Politik

Qualifizierungsinitiative "Aufstieg durch Bildung"

Die Bundesregierung hat eine umfassende Qualifizierungsinitiative beschlossen. Unter dem Titel "Aufstieg durch Bildung" werden zahlreiche Maßnahmen verschiedener Ministerien gebündelt, um dem wachsenden Fachkräftemangel in Deutschland entgegen zu wirken.

Nach Aussage von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) klagt heute bereits jedes dritte Unternehmen über Probleme bei der Einstellung von Fachkräften, vor allem in Ingenieur- und Technikberufen. "Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Fachkräftebasis für morgen zu sichern", sagte Schavan.

Auch sollen 100.000 zusätzliche Lehrstellen für sogenannte Altbewerber gefördert werden. Das sind Jugendliche, die sich seit längerem vergeblich um eine Lehrstelle bemühen. Vorgesehen sind dabei bis 2010 Prämien für die Betriebe zwischen 4.000 und 6.000 Euro - je nach Lohnhöhe. Von den knapp 735.000 Lehrstellenbewerbern des Jahres 2007 waren mehr als die Hälfte - rund 385.000 - Altbewerber.

Für die Qualifizierungsinitiative wurden unter Federführung von Schavan Projekte verschiedener Ministerien zusammengefasst. Über weitere Maßnahmen, unter anderem die angestrebte Halbierung der Schulabbrecherzahl in Deutschland, will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Herbst mit den Ministerpräsidenten reden. Mit der Föderalismusreform wurden die Rechte des Bundes in der Bildungspolitik weitgehend eingeschränkt. Das Treffen wird voraussichtlich Ende Oktober in Sachsen stattfinden - dem Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz.

Schavan sieht in der Initiative einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Jugendgewalt. "Aggression und Gewaltbereitschaft lässt sich am besten verhindern durch gute Bildung, Ausbildung, Erziehung, Orientierung. Und deshalb stecken in dieser Initiative viele wichtige Impulse, die auch da helfen können", sagte Schavan in der ARD.

Quelle: ntv.de