Politik

Karlspreis für den Euro Ehrung einer Währung

Die Jury des Internationalen Karlspreises geht neue Wege: Erstmals erhielt die in Aachen verliehene Auszeichnung für besondere Verdienste um die europäische Einigung keine Person oder Gruppe, sondern eine Sache. Der diesjährige Preisträger war der Euro, der, so die Begründung, wie kein anderer Integrationsschritt zuvor die Identifikation mit Europa fördern werde.

Um die Ehrung der europäischen Einheitswährung zu feiern, versammelten sich rund 1.000 Gäste, unter ihnen die niederländische Königin Beatrix, in Aachen. Die Laudatio für den Euro hielt im Krönungssaal des Aachener Rathauses der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi. Er sprach von einem "historischen Moment" und wandte sich vor allem an die Jugend: "Es ist die Stunde gekommen, den neuen Generationen die Fackel der Schaffung Europas zu übergeben."

Den Preis in Form einer Urkunde und Medaille nahm der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, entgegen. "Wir wissen, dass ein so kühner Schritt wie die Gemeinschaftswährung als Bestandteil des umfassenderen Prozesses konzipiert wurde, Europa nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch zu vereinen", sagte Duisenberg.

Der Karlspreis wird seit 1950 verliehen. Preisträger waren unter anderem der frühere deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (1954), der britische Premierminister Tony Blair (1999) und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton (2000).

Quelle: ntv.de

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