Politik

Terroristen in Syrien erstarken Al-Nusra fusioniert mit Al-Kaida

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Al-Nusra-Kämpfer

(Foto: AP)

Im undurchsichtigen Gemenge in Syrien bekommen islamistische Terroristen Unterstützung aus dem Irak. Die dortige Al-Kaida habe sich mit der syrischen Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, heißt es in einer angeblichen Botschaft des Anführers.

Die Al-Kaida im Irak und die syrische Islamistenorganisation Al-Nusra-Front schließen sich zusammen. Beide Gruppen wollten künftig unter dem Namen "Islamischer Staat im Irak und der Levante" auftreten, sagte Anführer des irakischen Al-Kaida-Flügels, Abu Bakr al-Baghdadi. "Es ist jetzt Zeit, vor den Menschen der Levante und der Welt zu erklären, dass die Al-Nusra-Front nichts anderes als eine Tochter des Islamischen Staats Irak ist und zu diesem gehört", sagte al-Baghdadi laut die SITE Intelligence Group in einer Audiobotschaft, die am Montag in Islamisten-Foren verbreitet wurde. Die Echtheit der Botschaft kann nicht bestätigt werden.

Unter dem Begriff Levante werden häufig Länder am östlichen Mittelmeer zusammengefasst, dazu gehört auch Syrien. Der zunehmende Einfluss von Al-Kaida im syrischen Bürgerkrieg bereitet westlichen Regierungen zunehmend Sorgen und verschärft die Spannungen zwischen den Religionsgruppen in dem nahöstlichen Land. Sollte sich die Ankündigung al-Baghdadis bestätigen, könnte das die Machtverhältnisse zugunsten der islamistischen Kämpfer verschieben. Die US-Regierung hat die Al-Nusra-Front im Dezember als terroristische Organisation eingestuft.

Assad versucht seit zwei Jahren, einen Aufstand gegen seine Herrschaft militärisch niederzuschlagen. In dem Konflikt sind Schätzungen zufolge mindestens 70.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als eine Million Syrer sind ins Ausland geflüchtet. Derzeit verweigert Assad einem UN-Team zur Überprüfung eines möglichen Chemiewaffeneinsatzes die Einreise. Als Grund wurden "zusätzliche Aufgaben" genannt, die UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dem Team erteilt habe und die "der Souveränität Syriens klar widersprechen".

Quelle: n-tv.de, che/rts