Politik

21 Jahre Wiedervereinigung Deutsche feiern Tag der Einheit

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Auch diese drei Mädchen kamen zum Deutschlandfest nach Bonn.

(Foto: dapd)

Für die einen ist es ein Tag zum Reden halten und Feiern, für die anderen ein Tag zum Freimachen. Vor genau 21 Jahren, am 3. Oktober 1990, wurde das geteilte Deutschland wiedervereint. Seitdem ist der 3. Oktober nationaler Feiertag.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Festakt wird heute in Bonn der 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gefeiert. An den beiden zentralen Veranstaltungen nehmen die Spitzen von Staat, Parteien und Gesellschaft teil, darunter Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel. Die Festrede im ehemaligen Plenarsaal des Bundestags hält in diesem Jahr kein Politiker, sondern der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle.

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Parallel feiert das Bundesland NRW seinen 65. Geburtstag.

(Foto: dapd)

In der einstigen Hauptstadt wird das Einheitsfest gemeinsam mit dem 65. Gründungstag Nordrhein-Westfalens bereits seit Samstag gefeiert. Hunderttausende Menschen drängten sich bisher auf der Festmeile, wo sich die 16 Bundesländer, Bundesbehörden, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt selbst präsentieren. Ausrichter ist jeweils das Land, das den Vorsitz im Bundesrat inne hat, derzeit Nordrhein-Westfalen.

Offenbar doch keine Terrorgefahr

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Polizisten gehen Streife: In Bonn haben sich viele Menschen zum Deutschlandfest versammelt.

(Foto: dpa)

Parallel zu den Bonner Feierlichkeiten hatte die Polizei am Samstag vier mutmaßliche Islamisten festgenommen, die sich illegal Schusswaffen verschafft und eine "schwere staatsgefährdende Straftat" vorbereitet haben sollen: drei im Bonner Umkreis, einen im hessischen Offenbach. Bei Wohnungsdurchsuchungen wurden nach Polizeiangaben aber keine Waffen oder gefährliche Gegenstände gefunden. Die vier Männer mussten wieder freigelassen werden. Verdachtsgründe, die eine Untersuchungshaft rechtfertigen würden, hätten nicht erhärtet werden können, teilte die Polizei mit. Um Mitternacht lief dann die zulässige Maximaldauer für eine Ingewahrsamnahme ab.

Die Männer sollen den Angaben zufolge aber unter Beobachtung bleiben. So werde sichergestellt, dass von ihnen bei den Feierlichkeiten zum Deutschlandfest in Bonn keine Gefahr ausgehe. Auch sollen die eingeleiteten polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren gegen die vier Männer fortgeführt werden.

Quelle: ntv.de, dpa/rts/AFP