Politik

Altmaier schafft neues Bundesamt Atommüll wird ausgegliedert

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Blickt in die Zukunft: Bundesumweltminister Altmaier.

(Foto: dpa)

Für die Suche nach einer Lagerstätte für deutschen Atommüll soll es bald ein eigenes Bundesamt geben. Das ist zumindest der Plan der Umweltministers Altmaier. Ein Gesetz gibt vor, dass der Standort Gorleben dabei wie jeder andere behandelt werden soll.

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Castoren mit atomaren Müll werden in Dannenberg von einem Verladekran vom Zug auf Tieflader umgeladen. (Archivbild vom 28.11.2011)

(Foto: picture alliance / dpa)

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" ein neues Bundesamt für kerntechnische Sicherheit einrichten, das die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll in Deutschland koordinieren soll. Das gehe aus einem Entwurf für ein Endlagersuchgesetz hervor, der der "Welt" vorliegt.

Die neue Bundesbehörde soll für die "wissenschaftliche Erarbeitung der Entscheidungs- und Beurteilungsgrundlagen, die Festlegung der standortbezogenen Erkundungsprogramme und Prüfkriterien" zuständig sein, heiße es in dem Gesetzentwurf. Auch die "übrige Vorbereitung der Standortentscheidung" soll in der Verantwortung des neuen Bundesamts liegen.

In dem Gesetzentwurf heiße es weiter, dass die Auswahl eines geeigneten Standorts bis zum Jahr 2027 abgeschlossen sein soll. Die dadurch entstehenden Kosten würden auf etwa zwei Milliarden Euro veranschlagt. Gorleben solle dabei wie jeder andere potenzielle Standort behandelt werden. Dass bereits Infrastruktur für die Erkundung geschaffen und Erkenntnisse aus der Erkundung gewonnen wurden, dürfe nicht in die Bewertung Gorlebens als Standort einfließen. In dem Gesetzentwurf heiße es auch, dass die bergmännische Erkundung des Salzstocks Gorlebens noch 2012 beendet werden soll.

Quelle: n-tv.de, dpa

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