Politik

Reaktion auf Atomtest-Drohungen Außenamt bestellt Nordkoreas Botschafter ein

Mit der Einbestellung des nordkoreanischen Botschafters positioniert sich nun auch das Auswärtige Amt zum Säbelrasseln in Korea. Es reagiert somit auf die Ankündigung einer vierten und "neuartigen Form eines Atomtests" durch den kommunistischen Norden.

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Nordkoreas Führer Kim Jong Un kündigte jüngst "neuartige Atomtests" an.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen der Ankündigung eines vierten Atomtests durch Nordkorea hat das Auswärtige Amt den Botschafter des Landes, Ri Si Hong, einbestellt. Auslöser für den Schritt seien zudem die Abschüsse hunderter Kurzstrecken- und mindestens zweier Mittelstreckenraketen gewesen, teilte das Ministerium in Berlin mit. Weiter wurde der offene Schusswechsel an der innerkoreanischen Seegrenze vor wenigen Tagen genannt.

Das Auswärtige Amt forderte Nordkorea "nachdrücklich auf, Schritte zur Deeskalation und zur Wiederaufnahme des Dialogs zur Lösung der Atomfrage zu unternehmen". Für den Fall eines neuerlichen Verstoßes gegen die Sanktionen der Vereinten Nationen durch einen vierten Nukleartest warnte das Ministerium vor einer "deutlichen Reaktion der internationalen Staatengemeinschaft".

Seit dem Beginn der Frühjahrsübungen der Streitkräfte Südkoreas und der USA haben sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wieder verschärft. Das kommunistische Regime in Pjöngjang unterstellt beiden Ländern, einen Angriff vorzubereiten. Es hatte aus Protest gegen das gemeinsame Manöver zahlreiche Kurzstrecken- und zwei Mittelstreckenraketen abgefeuert. Zudem wurde mit einer weiteren, "neuartigen Form eines Atomtests" gedroht. Vor einer Woche lieferten sich Nordkorea und Südkorea an ihrer umstrittenen Seegrenze einen stundenlangen Schusswechsel mit schwerer Artillerie.

Quelle: n-tv.de, cri/AFP/dpa/rts