Politik

Minister macht Kompromissvorschlag Ecuador schützt Assange

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Christine Assange zeigt ein Kinderfoto ihres Sohnes Julian Assange. Daneben sitzt Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño.

(Foto: dpa)

Der Außenminister Ecuadors schaltet sich in den Fall Assange ein. Nach einem Gespräch mit Assanges Mutter schlägt er vor, dass der Wikileaks-Gründer in der ecuadorianischen Botschaft in London befragt wird. Schweden könnte dann die Vorwürfe gegen ihn prüfen und Assange bräuchte keine Angst vor Auslieferung in die USA zu haben.

Ecuador hat Schweden dazu aufgerufen, Wikileaks-Gründer Julian Assange zu den gegen ihn erhobenen Sexualdelikts-Vorwürfen in der Botschaft des südamerikanischen Landes in London zu befragen. Der ecuadorianische Botschafter in Schweden habe eine entsprechende Anfrage gestellt, "weil wir alles in unserer Macht stehende tun, um das Leben von Herrn Assange zu schützen", sagte Außenminister Ricardo Patiño in Quito vor Journalisten.

An der Pressekonferenz nahm auch Assanges Mutter Christine teil, die sich zuvor zwei Stunden lang mit Patiño getroffen hatte.

Assange hatte am 19. Juni in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht und politisches Asyl beantragt. Er soll von Großbritannien an Schweden ausgeliefert werden, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Der 41-jährige Australier fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen der brisanten Enthüllungen durch sein Internetportal Wikileaks verfolgt zu werden.

Ecuador hat bereits angekündigt, eine Entscheidung über den Asylantrag am 12. August bekanntzugeben, wenn die Olympischen Sommerspielen in London enden.

Quelle: ntv.de, AFP

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