Politik

"Amoklauf Winnenden" zu Waffenrecht Bündnis kritisiert Innenminister

Weil die Innenminister von Bund und Ländern bislang kein Verbot von großkalibrigen Kurzwaffen in Haushalten palnen, kritisiert das Aktionsbündnis die beschlossenen Maßnahmen als nicht ausreichend.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Aktionsbündnis "Amoklauf Winnenden" hat die Beschlüsse der Innenministerkonferenz zum Waffenrecht als nicht ausreichend kritisiert. "Insgesamt bleiben die Ergebnisse weit hinter unseren Erwartungen zurück", sagte Gisela Mayer, Sprecherin des Aktionsbündnisses und Mutter einer in der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden getöteten Referendarin der "Welt am Sonntag". Sie forderte erneut, großkalibrige Kurzwaffen aus Haushalten und Vereinen zu verbannen. Bei dem Amoklauf am 11. März hatte es 16 Tote gegeben.

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich als Konsequenz aus der Tat auf ihrer Frühjahrskonferenz in Bremerhaven für ein schnelles Verbot von Killerspielen ausgesprochen. Auslöser war, dass der 17 Jahre alte Amokläufer viele Stunden seiner Freizeit mit Killerspielen am Computer verbracht hatte. Weiterhin mahnten die Minister an, die Verfügbarkeit von Schusswaffen zu begrenzen. Auf eine weitere Verschärfung des Waffenrechtes und insbesondere ein Verbot großkalibriger Schusswaffen wurde aber verzichtet.

Das geplante Verbot von Killerspielen wurde von dem Bündnis ausdrücklich begrüßt. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz bezweifelt allerdings, dass es sich noch vor der Bundestagswahl umsetzen lasse. "Ich bin da skeptisch", sagte er dem Blatt. "Aber unabhängig von den Wahlen: Das Verbot kommt."

Quelle: n-tv.de, dpa

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