Politik

Briefbombe verletzt Frau Anschlag auf Sarkozy vereitelt

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Ein Bombenentschärfer auf dem Weg zu einer der Briefbomben.

REUTERS

Bei der Explosion einer Paketbombe in der griechischen Hauptstadt Athen ist eine Angestellte eines Kurierdienstes verletzt worden. Der Polizei gelang es anschließend, drei weitere Briefbomben zu entschärfen und zwei Verdächtige Männer im Alter von 22 und 24 Jahren festzunehmen. Eine der Briefbomben sollte an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy geschickt werden. Gegen den einen der beiden Festgenommenen liegt ein Haftbefehl wegen seiner Beteiligung an Anschlägen einer autonomen Gruppierung namens "Konspiration der Zellen des Feuers" vor. Der andere erklärte gegenüber der Polizei, er sei ein "politischer Kämpfer". Beide sind Griechen, teilte die Polizei mit.

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Eine der Bomben sollte Frankreichs Präsidenten Sarkozy erreichen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der erste Sprengsatz war in einem Paket versteckt, das ein Unbekannter bei einem Kurierdienst abgab. Der Mann war bereits in den vergangenen Tagen aufgefallen, weil er wiederholt bei diesem Kurierdienst gefragt hatte, wie man ein Buch ins Ausland schicken könne. Eine der Angestellten erinnerte sich an den Mann. Nachdem sie das Paket in Empfang nahm, sortierte sie es auf die Seite. Doch dann detonierte es. Die Frau wurde leicht verletzt.

Empfänger des Pakets war die Botschaft Mexikos in Athen, teilte die Polizei mit. Wenig später wurde eine weitere verdächtige Sendung entdeckt, die bei einem anderen Kurierdienst von dem gleichen Mann abgegeben worden und an die Botschaft der Niederlande adressiert war. Das Paket wurde mit einer kontrollierten Explosion entschärft.

Terroristischer "Kommentar"

Eine Polizeistreife, die zufällig in der Gegend unterwegs war, bemerkte zwei Verdächtige und nahm sie fest. Die beiden hatten zwei weitere Briefbomben bei sich und waren mit Pistolen bewaffnet. Die Bomben bestanden aus jeweils einem Buch mit ausgehöhlten Seiten, in denen Schießpulver mit einem Zünder war. Eins dieser Paket-Bomben, die die beiden Festgenommenen bei sich hatten, war laut Polizei an den französischen Präsidenten in Paris adressiert, ein anderes für die Botschaft Belgiens in Athen.

Die kleine griechische Untergrundorganisation "Konspiration der Zellen des Feuers" hat für dutzende von Bombenanschlägen auf Banken und Regierungsgebäude sowie Filialen ausländischer Firmen in den vergangenen drei Jahren die Verantwortung übernommen. Sie "kommentiert" damit die Wirtschaftspolitik der Regierungen des Landes.

Quelle: n-tv.de, dpa

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