Politik

Wiederbelebung eines umstrittenen Atomprojekts Bulgarien holt Belene aus der Versenkung

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Über ein Jahr liegt das AKW-Projekt in Belene schon auf Eis. Jetzt kündigt sich frischer Wind an.

(Foto: dapd)

Bulgarien will das AKW-Projekt Belene wiederbeleben. Über Jahre hatte sich die russisch-bulgarische Kooperation zu einem Zankapfel entwickelt, bis sich die Bulgaren im vergangenen Jahr aus dem Projekt verabschiedeten. Die neue Regierung setzt alles auf Anfang.

Die neue sozialistisch dominierte Regierung in Bulgarien hat in wichtigen Bereichen einen grundlegenden Wandel angekündigt. Das vom früheren konservativen Kabinett gestrichene Vorhaben mit Russland für den Bau eines neuen Atomkraftwerks bei Belene soll wieder belebt werden. "Ich sehe Belene als wirtschaftliches und nicht als politisches Projekt", sagte Regierungschef Plamen Orescharski im Staatsfernsehen.

Im März 2012 hatten sich die Bulgaren eigentlich aus dem Vorhaben verabschiedet. Einer von zwei angedachten Reaktoren stand zu diesem Zeitpunkt bereits. Ruhe kam indes nicht in das Projekt. Noch im Januar war das erste demokratische Referendum in Bulgarien über den Bau des Kraftwerks gescheitert. Die Beteiligung hatte nur bei etwa 20 Prozent gelegen. Mindestens 60 Prozent wären jedoch nötig gewesen.

Seit der Vertragsunterzeichnung 2008 war das gemeinsame Bauvorhaben zwischen dem russischen Energiekonzern Atomstroyexport und Bulgarien von Streitigkeiten geprägt. Im Fokus hatte lange Zeit der Preis des Kraftwerks gestanden. Nachdem sich der deutsche Energieriese RWE 2009 aus dem Projekt zurückgezogen hatte, stand die Finanzierung auf Messers Schneide.

Quelle: ntv.de, dpa

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