Politik

"Aggressives Verhalten" Countdown für Demos läuft

Die dänische Polizei stellt sich mit Hausdurchsuchungen und massiven Grenzkontrollen auf die am Samstag erwartete Massendemonstration von Klimaschützern in Kopenhagen ein.

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Käfige in einer Lagerhalle in Erwartung potenzieller Störenfriede.

(Foto: AP)

Beamte in Kampfausrüstung durchsuchten in der Nacht zum Mittwoch ein Gebäude im Stadtteil Nørrebro, in dem 100 junge Leute schliefen. Die Organisation Climate Justice Actions (CJA) warf den dänischen Behörden "aggressives und konfliktorientiertes Verhalten" vor.

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(Foto: REUTERS)

Zu der Demonstration am Samstag werden von den 165 veranstaltenden Organisationen mindestens 30.000 Teilnehmer in der dänischen Hauptstadt erwartet. Seit Anfang des Monats hat Dänemark die Bestimmungen des Schengen-Vertrages der EU außer Kraft gesetzt, der allen Bürgern freie Ein- und Ausreise garantiert. Vor allem an der Grenze mit Deutschland wollen die Behörden die Einreise von Demonstranten massiv kontrollieren und mutmaßliche Randalierer abweisen. Scharf kontrolliert werden soll auch der Fährverkehr von den Nachbarländern Schweden und Norwegen.

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Greenpeace-Aktivisten bereiten sich ebenfalls auf die Demonstration vor.

(Foto: dpa)

Wegen der erwarteten Krawalle zum Klimagipfel hat Dänemarks Parlament drastische Verschärfungen von Strafen für Krawall-Delikte beschlossen. In Kopenhagen wurde eine Lagerhalle mit Käfigen als provisorische Arrestzellen für die am Wochenende sowie am 16. Dezember befürchteten Krawalle eingerichtet.

Quelle: ntv.de, dpa