Politik

Exil-Gruppe stellt Bericht vor Birma arbeitet an der Bombe

Birma ist offenbar das erste Land in Südostasien, das nach Atomwaffen strebt. Die Exil-Gruppe "Democratic Voice of Burma" stellt einen Bericht vor, wonach "Birma versucht, Teile eines Nuklearprogramms zusammenzusetzen".

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Birmas Junta-Chef General Than wird sich demnächst eine Reihe von Fragen gefallen lassen müssen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Militärdiktatur in Birma arbeitet nach Informationen einer Exil-Organisation heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen. Bislang sei das asiatische Land aber noch weit von einer tatsächlichen Produktion entfernt, heißt es in einem Bericht der in Norwegen ansässigen Gruppe "Democratic Voice of Burma" (DVB).

Der 30 Seiten umfassende Bericht beruft sich auf die Expertise eines birmanischen Ingenieurs, der Schriftstücke und Fotos vom Bau zweier Anlagen zum Beweis nach Thailand geschmuggelt haben soll. Die Dokumente seien dann von dem US-Nuklearforscher Robert Kelley geprüft worden, der früher für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) gearbeitet habe.

"Birma versucht, Teile eines Nuklearprogramms zusammenzusetzen, vor allem einen Atomreaktor zur Herstellung von Plutonium und zur Urananreicherung", wurde Kelley zitiert. Sollte sich der Bericht als richtig erweisen, wäre Birma das erste Land in Südostasien, das nach Atomwaffen strebt. In UN-Kreisen hatte es Ende Mai geheißen, Nordkorea habe möglicherweise Atom- und Raketentechnik nach Birma verkauft.

Quelle: n-tv.de, rts

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