Politik

Flohmarkt in der Normandie D-Day mit Nazi-Objekten

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Auch in Deutschland werden bei Razzien gegen rechte Gruppen regelmäßig Nazi-Devotionalien sichergestellt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor 70 Jahren landeten die Alliierten in der Normandie und leiteten damit die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus ein. Der findet aber immer noch seine Anhänger - wenn auch nur auf Flohmärkten.

Am Rande der D-Day-Gedenkveranstaltungen in Frankreich sind in einem Normandie-Städtchen Hunderte Nazi-Objekte beschlagnahmt worden. Nach einem Bericht der Zeitung "La Presse de la Manche", wurden die anstößigen Devotionalien auf einer Militärbörse in Sainte-Mère-Eglise feilgeboten.

Sichergestellt wurden CDs mit SS-Liedern, Reproduktionen von Porträts von hohen Nazis und Propagandaplakaten, Armbinden der SS-Division "Das Reich" sowie Medaillen mit Hakenkreuzen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden drei Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil die Objekte in Frankreich verboten sind. "So viele schockierende Artikel auf den Börsen", klagte der für die Trödelmärkte zuständige Polizeibeamte Cédric Delabre in der Zeitung.

Dieser Tage jährt sich der D-Day, die Landung der Alliierten an den Normandie-Stränden, zum 70. Mal. Aus dem Anlass haben sich Tausende Sammler und Militär-Nostalgiker nach Nordfrankreich aufgemacht, um Nachstellungen an Kriegsschauplätzen beizuwohnen oder auf den zahlreichen Flohmärkten begehrte Objekte zu erstehen.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP

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