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Isis-Kämpfer in Berlin gefasst Bundespolizei geht "dicker Fisch" ins Netz

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Bei einer Übung der Bundespolizei in Frankfurt/Main.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Bundespolizei nimmt einen mutmaßlichen Islamisten in Berlin fest. Der Franzose wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er war aus Syrien kommend über die Türkei nach Berlin eingereist. Was er in Deutschland wollte, ist noch unklar.

Die Bundespolizei hat in Berlin einen aus Syrien zurückkehrenden französischen Extremisten unter Terrorverdacht festgenommen. Der Mann sei aus Istanbul nach Berlin gereist und befinde sich seit Samstagabend im Gewahrsam, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der Franzose soll nach Syrien gereist sein, um sich dort der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (Isis) anzuschließen. Weitere Details will die Bundespolizei am Montag bekannt geben.

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die sich auf die Führung der Bundespolizei beruft, wird der Festgenommene als "dicker Fisch" eingestuft. Er habe in Syrien an Kämpfen teilgenommen, sei verwundet worden und habe mehrfach im Internet mit seinen Schusswunden posiert. Die Behörden hegen laut "FAZ" den Verdacht, dass der Mann nach Europa zurückkehrte, um Extremisten zu rekrutieren oder einen Anschlag vorzubereiten.

Die Festnahme erfolgte gut drei Wochen nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel, für den ein aus Syrien zurückgekehrter französischer Islamist verantwortlich gemacht wird.

Erst vor wenigen Tagen hatte der deutsche Verfassungsschutz vor einer Bedrohung durch europäische Islamisten gewarnt, die von Kampfeinsätzen im syrischen Bürgerkrieg zurückkommen. Etwa hundert islamistisch orientierte deutsche Aktivisten seien bislang aus Syrien nach Deutschland heimgekehrt, mehr als ein Dutzend von ihnen hat nach Erkenntnissen des deutschen Inlandsgeheimdiensts aktive Kampferfahrung.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP/dpa

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