Politik

USA verstärken Angriffe in Pakistan Drohnen werden knapp

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(Foto: dpa)

Allein im September werden bei Drohnenangriffen der US-Armee in Pakistan 120 Menschen getötet. Die Fabriken, in denen die Drohen gebaut werden, kommen mit dem Nachschub nicht hinterher.

Die USA dehnen ihre Drohnenangriffe in Pakistan laut einem Zeitungsbericht weiter aus. Zu diesem Zweck würden Drohnen aus dem benachbarten Afghanistan heimlich nach Pakistan gebracht, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Offizielle. Die Armee habe der CIA Predator- und Reaper-Drohnen geliehen, mit denen der Auslandsgeheimdienst Aufständische an der Grenze zu Afghanistan beschießen könne. Die Fabriken, in denen die Drohnen gebaut werden, könnten nicht so schnell produzieren, wie es angesichts des wachsenden Bedarfs von Pentagon und CIA notwendig sei.

Die Drohnenangriffe der CIA in Pakistan hatten im September deutlich zugenommen. Ihre Zahl sei von zwei bis drei pro Woche auf fünf pro Woche gestiegen, so das "Wall Street Journal". Die zunehmenden Luftangriffe mit unbemannten Drohnen zielten demnach darauf ab, mutmaßlich geplante Terroranschläge auf europäische Ziele, unter anderem in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, zu verhindern. US-Vertreter sagten der Zeitung, ein aus Pakistan geplanter Terroranschlag gegen den Westen könne einen Militäreinsatz der USA in Pakistan nach sich ziehen.

120 Tote allein im September

Nach pakistanischen Angaben wurden im September bei mindestens 21 US-Drohnenangriffen etwa 120 Menschen getötet. Die meisten Angriffe richteten sich gegen Ziele im Stammesgebiet Nord-Waziristan, das als Hochburg von Taliban und Aufständischen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida gilt. Örtliche Stammesvertreter werfen den USA vor, dass die Raketen ihrer Drohnen auch unbeteiligte Zivilisten töten.

Am Samstag wurden bei zwei erneuten US-Drohnenangriffen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan 18 Menschen getötet. Nach Angaben aus dem pakistanischen Geheimdienst handelte es sich um Extremisten. Ziel seien zwei Häuser in Nord-Waziristan gewesen, die im Abstand weniger Stunden mit Raketen beschossen worden seien. Unter den Getöteten befänden sich mindestens sechs Ausländer. Zahlreiche arabische, tschetschenische und zentralasiatische Aufständische haben bei pakistanischen Extremisten Zuflucht gefunden, nachdem sie aus Afghanistan vor den US-geführten Truppen geflohen sind.

Quelle: ntv.de, AFP/rts

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