Politik

Rüstungsunternehmen ausgespäht 33-jähriger Ukrainer wegen Spionageverdachts festgenommen

06.08.2026, 12:26 Uhr
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Der Verdächtige befindet sich nach seiner Festnahme in Thüringen in Untersuchungshaft. (Foto: dpa)

In Bayern soll ein 33-Jähriger im Juni Fotos von einem Rüstungskonzern gemacht haben. Am Wochenende wird er in Thüringen gefasst. Die Polizei ordnet den Ukrainer einer bekannten Tätergruppe zu.

Ein 33 Jahre alter Ukrainer ist in Deutschland wegen des Verdachts verhaftet worden, dass er ein Rüstungsunternehmen ausgespäht hat. Ihm werde Agententätigkeit zu Sabotagezwecken für einen ausländischen Nachrichtendienst zur Last gelegt, teilten die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt mit.

Der Beschuldigte sei am Sonntag in Thüringen festgenommen worden und befinde sich nun in Untersuchungshaft. Er stehe unter dem dringenden Verdacht, im Juni als sogenannter "Low-Level-Agent" beziehungsweise "Wegwerfagent" Aufnahmen vom Betriebsgelände eines bayerischen Rüstungsunternehmens gemacht und diese seinem Auftraggeber zur Vorbereitung von Sabotageakten zur Verfügung gestellt zu haben. 

"Low-Level-Agenten" werden oft über soziale Medien angeworben und für vergleichsweise einfache Aufgaben eingesetzt. Über den Zweck ihrer Aktionen oder den genauen Auftraggeber werden sie im Unklaren gelassen. Häufig werden sie auch nicht unmittelbar von Geheimdienstmitarbeitern kontaktiert und beauftragt, sondern von Mittelsleuten. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 hat die Agententätigkeit und die Bedrohung durch Sabotage in Deutschland deutlich zugenommen.

Quelle: ntv.de, lar/rts

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