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FDP-Mann versucht sich an "Obamacare" Daniel Bahr berät US-Regierung

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(Foto: picture alliance / dpa)

Barack Obama erhält bei seiner Gesundheitsreform Hilfe aus Übersee. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr arbeitet künftig für einen amerikanischen Think-Tank, der in puncto "Obamacare" berät - ein Liberaler versucht sich als "Sozialist".

Der frühere Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr soll die US-Regierung bei deren umstrittener Gesundheitsreform beraten. "Ich werde ab Mitte Februar beim US-Think-Tank Center for American Progress die US-Gesundheitsreform begleiten und beratend tätig sein", sagte der FDP-Politiker "Bild am Sonntag". Dem Bericht zufolge wird er zudem an der University of Michigan als Gastdozent für Gesundheitsökonomie arbeiten.

Die Gesundheitsreform ist das Prestigeprojekt von US-Präsident Barack Obama. Das Vorhaben sorgte nach seinem Start zuerst für Negativ-Schlagzeilen, weil die Regierungs-Webseite, über die man Krankenversicherungen finden konnte, nicht richtig funktionierte. Das spielte den oppositionellen Republikanern in die Hände, die gegen das Projekt "Obamacare" Sturm laufen. Dabei sollen die Maßnahmen insgesamt mehr als 30 Millionen unversicherten Menschen in den USA Zugang zu einer Krankenversicherung verschaffen.

Bahr sprach von einer "unglaublich spannenden" Debatte. "Als Liberaler musste ich schmunzeln, als ich in einer Diskussion mal als Sozialist bezeichnet wurde, weil ich meine, dass jeder Bürger eine Krankenversicherung haben sollte", berichtete er. Nach Washington nimmt er seine Ehefrau und die sieben Monate alte Tochter mit. Seine Familie freue sich auf eine andere Kultur "mit ganz neuen Eindrücken".

Bahrs Partei FDP scheiterte bei der Bundestagswahl und wagte nach dem historischen Debakel mit einer runderneuerten Führungsspitze den Neuanfang. "Ich nehme eine Auszeit vom Berliner Politikbetrieb", sagte Bahr. Der frühere FDP-Chef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler wechselte zum Weltwirtschaftsforum in die Schweiz.

Quelle: n-tv.de, ame/rts

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