Politik

Ab nun zwei Kinder erlaubt China beendet Ein-Kind-Politik

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Chinas kommunistische Partei hat angekündigt, von ihrer Ein-Kind-Politik abzurücken. Künftig soll jedes Paar zwei Kinder haben dürfen.

(Foto: AP)

China beschließt offiziell das Ende seiner Ein-Kind-Politik. Von nun an dürften alle Paare mit staatlicher Erlaubnis zwei Kinder bekommen. Ohne die umstrittene Regelung wäre die chinesische Bevölkerung heute vermutlich weitaus größer.

China schafft die staatlich verordnete Ein-Kind-Politik ab. Das berichtet die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua von der Tagung des Zentralkomitees in Peking. Allen Paaren werden demnach künftig zwei Kinder erlaubt. Peking hatte bereits Ende 2013 eine Lockerung der Ein-Kind-Politik beschlossen, die aber bislang nur in einzelnen Provinzen umgesetzt wurde. Danach durften Paare, von denen ein Partner Einzelkind ist, zwei Kinder haben.

Die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften hatte nach früheren Medienberichten eine Zwei-Kind-Lösung als Antwort auf die Alterung der Gesellschaft und eine fallende Geburtenquote vorgeschlagen. Jede Chinesin bekommt demnach im Schnitt weniger als 1,6 Kinder. Für eine stabile Bevölkerung ist eine Quote von 2,1 nötig.

Nachdem Hungersnöte, Naturkatastrophen und Kriege das chinesische Bevölkerungswachstum jahrhundertelang begrenzte, begann nach 1949 eine regelrechte Bevölkerungsexplosion. So wuchs die Bevölkerung des Landes zwischen Mitte der 1950er-Jahre und Mitte der 1960er-Jahre um rund 200 Millionen Menschen. Um dem entgegenzuwirken, beschloss die kommunistische Führung des Landes in den Jahren 1979 die Ein-Kind-Politik. Ohne die strikte Familienpolitik würden heute in China schätzungsweise 300 Millionen Menschen mehr leben.

Quelle: ntv.de, bdk/AFP/dpa