Politik

Einnahmen nur für CDU und AfD Den Parteien brechen die Großspender weg

133186481.jpg

Die Partei von Kanzlerin Angela Merkel ist eine der wenigen, die überhaupt Großspenden erhalten haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schon vergangenes Jahr erhielten die Bundestagsparteien weniger Großspenden als üblich - nun sinkt die Geberlaune in der Corona-Krise noch einmal deutlich. Im ersten Halbjahr 2020 gehen die meisten Parteien komplett leer aus. Nur CDU und AfD werden von ihren Anhängern bedacht - ebenso wie zwei Kleinstparteien.

Den meisten im Bundestag vertretenen Parteien sind im ersten Halbjahr die Einnahmen aus Großspenden weggebrochen. Eine Ausnahme stellt vor allem die CDU dar, wie aus der Veröffentlichung der Spenden von mehr als 50.000 Euro durch die Bundestagsverwaltung hervorgeht. Danach erhielt die CDU fünf Zuwendungen in Höhe von insgesamt 624.000 Euro. Das ist bereits deutlich mehr als im Gesamtjahr 2019. Die AfD bekam eine Einzelspende von 100.000 Euro.

CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke gingen dagegen leer aus. Die nicht im Bundestag vertretene linke MLPD verzeichnete eine Spende von 50.031 Euro. Eine Sonderrolle spielt der Südschleswigsche Wählerverband SSW. Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein wird vom Kulturministerium in Kopenhagen unterstützt und erhielt drei Spenden von zusammen 371.827 Euro.

Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Geld vom Staat und Spenden. Einzelspenden über 50.000 Euro müssen die Parteien dem Bundestagspräsidenten sofort melden, der die Angaben zeitnah veröffentlichen muss. Die nachlassende Spendenbereitschaft hatte sich bereits 2019 angedeutet, als die Parteien weniger Einnahmen als im Vorjahr erzielten.

Quelle: ntv.de, jug/dpa