Panorama

Altonaer Fischmarkt überschwemmtSturmwetter führt im Norden zu Überflutungen und Schäden

26.10.2026, 10:45 Uhr
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In Hamburg musste eine Frau vom Dach ihres Autos gerettet werden. (Foto: dpa)

Der Norden Deutschlands hat eine stürmische Nacht hinter sich. Straßen sind überschwemmt, in Hamburg steht auch der Fischmarkt unter Wasser. Zudem werden die Einsatzkräfte wegen kleinerer Unfälle und umgestürzter Bäume alarmiert. Dennoch zieht die Polizei eine positive Bilanz.

Trotz stürmischen Wetters ist die Nacht im Norden Deutschlands weitgehend ruhig verlaufen. Die Polizeileitstellen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern berichteten von nur wenigen größeren Einsätzen. Schwere Unfälle und Personenschäden blieben nach ihren bisherigen Einschätzungen aus. Die Einsatzkräfte seien auf die Wetterlage vorbereitet gewesen.

Vereinzelt mussten sie sich dennoch um überschwemmte Straßen und Parkplätze sowie umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste kümmern. In Hamburg war wie erwartet der Altonaer Fischmarkt überschwemmt. Die Feuerwehr habe die Lage im Blick gehabt und sei darauf vorbereitet gewesen, hieß es am Morgen von einem Mitarbeiter der Hamburger Polizei.

In der Hamburger Hafencity blieb eine Autofahrerin in einer überfluteten Eisenbahnunterführung im Wasser stecken und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Ein Passant hörte in der Nähe der Elbbrücken die Hilferufe der im Auto sitzenden Frau und rief die Feuerwehr. "Als wir eintrafen, war das Auto schon nicht mehr zu sehen und die Frau saß auf dem Dach und schrie um Hilfe", sagte ein Feuerwehrsprecher am Morgen. Sie sei dann von den Einsatzkräften aus ihrer misslichen Situation befreit worden.

Behörden erwarten noch höhere Wasserstände

Auch in Bremerhaven, Wilhelmshaven und Cuxhaven standen Parkplätze unter Wasser. Im nordfriesischen Dagebüll zeigten Videoaufnahmen peitschende Wellen und überspülte Straßen am Ufer. In Schleswig-Holstein berichteten die Polizeileitstellen ebenfalls von mehreren sturmbedingten Einsätzen. So kam es unter anderem in Heide im Kreis Holstein wegen einer überfluteten Straße zu einem Feuerwehreinsatz. In Meldorf im Kreis Dithmarschen wurde ein Hausdach stark beschädigt. In Mecklenburg-Vorpommern meldeten die Polizeileitstellen keine größeren Vorkommnisse.

In Bremerhaven war am Sonntagabend zudem ein Kreuzfahrtschiff beim Auslaufen mit zwei Containerschiffen zusammengestoßen. Auslöser für den Unfall war eine Windböe gewesen, teilte die Polizei am Morgen mit. Auf verifizierten Augenzeugenvideos war deutlicher Wellengang zu sehen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte vor Sturmfluten an weiten Teilen der Nordseeküste. Bereits in der Nacht waren die Wasserstände an praktisch allen Pegeln über die Sturmflutgrenze von 1,5 Metern über dem mittleren Hochwasser gestiegen. An diesem Montag werden örtlich noch höhere Wasserstände erwartet. Besonders stark soll die Sturmflut in Nordfriesland ausfallen, wo das Wasser bis zu zwei Meter höher als üblich steigen könnte. Im Weser- und Elbegebiet werden mehr als 1,5 Meter erwartet. Wegen der hohen Wasserstände drohen Überflutungen von Stränden und Grünflächen direkt am Wasser sowie von Hafenflächen.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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