Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Südsommer und Nordherbst

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"Sommer 2020 nach jetzigem Stand eher durchwachsene Hausmannskost als feine Gourmet-Küche", sagt ntv-Meteorologe Alexander.

(Foto: imago images/Gottfried Czepluch)

Die Hitzewelle ist überstanden, und in den kommenden Tagen erreicht Deutschland so etwas wie eine klassische mitteleuropäische Sommerlage. Schöne Tage im Süden, wohingegen es im Norden etwas rauer wird. Und zum Siebenschläfer wagt ntv-Meteorologe Alexander einen Ausblick auf den Sommer.

Nach der ersten Hitzewelle des Jahres ist das Thema Hochsommer nun in vielen Landesteilen erst einmal durch. Einzig ganz im Süden gibt die Hitze mit Spitzenwerten von um die 30 Grad Celsius zur Wochenmitte nochmals einen Nachschlag. Damit stellt sich nun eine eher klassische mitteleuropäische Sommerlage ein: Der Süden kommt schon mal in den Bereich von warmen Luftmassen aus Südeuropa, während es im Norden wiederholt wechselhaft, teilweise windig und frischer weitergeht.

Gleichzeitig befinden wir uns inmitten des Zeitraums für den Siebenschläfer. Und der besagt, dass - sollte sich eine stabile Wetterlage bis ins erste Juli-Drittel einstellen - diese Wetterlage auch gerne mal bis in den August hinein halten kann. Das Gleiche gilt aber eben auch für eine instabile und eher wechselhafte Lage. Eine Weichenstellung, die in Corona-Zeiten sicherlich noch wichtiger ist als in den vergangenen Jahrzehnten. Denn viele von uns werden ihren Sommerurlaub in heimischen Gefilden verbringen.

Und dabei dürfte uns im Sommer 2020 nach jetzigem Stand eher durchwachsene Hausmannskost als feine Gourmet-Küche erwarten. Zwischenzeitliche Hitze- und Hochsommer-Phasen zeichnen sich hierbei zwar bis in den August hinein ab - insbesondere in den südlicheren Landesteilen. Aber wiederholt folgen darauf auch unbeständigere und kühlere Abschnitte - alles mit dabei. Im Prinzip so wie in der neuen Wetterwoche. Hier die Details.

Nacht zum Montag

Vor allem von den Alpen bis hinauf ins Erzgebirge kann es noch krachen. Zum Teil mit Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Ansonsten bleibt es trocken, und es gibt Zeit zum Durchlüften. Denn hinter der Kaltfront von Tief "Sylvia" ist es deutlich frischer als zuletzt bei Tiefstwerten zwischen 15 und 10 Grad. Lediglich in der Gewitterluft bleibt es mit um die 17 Grad noch wärmer.

Björn Alexander

Björn Alexander wirft einen Blick auf das Wetter im diejährigen Corona-Urlaubsland Deutschland.

Montag

Nach einer teils nassen Nacht klingt der Regen im Tagesverlauf auch im Süden ab. Nichtsdestotrotz besteht dabei zunächst noch die Gefahr lokaler Überflutungen. Auch Bäche und kleinere Flüsse können stellenweise ausufern. Sonst erwartet uns zum Wochenstart ein meist trockener Mix aus Sonne und Quellwolken. Die Temperaturen erreichen maximal noch windige 18 Grad in der Eifel und 25 Grad im Osten.

Dienstag

Im Norden geht es durchwachsen und windig bis stürmisch weiter. An der Küste und auf den Mittelgebirgen sind einzelne Sturmböen drin. Im übrigen Land ist es freundlicher, teils sonnig und überwiegend trocken. Am schönsten ist es im Süden bei bis zu 27 Grad, während es im Norden maximal 17 Grad werden.

Mittwoch

Der Mittwoch zeigt sich im Süden weiterhin sommerlich bei viel Sonne und Spitzenwerten von um die 30 Grad. Derweil zeigt sich die breite Landesmitte wechselhaft, teilweise auch gewittrig. Trocken und zeitweise sonnig geht es im Norden weiter. Mehr als 20 Grad sind dort aber nicht möglich.

Donnerstag

Die nächste Kaltfront klopft an. Damit drohen verbreitet Schauer sowie Blitz und Donner. Auch unwetterartige Entwicklungen mit Starkregen und Sturmböen sind nach jetzigem Stand nicht auszuschließen. Die Temperaturen bringen es höchstens noch auf 17 bis 27 Grad.

Freitag

Im Norden setzt sich die Sonne durch und es bleibt trocken, während im übrigen Land weitere Schauer unterwegs sein werden. Die Temperaturen bewegen sich dabei zwischen 19 Grad an der See und 25 Grad am Oberrhein.

Das Wochenende

Der Samstag dürfte der schönere Tag werden. Ein erhöhtes Schauer- und Gewitterrisiko gibt es dann nämlich nur im Nordwesten. Ansonsten bleibt es trocken und teils sonnig bei 20 bis 28 Grad. Auch Spitzen bis an die 30 Grad sind nicht ganz auszuschließen. Das sieht hingegen am Sonntag ganz anders aus. Der verläuft generell wechselhafter und kühler mit 17 bis 26 Grad.

Quelle: ntv.de