Politik

Stuttgart 21 Blockierer verhindern Weiterbau

2vie1647.jpg4734029831485125959.jpg

"Baustopp selber machen - wir wi(e)der- setzen uns".

(Foto: dpa)

Mehrere Wochen stritten Kritiker und Befürworter über Stuttgart 21 - mit dem Ergebnis, dass die Bahn am Projekt nachbessern muss. Nach dem Ende der wochenlangen Schlichtung sollen die Bauarbeiten nun wieder aufgenommen werden. Gegner des Projektes protestieren an der Baustelle.

Kurz nach ihrer Wiederaufnahme sind die Bauarbeiten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 durch Proteste behindert worden. Die Polizei löste eine Blockade direkt vor einem Bauzaun auf, mit der rund 50 Aktivisten gegen die Verlegung des Bahnhofs unter die Erde protestierten. Etwa ein Dutzend Demonstranten wurden von der Polizei weggetragen. Auf einem Transparent stand "Baustopp selber machen - wir wi(e)der- setzen uns". Die Aktivisten wehren sich vor allem gegen die Kosten des 4,1 Milliarden Euro teuren Bahnvorhabens und dessen Risiken. Sie fordern einen Baustopp.

Nach einer wochenlangen Pause während der Schlichtung sollte am Montag auf der Nordseite des Bahnhofes eine Baustelle eingerichtet werden. Im Auftrag der Bahn will der Energieversorger EnBW eine Starkstrom-Kabeltrasse verlegen, um Platz für das geplante unterirdische Technikgebäude für Stuttgart 21 zu schaffen. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 war nach eigenen Angaben nicht an der Blockade beteiligt. Sprecher Gangolf Stocker erwartet im Tagesverlauf zu einer Demonstration rund 5000 Teilnehmer.

Die Südwest-Grünen kritisierten, dass die Bauarbeiten für Stuttgart 21 wieder aufgenommen werden. Das "Bahnchaos" der vergangenen Wochen mache einmal mehr die Absurdität von Stuttgart 21 deutlich, betonte Grünen-Landeschef Chris Kühn. "Was nützt den Menschen ein Tiefbahnhof, wenn die Züge beim ersten Frost auf der Strecke hängenbleiben und im Sommer die Klimaanlagen ausfallen. Die Fahrgäste und die Wirtschaft brauchen einen funktionierenden Bahnverkehr in der Fläche und keine unnützen Leuchttürme."

Bei Stuttgart 21 soll der Kopfbahnhof der Landeshauptstadt durch eine unterirdische Durchgangsstation ersetzt und mit der geplanten Schnellbahntrasse nach Ulm verbunden werden. Nach heftigen Auseinandersetzungen hatten Kritiker und Befürworter mehrere Wochen lang im Rahmen einer Schlichtung über das Milliarden-Bauvorhaben gestritten. Als Ergebnis des Verfahrens muss die Bahn am Projekt nachbessern.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema