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Israel: Iran kommt Atomwaffen näher Atom-Gespräche enden erfolglos

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Herman Nackaerts (l.) sieht keine Fortschritte, Ali Ashgar Soltanieh ist da optimistischer.

(Foto: AP)

Hoffnungen auf einen Durchbruch haben sich die wenigsten Beobachter gemacht. Und so gehen die Verhandlungen der Internationalen Atomenergiebehörde mit dem Iran ergebnislos zu Ende. Israel verkündet derweil, dass der Iran Atomwaffen immer näher komme.

Die neue Gesprächsrunde zwischen Vertretern des Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist ohne greifbaren Erfolg zu Ende gegangen. "Wichtige Meinungsverschiedenheiten" hätten einer Einigung im Wege gestanden, vorerst gebe es keinen "Plan für ein weiteres Treffen", sagte der IAEA-Chefinspektor Herman Nackaerts in Wien. Irans Botschafter Ali Ashgar Soltanieh äußerte sich zuversichtlicher.

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Neue Aufnahmen der Militäranlage Parchin lassen Experten stutzen.

(Foto: REUTERS)

Westliche Diplomaten hatten im Vorfeld des Treffens zwar keinen Durchbruch erwartet, hielten es jedoch für denkbar, dass die Islamische Republik Zugeständnisse macht. In der kommenden Woche wird der vierteljährliche Bericht der IAEA zum iranischen Atomprogramm veröffentlicht.

Bei den Wiener Verhandlungen sei es darum gegangen, eine Einigung über eine "strukturierte Herangehensweise" zu erzielen, wie sie bereits seit Monaten im Gespräch sei, sagte Nackaerts. Eine solche Einigung habe aber nicht erzielt werden können. Soltanieh hingegen sagte, die Gespräche seien ein "Hinweis" darauf, dass "wir mit der Behörde eng zusammenarbeiten können".

Die IAEA verlangt vom Iran die Herausgabe bestimmter Dokumente und Gespräche mit Atomwissenschaftlern sowie den Zugang zu Atomanlagen. Dazu gehört vor allem die verdächtige Militäranlage Parchin, in der die IAEA Tests mit nuklearem Material vermutet. Neuen Verdacht erregten Satellitenaufnahmen. Diese zeigen, dass Materialien abtransportiert, Gebäude abgerissen und Flächen gesäubert wurden, hieß es von Diplomaten.

Israel: Iran macht weiter Fortschritte

Wenig zuversichtlich hatte sich bereits am Mittwoch IAEA-Chef Yukiya Amano bei einem Besuch in Finnland geäußert. "Ich kann zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, dass ich optimistisch hinsichtlich des Ergebnisses des nächsten Treffens bin", sagte Amano. Die Gespräche in der iranischen Botschaft in Wien waren Atom-Gespräche scheitern . Zuvor hatten mehrere hochrangig besetzte Treffen in Istanbul, Bagdad und Moskau in diesem Jahr keine Fortschritte gebracht.

Der Westen wirft dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben, und versucht, Teheran mit Sanktionen von seinem Atomprogramm abzubringen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück und verweist auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.

Israel, das sich durch das iranische Atomprogramm in seiner Existenz bedroht sieht, Das israelische Dilemma . Auch die USA haben einen Angriff nicht ausgeschlossen. Israel verwies darauf, dass der Iran immer größere Fortschritte bei der Entwicklung von Atomwaffen mache. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, man habe erst am Vortag "zusätzliche Beweise" dafür erhalten. Die Islamische Republik ignoriere dabei völlig die internationalen Forderungen im Atomstreit.

Aus Diplomatenkreisen war zudem zu erfahren, dass der Iran in der unterirdischen Atomanlage in Fordow weitere Zentrifugen für die Uran-Anreicherung eingerichtet hat. Diese seien zwar nicht in Betrieb, zeigten jedoch die Bereitschaft des Landes, sich weiter der Forderung nach einem Ende der Anreicherung zu widersetzen.

Quelle: n-tv.de, AFP/rts/dpa

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