Panorama

"Spontane Blockparty" eskaliert? Tote nach Schießerei in US-Stadt Charlotte

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Auch in Charlotte finden seit Tagen Anti-Rassismus-Demos statt.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Zum 19. Juni feiern viele Menschen das Ende der Sklaverei in den USA. Im Bundesstaat North Carolina gehen die Proteste und Feiern auch Tage danach weiter. Auf einer spontanen Blockparty fallen in Charlotte plötzlich Schüsse, zwei Menschen kommen ums Leben.

Bei einer Schießerei in der US-Stadt Charlotte sind zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Während die Schüsse fielen, sind nach Angaben der Polizei fünf weitere Personen, die sich in Sicherheit bringen wollten, von Autos angefahren worden. Die Schießerei fand gegen Mitternacht auf einer "spontanen Blockparty" statt, die eine Fortsetzung der Feierlichkeiten zum 19. Juni war, sagte der stellvertretende Polizeichef von Charlotte-Mecklenburg, Johnny Jennings.

Die Polizei fand vor Ort Hunderte von Menschen auf den Straßen, sagte Jennings. Als die Rettungsdienste eintrafen, wurden ebenfalls mehrere Schüsse abgefeuert. Jennings sagte, es gebe Hinweise auf mehrere Schützen, aber bislang sei niemand festgenommen worden.

In den USA erinnern seit dem 19. Juni Demonstranten im ganzen Land an das Ende der Sklaverei vor 155 Jahren und protestieren gegen Rassismus. Von New York über Chicago bis nach Oakland standen die Kundgebungen, Märsche und Autokorsos anlässlich des sogenannten Juneteenth-Tages dieses Jahr im Zeichen der seit vier Wochen anhaltenden Proteste gegen Polizeibrutalität und Diskriminierung. Deren Auslöser war die Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz am 25. Mai in Minneapolis. Weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche offizielle Veranstaltungen abgesagt werden mussten, gab es stattdessen diesmal auch viele virtuelle Treffen im Internet.

"Juneteeth" setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern für "Juni" und "neunzehnter" - "June" und "nineteenth". Am 19. Juni 1865 verlas ein General der siegreichen Unionsarmee nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs in Texas die Proklamation zur Abschaffung der Sklaverei. 1980 wurde "Juneteenth" zum offiziellen Feiertag in Texas, es folgten 45 weitere Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington D.C.

Quelle: ntv.de, mba/rts

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