihm ein Denkmal: Ebra ruft Albert an, um von der Zusage für das Franchise-Geschäft zu berichten, und verabschiedet sich mit "As you wish" - eine Anspielung auf Reiners Filmklassiker "Die Braut des Prinzen" von 1987.

Emmys für Bad Bunny

Die Creative Emmy Awards werden an zwei Abenden vor der großen Gala der Emmy-Verleihung vergeben. Prämiert werden Gastauftritte, Varieté- und Musikprogramme, Animationen, Dokumentationen und technische Gewerke von Kamera über Ton bis Licht. Den ersten Abend beherrschte Bad Bunnys Halbzeitshow beim Super Bowl mit sieben Preisen. Sechs Emmys gingen an "The Traitors", deren Moderator Alan Cumming zum dritten Mal in Folge gewann.

Bei der Hauptgala am 14. September fallen etwa die Entscheidungen über die beste Drama- und Comedyserie sowie über die Haupt- und Nebenrollen. Reiner soll dort im "In Memoriam"-Teil gewürdigt werden.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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