Politik

Koalitionsverstimmung Clement und Grüne wieder versöhnt

In der Debatte um den Vorstoß von NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) zur Gentechnik hat der grüne Koalitionspartner in Düsseldorf ein "Handlungs-Moratorium" gefordert. Das teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei nach einem Treffen der Koalitionspartner am Donnerstag mit.

"Es war ein ruhiges und sachliches Gespräch", hieß es. Clement habe betont, dass die Entscheidung bei Forschung und Lehre liege. Der rot-grüne Koalitionsausschuss hatte sich mit Clements umstrittener Initiative zur Forschung mit embryonalen Stammzellen beschäftigt. Der Ministerpräsident hatte sich auf einer Israel-Reise für den Import dieser Zellen ausgesprochen.

Wissenschaftler von der Universität Bonn wollten mit diesen Stammzellen forschen, um Therapien gegen bisher unheilbare Krankheiten zu entwickeln. Nach der derzeitigen Gesetzeslage in Deutschland ist die Forschung an künstlich gezeugten Embryonenzellen verboten. Der Import solcher Zellen ist allerdings nicht ausdrücklich untersagt.

Für seine Überlgungen war Clement von seinem Koalitionspartner, aber auch von der Bundesregierung und aus der eigenen Partei kritisiert worden. An der Sitzung des Koalitionsausschusses am Vormittag in Köln nahmen die Spitzen beider Parteien und Landtagsfraktionen teil.

Quelle: ntv.de

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