Politik

134 Euro Taschengeld im Monat Asylbewerber bekommen mehr

Die Regierung will die Vorgaben des Verfassungsgerichts umsetzen und Asylbewerbern in Deutschland ein menschenwürdiges Existenzminimum zusichern. Die Erwachsenen unter den 130.000 Betroffenen sollen demnach ein Taschengeld von rund 4,50 Euro täglich bekommen.

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Blick in einen Schlafraum der Flüchtlingsaufnahmestelle am Frankfurter Flughafen.

(Foto: dapd)

Asylbewerber in Deutschland sollen erstmals nach 20 Jahren bessergestellt werden. Neben 202 Euro an Sachleistungen sind für alleinstehende Erwachsene nun 134 Euro Taschengeld im Monat vorgesehen. Dies geht aus dem Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für eine Gesetzesnovelle hervor. Betroffen sind rund 130.000 Menschen.

Mit der Neuregelung will die Regierung den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts nachkommen, Asylbewerbern ein menschenwürdiges Existenzminimum zusichern. Der Entwurf befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung.

Die Leistungen für Partner und Kinder weichen nach unten gestaffelt ab. Der für Singles in den ersten beiden Aufenthaltsjahren aufgewendete Betrag von 336 Euro für Sachleistungen wie Essenspakete sowie Taschengeld liegt unter dem Hartz-IV-Regelsatz von derzeit 374 Euro.

Die Kosten der Unterstützung werden mit etwa 130 Millionen Euro jährlich veranschlagt. Sie schließen auch Unterkunft, Heizung und Hausrat sowie für die Kinder der Betroffenen Leistungen auf Bildung und Teilhabe ein. Ursprünglich vorgesehene Sanktionsregelungen sind im aktuellen Entwurf nicht mehr enthalten.

Quelle: n-tv.de, dpa

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