Politik

Giftgas in Osnabrück Brand am Bahnhof

Ein mit giftigen und hochexplosiven Chemikalien beladener Kesselwaggon ist am Samstagmorgen in Osnabrück umgestürzt und in Brand geraten. Dabei entstand nach Angaben der Deutschen Bahn AG ein Schaden vermutlich in Millionenhöhe. Drei Menschen wurden durch Atemwegsreizungen leicht verletzt.

Rund 100 Feuerwehrleute brauchten mehrere Stunden, um die Flammen mit Spezialschaum zu ersticken. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden. Der Bahnverkehr zwischen Osnabrück und Hannover wurde leicht behindert.

Laut Bahnsprecher Hans-Jürgen Frohns waren bei der Einfahrt in den Rangierbahnhof Osnabrück die Lokomotive und 8 von insgesamt 26 Waggons entgleist. Vier mit Acrylnitril beladene Waggons stürzten um, wobei einer aufgerissen wurde und in Brand geriet. Entgegen ersten Vermutungen habe es aber keine Explosion gegeben, sagte Frohns. Schwer beschädigt worden seien auch mehrere Dutzend Neuwagen, mit denen zwei Waggons des Güterzuges beladen gewesen seien.

Die Feuerwehr konnte den Brand zunächst nicht wirksam bekämpfen, da Acrylnitril nur mit Schaum zu löschen ist. Die flüssige Chemikalie wird für die Herstellung von Kunstfasern und synthetischem Kautschuk benutzt. Die Feuerwehr kühlte die Waggons stundenlang mit Wasser, um eine Explosion zu verhindern.

Quelle: n-tv.de